Intelligente Automatisierung und Orchestrierung Der Schlüssel zur skalierbaren IT-Transformation

Von Jörg Schwarze* 4 min Lesedauer

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IT-Teams sind mit steigenden Anforderungen an Performance, Sicherheit und Kostenkontrolle konfrontiert. Während sich klassische Prozessautomatisierung auf regelbasierte Abläufe konzentriert, wird intelligente Automatisierung zunehmend mit Artificial Intelligence (AI) kombiniert.

IT-Administratoren und Entscheider stehen vor der Herausforderung, komplexe Infrastrukturen effizient zu verwalten. Intelligente Automatisierung und Orchestrierung helfen, IT-Prozesse zu optimieren, Ressourcen zu schonen und eine nachhaltige Performance sicherzustellen.(Bild:  Murrstock - stock.adobe.com)
IT-Administratoren und Entscheider stehen vor der Herausforderung, komplexe Infrastrukturen effizient zu verwalten. Intelligente Automatisierung und Orchestrierung helfen, IT-Prozesse zu optimieren, Ressourcen zu schonen und eine nachhaltige Performance sicherzustellen.
(Bild: Murrstock - stock.adobe.com)

Das unterstützt Unternehmen dabei, einzelne IT-Prozesse wie die automatisierte Fehlerbehebung in IT-Systemen, die Datenbankabfragen und die Echtzeit-Analyse von Systemlogs zu optimieren. Zusätzlich sorgt Orchestrierung für eine übergreifende Steuerung und Koordination dieser automatisierten Workflows über verschiedene Systeme und Plattformen hinweg. Das führt nicht nur zu einer höheren Betriebseffizienz, sondern auch zu einer verbesserten Ressourcennutzung und erhöhter IT-Sicherheit.

Intelligente Automatisierung als Schlüssel zur Effizienzsteigerung

Intelligente Automatisierung bindet kognitive Fähigkeiten wie natürliche Sprachverarbeitung (NLP), Bilderkennung und Machine Learning (ML) ein. Dadurch können IT-Systeme nicht nur regelbasierte Entscheidungen treffen, sondern auch adaptive Prozesse steuern, die sich an veränderte Bedingungen anpassen.

Ein praxisnahes Beispiel ist der Einsatz einer Digital Workforce, also virtueller Software-Roboter, die IT-Support-Tickets analysieren, Workflows automatisieren und Systemkonfigurationen selbstständig anpassen. Das ermöglicht eine reduzierte Fehlerquote, höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und eine bessere Skalierung von IT-Dienstleistungen.

Die Kombination aus intelligenter Automatisierung und Cloud-basierter Orchestrierung trägt dazu bei, IT-Prozesse effizienter und widerstandsfähiger zu gestalten. Besonders für Unternehmen mit komplexen Compliance-Anforderungen bietet eine automatisierte Prozesssteuerung entscheidende Vorteile, da Audit-Logs und Zugriffskontrollen automatisch dokumentiert und verwaltet werden können.

IT im Gleichklang

Orchestrierung ist der Schlüssel, um komplexe IT-Workflows über verschiedene Umgebungen hinweg zu steuern. Die Herausforderung besteht jedoch darin, unterschiedliche Systeme, Anwendungen und Datenquellen miteinander zu verknüpfen, um eine konsistente und sichere Automatisierung zu gewährleisten.

Ein entscheidender Faktor dabei ist die Integration von Robotic Process Automation (RPA) in bestehende IT-Architekturen. RPA ermöglicht die Automatisierung wiederkehrender, regelbasierter Prozesse und trägt dazu bei, Zeit zu sparen, Fehler zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Durch die nahtlose Einbindung in bestehende Systeme lassen sich manuelle Aufgaben automatisieren, ohne umfangreiche Änderungen an der IT-Landschaft vornehmen zu müssen.

Automatisierte Prozesse, die über ERP- und CRM-Systeme laufen oder E-Mail-Kommunikation und Datenverarbeitung übernehmen, müssen jedoch in einer zentralen Umgebung orchestriert werden. Das verhindert Datensilos, verbessert die Prozesskontrolle und sorgt für eine ganzheitliche Steuerung, die Unternehmen hilft, effizienter und skalierbarer zu arbeiten.

Zunehmend setzen Unternehmen auf cloudbasierte Automatisierung, um RPA-Workflows mit skalierbarer Infrastruktur zu verbinden. Durch eine zentralisierte Automatisierungsplattform – wie SS&C Blue Prism sie bietet – können virtuelle Arbeitskräfte flexibel bereitgestellt werden, ohne dass zusätzliche Server oder lokale Systeme verwaltet werden müssen. Das bietet nicht nur eine effiziente Skalierbarkeit, sondern reduziert auch den Administrationsaufwand für IT-Teams.

