Google Cloud Next `19 UK - Die neuen Produkte

Hallo Google, was gibt es Neues?

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Die Google Cloud Next `19 UK hatte zahlreiche Produktneuankündigungen auf der Agenda.
Die Google Cloud Next `19 UK hatte zahlreiche Produktneuankündigungen auf der Agenda. (Bild: ewg/VIT)

Bereits Anfang des Jahres hatte Google Cloud neue, universell einsetzbare und arbeitslast-optimierte Virtual-Machine-Familien angekündigt, um noch mehr Anwendungen migrieren und ausführen können.

In London gab es anlässlich der europäischen Kundenkonferenz Google Cloud Next `19 UK noch eine Vielzahl weiterer Ankündigungen und Updates rund um das Infrastrukturmanagement und die Migration von Anwendungen.

„Die Cloud ist Grundvoraussetzung für mehr Umsatz“

Google Cloud Next `19 UK

„Die Cloud ist Grundvoraussetzung für mehr Umsatz“

28.11.19 - Zu Googles größter Kundenveranstaltung in Europa, der Google Cloud Next '19 UK, kamen im November mehr als 7.000 Kunden, Partner und Entwickler nach London, um zu erfahren, wie Google Cloud die digitale Transformation durch seine globale Infrastruktur zur Speicherung, Verwaltung und Verarbeitung von Daten vorantreiben will. lesen

Infrastrukturmanagement und Migration

Viele der wichtigen Produktankündigungen betrafen das Infrastrukturmanagement und die Einführung neuer Netzwerkfunktionen:

  • Mit Bring Your Own IP (BYOIP) können vorhandene IP-Adressen in allen 20 Cloud-Regionen auf die Netzwerkinfrastruktur von Google Cloud übertragen werden. Diese Funktion ist somit weltweit verfügbar.
  • Das Network Intelligent Center ermöglicht einen umfassenden Blick auf die globale Google-Cloud-Bereitstellung. Netzwerkbetriebsabläufe lassen sich aktiv verwalten, wodurch die Zeit für die Fehlerbehebung verkürzt und Netzwerkausfälle verhindert werden sollen.
  • Für spezielle Workloads, die noch nicht in die Cloud wechseln sollen, bietet Google Cloud über Partner mit Bare Metal Solution eine dedizierte Infrastruktur an, auf der Anwendungen wie beispielsweise Oracle Database, über eine latenzarme und hochbelastbare Verbindung zur Google Cloud ausgeführt werden können.

Zudem sollen Betreiber wie Entwickler in der Lage sein, ihre Infrastruktur und Dienste einfach zu überwachen und Vorfälle so schnell wie möglich zu identifizieren:

  • So zieht ab sofort Stackdriver Monitoring in die Google Cloud Console (Beta) ein. Benutzer können somit auf alle Tools für die Betriebsführung zugriefen.
  • Der neue Log Router von Stackdriver Logging, der sich ebenfalls in der Beta-Phase befindet, können Betreiber Logs flexibel und zuverlässig verwalten und weiterleiten. Logs Router unterstützt auch Customer Managed Encryption Keys (CMEK) für spezielle Sicherheitsanforderungen.
  • Und mit Einführung der SLO Service API in der Beta-Version können on-prem oder in der Cloud Betriebszustände kontrolliert werden. SLOs können auf Container- oder VM-Umgebungen gesetzt werden, so dass Entwickler und Betreiber auf einen Blick den Zustand aller Mikroservices erfassen können.

Beschleunigte App-Modernisierung
Anwendungen werden gemeinhin nicht nur in die Cloud verlagert, sie können oder müssen sogar dort modernisiert werden. Folgende neue Produkte beschleunigen diese App-Modernisierung:

  • Migrate for Anthos ist jetzt verfügbar. Physische Server oder virtuelle Maschinen lassen sich damit aus einer Vielzahl von Quellen (On-Prem, Amazon AWS, Microsoft Azure oder Google Compute Engine) direkt in Container konvertieren, die in Anthos oder Google Kubernetes Engine (GKE) laufen.
  • Mit Apigee hybrid, das jetzt ebenfalls allgemein verfügbar ist, lassen sich Anwendungen auch über APIs verbinden. API-Laufzeiten können in einer hybriden Umgebung bereitgestellt werden – sowohl vor Ort als auch in der Google Cloud, einschließlich Anthos.
  • Aber auch für die Modernisierung von Softwareentwicklungsprozessen gibt es neues von Google: Cloud Run und Cloud Run for Anthos nutzen die Vorteile von Serverless für container-basierte Anwendungen.
  • Und mit Cloud Code soll die Erstellung von Kubernetes-Anwendungen einfacher denn je werden. Cloud Code kann direkt in die IDE integriert werden, so dass Cloud-native Anwendungen bequem von der bevorzugten Entwicklungsumgebung aus erstellen werden können.

