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Google Glass Google Glass im industriellen Einsatz

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Auf der SPS IPC Drives präsentierte Beckhoff als Studie mit der Google Glass ein neues Konzept für die Maschinenbedienung.

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Dass man Google Glass sehr gut für industrielle Zwecke nutzen kann, wurde auf der SPS IPC Drives auf dem Stand von Beckhoff demonstriert. So können zum Beispiel dem Inbetriebnehmer oder Servicetechniker über das Head-up-Display Zusatzinformationen direkt am Prozess angezeigt werden.
Dass man Google Glass sehr gut für industrielle Zwecke nutzen kann, wurde auf der SPS IPC Drives auf dem Stand von Beckhoff demonstriert. So können zum Beispiel dem Inbetriebnehmer oder Servicetechniker über das Head-up-Display Zusatzinformationen direkt am Prozess angezeigt werden.
(Bild: Schäfer)

Die primär für den Consumerbereich entwickelte Brille integriert unter anderem ein Head-up-Display für Informationen sowie eine Digitalkamera. Google Glass ist aber auch im industriellen Umfeld als Ergänzung für das Bedienen und Beobachten in der Produktion einsetzbar. So können Status- oder Dialogmeldungen oder Zusatzinformationen wie Dokumentationen, Webseiten oder Videos aufgerufen werden.

Beispielsweise kann der Servicetechniker über das Einlesen eines QR-Codes am Motor oder Endschalter die Eigenschaften, Historie oder den aktuellen Status des Sensors oder Aktors einlesen. „Google Glass hat das Potenzial, die Bedienphilosophie an der Maschine zu ändern oder mindestens zu ergänzen.

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Verschmelzung der Internettechnologie und der Automatisierungstechnik

Die Google-Brille kann ein gutes Beispiel für die Verschmelzung der Internettechnologie und der Automatisierungstechnik im Rahmen von Industrie 4.0 darstellen“, sagt Andreas Thome, Produktmanager PC-Control bei Beckhoff, über den Einsatz der Google-Brille in der Produktion.

Die Brille verfügt über ein Projektionsdisplay, auf dem die Bilder in Form von sogenannten Slides (Kartenbilder) dargestellt werden. Mit einer integrierten Kamera lassen sich in Blickrichtung die Bilder aufnehmen, die auch für die Bildverarbeitung zur Verfügung stehen. Über ein seitliches Touchpad am Brillenbügel kann man zudem die Bildschirminhalte und die Dialoge steuern (Bild). Ebenfalls integriert ist ein Lautsprecher, um Toninformationen zu vermitteln oder mit anderen Nutzern zu kommunizieren.

Die auf dem Bildschirm erscheinenden Elemente werden deshalb Slides genannt, weil sie sich ähnlich wie bei einer Bildbetrachtungssoftware von links nach rechts scrollen lassen. Mit einer weiteren Berührung des Touchpads erhält man Zusatzinformationen zum ausgewählten Slide. So können beispielsweise für einen Maschinenbediener, wenn er direkt vor der Maschine steht, individuelle Informationen wie der Maschinenstatus oder zugehörige Datenblätter eingeblendet werden. Bei Bedarf kann der Bediener direkt vor Ort auch Kontakt zu einem weiteren Kollegen aufnehmen.

Google Glass in der Steuerungstechnik

In die Steuerungstechnik lässt sich Google Glass über die Automatisierungssoftware Twincat einbinden. Im gezeigten Beispiel kommuniziert die Brille mit einem Webserver, der den Status der Twincat-gesteuerten Maschine bereitstellt. Die Google-Brille empfängt und stellt diesen Maschinenzustand in Form von Signalwerten oder Fehlermeldungen dar und weist gegebenenfalls auf den genauen Fehlerort hin. Auch das Quittieren und Zurücksetzen der Maschinenzustände ist direkt an der Brille möglich.

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