Praxisbeispiele für intelligente Automatisierung und Orchestrierung

Orchestrierung bildet das Rückgrat moderner IT-Architekturen, indem sie verschiedene Komponenten – von On-Premises-Servern über Cloud-Plattformen bis hin zu containerisierten Anwendungen – miteinander verknüpft. Dabei ist eine präzise Steuerung von Prozessen erforderlich, die oft in Echtzeit angepasst werden müssen, um Effizienz und Stabilität zu gewährleisten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind intelligente Automatisierung und Orchestrierung in vielen IT-Bereichen unverzichtbar. Zu den wichtigsten Anwendungsfällen gehören:

  • Infrastructure-as-Code (IaC): Ermöglicht die effiziente Definition und Steuerung von IT-Infrastrukturen, sodass Bereitstellungen konsistent, fehlerfrei und skalierbar erfolgen – ganz ohne manuelle Eingriffe. Das optimiert nicht nur den Deployment-Prozess, sondern verbessert auch die Skalierbarkeit.
  • Sicherheitsorchestrierung: Analysiert sicherheitsrelevante Ereignisse in Echtzeit und leitet automatisierte Gegenmaßnahmen ein, um Bedrohungen frühzeitig zu entschärfen.
  • Self-Healing-IT: Nutzt fortschrittliche Systeme zur kontinuierlichen Analyse von Betriebsdaten, um Muster zu erkennen und potenzielle Probleme proaktiv zu beheben – ohne Administratoreneingriff. Das reduziert Ausfallzeiten erheblich und verbessert die Stabilität der IT-Landschaft.
  • Patch-Management: Automatisierte Patch- und Update-Strategien stellen sicher, dass IT-Systeme stets auf dem neuesten Stand sind, ohne den Betrieb zu unterbrechen. Angesichts immer kürzerer Update-Zyklen und zunehmender Sicherheitsbedrohungen ist eine kontinuierliche Aktualisierung unerlässlich.
  • Zero-Touch-Provisioning (ZTP): Integriert neue Geräte oder Systeme ohne manuelle Eingriffe in bestehende IT-Landschaften. Dadurch werden Bereitstellungszeiten erheblich verkürzt, und Sicherheitsrisiken können minimiert werden.

Erfolgskennzahlen für Prozessoptimierung

Die Implementierung von Automatisierungs- und Orchestrierungsmaßnahmen muss durch messbare Kennzahlen überwacht werden, um deren Erfolg zu bewerten. Eine der wichtigsten Metriken ist die Mean Time to Recovery (MTTR), die die durchschnittliche Zeit bis zur Wiederherstellung eines Systems nach einem Ausfall misst. Eine niedrige MTTR bedeutet, dass Probleme schneller gelöst werden und die Verfügbarkeit der IT-Systeme verbessert wird.

Die Change Failure Rate (CFR) gibt an, wie oft Änderungen an der IT-Infrastruktur zu Fehlern oder Rückrollungen führen. Eine niedrige CFR deutet auf eine hohe Stabilität und gut getestete Deployments hin. Gleichzeitig ist die Systemverfügbarkeit (Uptime) ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer IT-Strategie.

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Auch die Optimierung der Cloud-Kosten spielt eine wesentliche Rolle. Unternehmen setzen zunehmend auf datenbasierte Auswertungsmethoden, um ungenutzte oder überdimensionierte Ressourcen zu identifizieren und IT-Kosten nachhaltig zu optimieren. Schließlich ist der Automatisierungsgrad ein wichtiger Indikator für den Fortschritt einer IT-Strategie. Er zeigt, welcher Anteil der IT-Prozesse bereits automatisiert wurde und wo noch Potenzial für Optimierungen besteht.

Fazit

Intelligente Automatisierung und Orchestrierung sind keine isolierten Maßnahmen, sondern zentrale Bestandteile einer nachhaltigen IT-Strategie. Während RPA regelbasierte Prozesse effizienter gestaltet, ermöglicht Intelligente Automatisierung eine kognitive Prozesssteuerung durch AI und ML. In Kombination mit Cloud-basierten Automatisierungslösungen können Unternehmen ihre IT-Architektur skalierbar, resilient und sicher gestalten.

Besonders in Zeiten zunehmender Komplexität und wachsender Sicherheitsanforderungen ist es entscheidend, dass Unternehmen ihre IT-Prozesse kontinuierlich optimieren und auf eine zukunftssichere Infrastruktur setzen. Wer in Intelligente Automatisierung und Orchestrierung investiert, legt den Grundstein für eine leistungsfähige und kosteneffiziente IT-Landschaft und sichert sich langfristig einen technologischen Wettbewerbsvorteil.


* Der Autor Jörg Schwarze ist Value Architect EMEA, DACH & CEE bei SS&C Blue Prism.

Bildquelle: Blue Prism

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