Mehr Erkenntnis aus Daten
Die Erfassung und Verwaltung wichtiger Daten ist für den Aufbau einer Analysegrundlage unerlässlich. Neue Tools sollen auch diesen Prozess einfacher machen:

  • Der verwaltete, cloud-native Datenerfassungs- und Integrationsdienst Cloud Data Fusion soll Entwicklern, Datentechnikern und Business-Analysten den einfachen Aufbau und die Verwaltung von ETL- und ELT-Pipelines zur Bereinigung, Transformation und Mischung von Daten aus einer Vielzahl von Quellen ermöglichen. Cloud Data Fusion sol somit den Fokus eines Unternehmens weg von Code und Integration hin zu Erkenntnissen und Aktionen verlagern. Der offene Kern des Produkts, der auf dem Open-Source-Projekt CDAP aufbaut, gewährleistet die Portabilität für Benutzer in hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen. Die breite Integration von CDAP in lokale und öffentliche Cloud-Plattformen gibt Data Fusion-Anwendern die Möglichkeit, Silos aufzuschlüsseln und durch die großen Datentools von Google mehr Wert zu generieren.
  • Neue Funktionen in Cloud Dataflow SQL gestalten die Streaming-Analyse einfacher und kostengünstiger. Jetzt können auch SQL-Abfragen verwendet werden, um Cloud-Dataflow-Aufträge aus der BigQuery-Weboberfläche zu entwickeln und auszuführen. Zudem werden Cloud-Storage-Dateien unterstützt. Ein visueller Schema-Editor ist ebenfalls neu.
  • Außerdem ist mit Cloud Dataflow Flexible Resource Scheduling (FlexRS) die Batch-Ereignisverarbeitung ab sofort verfügbar. Die neue Cloud Dataflow FlexRS-Funktion soll Batch-Verarbeitungskosten um bis zu 40 Prozent senken mithilfe fortschrittlicher Ressourcenplanungstechniken und einer Mischung aus verschiedenen Virtual Machine (VM)-Typen (einschließlich der preemptible VM-Instanzen), um die Verarbeitungskosten zu senken und gleichzeitig die gleichen Auftragserfüllungsgarantien wie bei regulären Cloud-Dataflow-Aufträgen zu bieten.

KI und Maschinelles Lernen

Der faire und verantwortungsvolle Umgang mit Artificial-Intelligence- und Machine-Learning-Anwendungen war ebenfalls ein wichtiges Thema der Google Cloud Next `19 UK. Eine wichtige Neuankündigung in diesem Bereich betrifft die Erklärbare KI (im Englischen „Explainable AI“) für eine höhere Interpretierbarkeit der KI, damit Entwickler verstehen, wie ihre Modelle des maschinellen Lernens bestimmte Ergebnisse erzielt haben. Googles Erklärbare KI besteht aus Tools und Frameworks zur Bereitstellung von interpretierbaren und integrativen maschinellen Lernmodellen. Ab sofort sind KI-Erklärungen für AutoML-Tabellen und die Cloud-KI-Plattform verfügbar, um eigene KI-Bereitstellungen mit Explainable AI besser verständlich zu machen.

KI spielt aber auch bei neuen unterstützenden Services und Funktionen für den Arbeitsplatz eine große Rolle:

  • Die Smart-Compose-Funktion in Google Docs (Beta) verwendet KI, um während der Eingabe komplette Sätze vorzuschlagen. Mit Hilfe der neuronalen maschinellen Übersetzung in Google Docs sollen Rechtschreib- und Grammatikfehler noch einmal deutlich minimiert werden.
  • Weiter wurde die Leistungsfähigkeit des Google Assistant für Benutzer der G Suite (Beta) erweitert. Benutzer, die in ihr G-Suite-Konto eingeloggt sind, können von unterwegs, beispielsweise während des Autofahrens, zum Beispiel mit Sprachbefehlen ihren Kalender verwalten, schnelle Nachrichten senden oder sich in Meetings einwählen.

Verbesserte Kontrolle und Transparenz in der Cloud
Zu den bereits erwähnten neuen Sicherheitswerkzeugen gehört auch das Open-Source-Silizium-Root-of-Trust (RoT)-Projekt OpenTitan. Dieses bietet RoT-Design- und Integrationsrichtlinien für den Einsatz in Rechenzentrumsservern, Speichern, Peripheriegeräten und mehr. Das Open-Sourcing-Silizium-Design soll es transparenter, vertrauenswürdiger und letztlich sicherer machen.

Aufbauend auf einer Secure-by-Design-Basis wurden mehrere neue Funktionen angekündigt, die Kunden dabei unterstützen sollen, die Kontrolle und Transparenz über ihre Daten zu erhöhen und ihre Cloud-Umgebungen zu schützen. Hierzu gehören: External Key Manager, Key Access Justifications, Cloud Armor WAF, Packet Mirroring sowie Advanced Protection Program für Nutzer der G Suite.

Darüber hinaus wurden weitere technische Funktionen in Google Cloud angekündigt, die insbesondere den europäischen Kunden nutzen sollen, um ihre Präferenzen für zusätzliche Datenhaltung, Betriebskontrolle und Zugangskontrolle zu erfüllen. Mehr hierzu in dem speziellen Google-Blog.

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