Super iPaaS geht an die IBM Software AG verkauft webMethods und StreamSets

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Beide Unternehmensbereiche bildeten die Kernkomponenten einer „Super iPaaS“ genannten Plattform, für die IBM nun 2,13 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Silver Lake zu zahlen bereit ist.

Der US-Investor Silver Lake verkauft webMethods und StreamSets an IBM. (Bild:  frei lizenziert, PIRO4D / Pixabay)
Der US-Investor Silver Lake verkauft webMethods und StreamSets an IBM.
(Bild: frei lizenziert, PIRO4D / Pixabay)

Was war das für eine Aufregung, als die damalige deutsche Nummer 2 im Softwaremarkt, die Software AG, 2007 das US-Unternehmen webMethods für rund 546 Millionen US-Dollar übernahm. Zu der Zeit drehte sich in der IT alles um die Software-defined Architecture (SOA), ein kompliziertes Konzept, das dann zu „WebServices“ umgemodelt wurde und irgendwann einfach nicht mehr so ganz „en Vogue“ war.

Nun verkauft der US-Investor Silver Lake, der sich im Juni und Juli dieses Jahres die Mehrheit an der Software AG sicherte, sowohl webMethods als auch das im Frühjahr 2022 für 524 Millionen Euro übernommene StreamSets an IBM. Der vereinbarte Kaufpreis beläuft sich auf 2,13 Milliarden Euro.

Sanjay Brahmawar, CEO der Software AG.(Bild:  Software AG)
Sanjay Brahmawar, CEO der Software AG.
(Bild: Software AG)

webMethods und StreamSets bilden eigentlich die Kernkomponenten einer „Super iPaaS“ genannten Vision des aktuellen CEOs der Software AG, Sanjay Brahmawar. Ziel der Vision war die Schaffung eines „Plattform-Unternehmens“, wie es in der Branche derzeit viele anstreben. Im Falle von Super iPaaS handelt es sich – wie üblich – um eine KI-gestützte Integrationsplattform, die APIs, Applikationen, Daten, B2B- und Event Integration für eine zentrale Steuerung der hybriden IT-Infrastruktur eines Unternehmens zusammenführen soll.

Brahmawar sieht sich dennoch bestätigt: „Angesichts der globalen Größe von IBM und dessen Fokus auf die hybride Cloud und KI bekommt unser Team eine tolle Chance, das Super iPaaS-Angebot mit dem neuen Eigentümer weiterzuentwickeln. Die Mitarbeiter, die bei der Software AG bleiben, werden ihre Innovationskraft weiterhin darauf verwenden, unsere Kunden erfolgreich zu bedienen.“

Auch IBM verfolgt eine Plattformstrategie: „In dem Maße, in dem Unternehmen ihren digitalen Transformationsprozess beschleunigen, werden Applikations- und Datenintegrationslösungen kritische Bestandteile der Modernisierung und effektiven Anwendung von KI in der Organisation. Kombiniert mit IBMs Datenplattform und Watsonx AI sowie mit den eigenen Applikationsmodernisierungs-, Daten- und IT-Automatisierungsprodukten, werden StreamSets und webMethods unseren Kunden dabei helfen, das volle Potential ihrer Applikationen und Daten auszuschöpfen“, so Dinesh Nirmal, Senior Vice President, Products, IBM Software.

Der Vollzug des Kaufs wird für das zweite Quartal 2024 erwartet. Silver Lake hatte im Sommer für die vollständige Übernahme der Software AG rund 2,4 Milliarden Euro aufgewendet – der Gutteil dieser Summe wurde mittlerweile also bereits wieder eingespielt. Die Software AG basiert nun im Wesentlichen noch auf seinem ursprünglichen Kerngeschäft, bestehend aus den Datenbanken Adabas und Natural.

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