Trotz wachsender Erfahrung mit Cloud-Plattformen stehen viele Unternehmen vor operativen Herausforderungen. Diese Hürden lassen sich vermeiden – durch eine robuste Infrastruktur, durchdachte Planung und die gezielte Berücksichtigung des Faktors Mensch.
Eine durchdachte Planung kann dabei helfen, die Hürden komplexer Cloud-Anforderungen zu bewältigen.
Vor dem Hintergrund steigender Investitionen in Public-Cloud-Dienste – mit allein in diesem Jahr prognostizierten weltweiten Endnutzerausgaben von etwa 723,4 Milliarden US-Dollar (im Jahr 2024: 595,7 Milliarden US-Dollar) – treiben Unternehmen ihre Cloud-Strategien voran, um in einer zunehmend digitalen Wirtschaft weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch der Weg in die Cloud ist mehr als nur reine Migration, denn mit ihr müssen sich Unternehmen auch auf neue Standards einlassen, die oft mit der Auslagerung traditioneller IT-Aufgaben einhergehen. Damit birgt der Wechsel von On-Premises einige Fallstricke, die sich jedoch leicht vermeiden lassen, wenn man weiß wie.
Kostenfallen vermeiden
Die Cloud macht On-Premises-Systeme überflüssig und bietet eine Reihe von Vorteilen wie automatische Software-Updates, Skalierbarkeit und reduzierter IT-Infrastruktur-Aufwand. Allerdings kann die Kostendynamik der Cloud-Infrastruktur, insbesondere für erst einsteigende Unternehmen, trügerisch sein. Anfängliche Rabatte, kostenlose Testphasen oder Sonderangebote locken Unternehmen in die Cloud, doch diese Anreize verpuffen schnell, sobald die Arbeitslast steigt.
Auch laufen Unternehmen schnell Gefahr, Cloud-Systeme wie traditionelle Infrastruktur zu behandeln und ressourcenintensive Programme rund um die Uhr laufen zu lassen. Dies kann zu unerwarteten Ausgaben führen, die die Erwartungen bei weitem übersteigen.
Daher ist die Implementierung von Tools, die die Ressourcennutzung tracken und Ausgabeverhalten prognostizieren können, von entscheidender Bedeutung. Der Einsatz von KI und Machine-Learning kann aussagekräftige Erkenntnisse liefern, indem historische Daten analysiert werden, um Trends im Konsum und saisonale Schwankungen zu erkennen. Unternehmen können mit Hilfe solcher Tools ineffiziente Nutzung identifizieren und die Ressourcenzuweisung entsprechend anpassen.
Break the broken
Bei der Migration von On-Premises-Systemen vernachlässigen Unternehmen auch oftmals die tiefergehende Auseinandersetzung mit ihren bestehenden Legacy-Systemen, was zu Inkompatibilitäts-Problemen führen kann. „Lift and shift“ nennt sich diese direkte Übernahme von Anwendungen ohne Modernisierung, die häufig die Ursache für Fehler und späteren Nachbesserungen ist.
Faktor Mensch
Das Outsourcing von Cloud-Infrastrukturen bietet Unternehmen Zugang zu mehr Know-how und Skalierbarkeit. Doch der Erfolg hängt maßgeblich von den richtigen Personen ab – sowohl intern als auch extern. Sie stellen sicher, dass Entscheidungen strategisch, nachhaltig und im Einklang mit den übergeordneten Zielen des Unternehmens getroffen werden.
Gleichzeitig kann die Cloud-Migration in den IT-Abteilungen Ängste vor einem möglichen Stellenabbau auslösen. Hier sind die Unternehmen gefordert, klar zu kommunizieren und interne Teams frühzeitig in den Prozess einzubinden. Wenn vorhandene Talente gezielt genutzt werden und Mitarbeitende bei Bedarf weiterqualifiziert werden, können Widerstände abgebaut und das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt werden.
Letztlich bleibt abzuwägen, welche Funktionen im eigenen Haus gehalten werden und bei welchen es wirtschaftlich sinnvoller ist, diese an Cloud-Service-Provider auszulagern.
Die wichtigsten Schritte zur Prozessoptimierung sind:
Präzises Planen: Eine umfassende Prüfung von bestehenden Systemen, Softwareversionen und Netzwerkkonfigurationen ist unerlässlich, um Lücken zu erkennen und Kompatibilität sicherzustellen. Dies hilft zu verstehen, welche Systeme Updates benötigen oder ersetzt werden müssen und stellt zudem sicher, dass die Migration im Einklang mit den Unternehmenszielen steht.
Infrastruktur optimieren: Machine Learning und KI für prädiktive Analysen kann helfen, Projektkosten genau zu bewerten und historische Nutzungsmuster zu analysieren. Diese Tools können ungenutzte Ressourcen identifizieren und Unternehmen in die Lage versetzten, ineffiziente Ausgaben zu minimieren.
Nutzung von Cloud-Monetarisierungs-Tools: Zentralisierte Plattformen wie Cloudblue bieten einen klaren Überblick über die Cloud-Ausgaben und erleichtern die abteilungsübergreifende Kostenzuordnung. Auch hier spielt die Automatisierung eine wichtige Rolle, insbesondere bei schwankender Nachfrage. So können Unternehmen ihre Ressourcen während Spitzenzeiten nach oben skalieren - etwa Buchhaltungsfirmen während der Steuersaison - und anschließend wieder drosseln. So wird eine optimale Nutzung der Ressourcen ohne unnötige Kosten gewährleistet.
Fokus auf ROI: Die Balance zwischen den Investitionskosten der Migration und den potenziellen langfristigen Einsparungen ist entscheidend. Dazu zählen reduzierte Kosten bei Personal, Infrastruktur-Updates und im laufenden Betrieb. Die Durchführung einer dreijährigen Kosten-Nutzen-Analyse hilft Unternehmen, Einsparpotenziale zu erkennen und Investitionen in die Cloud-Migration finanziell zu rechtfertigen.
Planung ist das A und O
Die Bedeutung der Planung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn es um das Management komplexer Cloud-Umgebungen geht. Erfolgreiches Cloud-Management erfordert eine Strategie, die von einer soliden Infrastruktur, dem richtigen Team und den richtigen Tools unterstützt wird. Unternehmen vermeiden typische Fallstricke, indem sie die Kostenkontrolle, Systemkontrolle und klare Team-Verantwortlichkeiten priorisieren.
Mit einer langfristigen Strategie verwandelt sich Komplexität in Chancen, Unsicherheit in Innovation und Investitionen in messbare Ergebnisse, mit denen Unternehmen flexibel und wettbewerbsfähig bleiben.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
* Der Autor Lincoln Lincoln ist seit November 2017 Head of Global Sales bei Cloudblue, einer technologischen Plattform für Cloud-Ökosysteme und unabhängige Tochtergesellschaft von Ingram Micro.