Softwareentwicklung mit KI in eigener Infrastruktur IBM bietet Self-Hosting für KI-Entwicklungsassistenten Bob

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Der KI-Entwicklungsassistent IBM Bob kann künftig selbst gehostet werden. So soll es Unternehmen möglich sein, KI-Software in der eigenen Infrastruktur zu entwickeln und zu betreiben, also in Umgebungen, in denen sie die Kontrolle haben.

IBM führt eine selbst gehostete Bereitstellung für IBM Bob ein. So können Unternehmen KI-Software in Umgebungen durchführen, die sie selbst kontrollieren.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
IBM führt eine selbst gehostete Bereitstellung für IBM Bob ein. So können Unternehmen KI-Software in Umgebungen durchführen, die sie selbst kontrollieren.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

IBM bietet Unternehmen jetzt die Möglichkeit, den KI-Entwicklungsassistenten Bob selbst in ihrer eigenen IT-Umgebung zu betreiben, statt ihn ausschließlich über einen externen Dienst zu nutzen. Bob ist eine KI-gestützte Plattform für Softwareentwicklung. Sie unterstützt Entwicklerteams dabei, Anwendungen zu verstehen, Arbeitsschritte zu planen, Code zu erstellen und zu prüfen sowie bestehende Software zu modernisieren.

Durch das Self-Hosting von Bob sollen Unternehmen besser kontrollieren können, wo Bob läuft und wie sensible Daten verarbeitet werden. Zielgruppe der neuen Option sind vor allem für Organisationen und Unternehmen, die mit vertraulichem Quellcode oder regulierten Daten arbeiten.

IBM will agentische KI in kontrollierte Umgebungen bringen

„Die Zukunft der KI in Unternehmen wird von Sicherheit, Governance und Souveränität abhängen“, sagt Neel Sundaresan, General Manager für KI und Automatisierung bei IBM. „Organisationen benötigen KI, die in Umgebungen operiert, über die sie die Kontrolle haben – insbesondere wenn mit sensiblem Code und regulierten Daten gearbeitet wird. Bobs selbstbetriebene Bereitstellung bietet Unternehmen einen Weg, agentenbasierte KI direkt in diese Umgebungen zu bringen, sodass sie die Vorteile der Technologie nutzen können und dabei gleichzeitig Sicherheit, Compliance und operative Kontrolle wahren.“

Modelle lokal oder über externe Dienste

Anstatt sensible Unternehmensdaten für die KI-Bearbeitung in eine externe Cloud zu verschieben, können Unternehmen den Spieß nun umdrehen: Laut IBM lassen sich die benötigten KI-Modelle für den Agenten Bob direkt vor Ort im eigenen Unternehmen ausführen. Das funktioniere sogar in streng abgeschotteten Hochsicherheitsbereichen, die keine Verbindung zum Internet haben. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass das Unternehmen die passenden Lizenzen für diese Modelle besitzt.

Alternativ bietet IBM einen Mittelweg an: Eine sogenannte „hybride Konfiguration“. Dabei läuft Bob zwar im Unternehmen, verbindet sich aber für bestimmte Aufgaben mit unterstützten KI-Diensten außerhalb.

Diese Flexibilität soll Unternehmen bei zwei großen Herausforderungen helfen:

  • Die Kontrolle über Daten behalten (Datensouveränität): Es ist kompliziert, die Vorschriften einzuhalten, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen – besonders international. In einer IBM-Studie von Juni 2026 bestätigten 68 Prozent der Führungskräfte, dass diese Anforderungen an die sogenannte Datenresidenz schwierig umzusetzen sind.
  • Arbeiten in komplexen IT-Umgebungen: In vielen Firmen liegen Daten und Anwendungen nicht an einem zentralen Ort. Sie sind verstreut über eigene Server im Keller, private Clouds und andere geschützte Bereiche.

Hintergrund: Hybride und Edge-Infrastruktur im Fokus

Laut einem Bericht von Futurum Research könnten hybride und Edge-Deployments bis 2030 insgesamt 44 Prozent des Marktes für KI-Infrastruktur ausmachen. Der Anteil der Public Cloud werde im selben Zeitraum voraussichtlich auf 46 Prozent sinken. Als Treiber nennt der Bericht unter anderem den Wunsch nach souveräner Kontrolle und die Bedeutung der Konnektivität innerhalb des Ökosystems.

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