SAP, Microsoft, IBM, Amazon

Gute Einkünfte mit Cloud-Produkten

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Dass sich das Wagnis Cloud auch für Anbieter lohnen kann, zeigen die jüngsten Ergebnisberichte großer Unternehmen – die Bilanzen zeigen nach oben.
Dass sich das Wagnis Cloud auch für Anbieter lohnen kann, zeigen die jüngsten Ergebnisberichte großer Unternehmen – die Bilanzen zeigen nach oben. (Bild: Freshidea, Fotolia)

Mit ihren aktuellen Geschäftszahlen überraschten einige Unternehmen, die sich dem Thema Cloud verschrieben haben, Finanzmärkte wie -Experten. Und für den ein- oder anderen wird sich die finanzielle Zukunft keinesfalls wolkig darstellen.

Im dritten Geschäftsquartal des laufenden Geschäftsjahrs 2015 erzielte SAP erneut starkes Wachstum in der Cloud. Die Cloud-Subskriptions- und Supporterlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr währungsbereinigt um 90 Prozent auf 600 Millionen Euro. Die New Cloud Bookings, die wichtigste Kennzahl für den Vertriebserfolg im Cloud-Geschäft der SAP, stiegen im dritten Quartal um 102 Prozent auf 216 Millionen Euro. Die Cloud- und Softwareerlöse wuchsen währungsbereinigt um 12 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro.

SAP war damit auch ohne den Beitrag von Concur im Vergleich zu anderen reinen Cloud-Anbietern im Markt äußerst erfolgreich. Besonders gute Geschäfte konnte man in der Region EMEA, hier vor allem in Deutschland und Frankreich, machen mit einem Anstieg der Cloud- und Softwareerlöse um 13 Prozent. Und auch in der Region Amerika kann SAP sehr zufrieden sein mit einem zweistelligen Wachstum und einem Anstieg der Cloud- und Softwareerlöse um 32 Prozent.

Im Bereich Personalwirtschaft, Kundenbindung und Online-Handel konnte SAP eine anhaltende Dynamik verzeichnen sowie ein dreistelliges Wachstum im Umfeld der Geschäftsnetzwerke. Dabei gewann insbesondere die akquirierte Concur an Fahrt. Positiv schlug auch die laut SAP außergewöhnlich starke Nachfrage nach SAP S/4HANA zu Buche.

Mit Cloud im Aufwind

Während sich SAPs Cloud-Strategie bereits seit vielen Quartalen als gewinnbringend erweist, müssen andere Anbieter noch mit Startschwierigkeiten kämpfen. Doch auch hier steht das Cloud-Geschäft als Hoffnungsstrahl für (wieder) bessere Zeiten.

Zum Beispiel Microsoft. Mit Satya Nadella an der Spitze haben sich die Redmonder neu aufgestellt und die Parole „Mobile first, Cloud first“ für den künftigen Geschäftserfolg auf die Fahnen geschrieben. Zwar ist die Talsohle noch nicht durchlaufen, die jüngsten Zahlen zeigen aber schon den Trend nach oben. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2016 kann der Softwareriese Positives vom Cloud-Geschäft vermelden: der Umsatz im Bereich „Intelligent Cloud“ stieg um 8 Prozent auf 5,9 Mrd. US-Dollar an. So wuchs der Umsatz mit Server-Produkten und Cloud-Services um 13 Prozent – ein zweistelliges Wachstum bei Premium-Produkten und -Dienstleistungen. Die Einnahmen für die Azure-Linie sowie deren Nutzung haben sich jährlich verdoppelt. Und auch die Enterprise-Mobility-Kundschaft hat sich inzwischen auf über 20.000 Anwender verdoppelt, die installierte Basis gar versechsfacht.

Für IBM erweist sich die Digitale Transformation des Unternehmens als besonders steiniger Weg. Zum x-ten Mal in Folge musste man für den Gesamtkonzern Umsatzrückgänge vermelden. Doch auch hier schimmert ein wenig Hoffnung durch die Wolke: IBMs Chefin Ginni Rometty kann für das dritte Geschäftsquartal 2015 bei den Cloud-Umsätzen eine Steigerung von rund 65 Prozent vorweisen.

Markttreiber AWS

Das zweite Quartal in Folge kann auch Amazon ein erfolgreiches Cloud-Geschäft vermelden. Mit den Amazon Web Services (AWS) und deren mehr als einer Million Kunden in 190 Ländern stieg der Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2015 um 78 Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Werde das Geschäft mit Cloud Computing insbesondere bei Amazon auch weiter so schnell wachsen? Der Analyst Colin Gillis vom New Yorker Finanzhaus BGC Partners hat zwar Zweifel, „aber im Moment ist AWS die Lokomotive. Und das wird auch erst mal so bleiben.“

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