Ersparnisse durch FinOps und GenAI Fünf Tipps für die bessere Cloud-Kostenkontrolle

Ein Gastbeitrag von Andre Lindenberg* 3 min Lesedauer

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Die Cloud-Nutzung ist für Unternehmen aller Größen von entscheidender Bedeutung, aber die damit verbundenen Kosten können schnell außer Kontrolle geraten. FinOps, eine spezialisierte Disziplin zur Optimierung der Cloud-Ausgaben, zeigt Unternehmen, wie sie ihre Ressourcen effizient nutzen können. Durch die Integration von generativer KI (GenAI) können diese Prozesse nicht nur beschleunigt, sondern auch besser gestaltet werden.

Die Komination aus FinOps mit GenAI dient zur Kosteineinsparung für Unternehmen.(Bild:  Blue Planet Studio - stock.adobe.com)
Die Komination aus FinOps mit GenAI dient zur Kosteineinsparung für Unternehmen.
(Bild: Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Das kontinuierliche Optimieren der Kosten, die durch cloudbasierte Dienste anfallen, ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen aller Reifegrade. FinOps, eine Disziplin zur Verwaltung von Public Clouds, die sich auf die Optimierung der Ausgaben für Public Clouds konzentriert, spielt hierbei eine wachsende Rolle.

Die dazugehörigen Analysen der Ressourcennutzung, das Refactoring für Cloud-native Architekturen und das Anpassen von Deployment-Strategien sind komplexe Aufgaben. Der gezielte Einsatz von GenAI kann diese Prozesse erheblich vereinfachen und effizienter gestalten. Daher werden hier fünf Tipps vorgestellt, wie FinOps durch die Nutzung von GenAI verbessert werden können:

First Things first

Bei einer solchen FinOps-Strategie wird in zwei Schritten vorgegangen: Zunächst werden die Cloud-Daten umfassend analysiert. Dafür braucht es fundiertes Domänenwissen über Bausteine, Infrastruktur und Telemetrie-Daten. Die Informationen müssen effektiv ausgewertet werden. Hier kommt zunächst Data Science und klassische AI in Form von Machine Learning zum Einsatz. Sie helfen dabei, ineffiziente Prozesse und Nutzungsmuster zu identifizieren.

Im zweiten Schritt werden auf Basis dieser Analysen gezielte Vorschläge zur Optimierung generiert. Hier kommt GenAI ins Spiel: Durch die Erkennung von Anomalien und Peaks in den Daten können präzise Empfehlungen entwickelt werden, die zu einer effizienteren Nutzung der Cloud-Ressourcen führen.

1. Automatisierte Kostenanalyse und Berichterstattung

Ein wesentlicher Vorteil von GenAI ist die Fähigkeit, große Datenmengen schnell und präzise zu analysieren. Durch das Automatisieren von Kostenanalysen und Berichten können Muster und Anomalien in den Cloud-Ausgaben erkannt und in kurzer Zeit detaillierte Berichte erstellt werden. Diese Berichte werden in verständlichen Dashboards präsentiert, wodurch eine genaue und schnelle Entscheidungsfindung ermöglicht wird. GenAI-Modelle werden somit eingesetzt, um die Nutzungsmuster der Cloud-Ressourcen zu überwachen und Berichte zu generieren, die spezifische Empfehlungen zur Kostensenkung bieten.

2. Optimierung von Cloud-Ressourcen

Durch die Nutzung von GenAI können Cloud-Ressourcen optimiert werden, indem der bestmögliche Einsatz von Speicher- und Netzwerkkapazitäten sowie Rechenleistung ermittelt wird. Durch die kontinuierliche Analyse der Ressourcennutzung lassen sich ineffiziente Prozesse identifizieren und entsprechend anpassen. Auf diese Weise können Unternehmen nicht nur ihre aktuellen Kapazitäten besser nutzen, sondern auch sicherstellen, dass sie für zukünftige Anforderungen richtig dimensioniert sind.

3. Vorhersage und Planung von Ausgaben

Der Einsatz von GenAI ermöglicht das Erstellen von Prognosen über zukünftige Cloud-Ausgaben basierend auf historischen Daten und aktuellen Nutzungstrends. Diese Vorhersagen unterstützen die Planung und helfen, Budgetüberschreitungen zu vermeiden. Durch die Analyse von Mustern und Trends können fundierte Entscheidungen getroffen und die finanziellen Auswirkungen von Skalierungsmaßnahmen abgeschätzt werden. Indem sie potenzielle Ausgabenrisiken frühzeitig erkennen, können Unternehmen zudem besser auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren und finanzielle Stabilität gewährleisten.

4. Personalisierte Empfehlungen für Sparmaßnahmen

Integriert man GenAI korrekt in den eigenen FinOps Prozess, bietet es die Möglichkeit personalisierte Empfehlungen für Sparmaßnahmen aufzuzeigen. Diese Empfehlungen basieren auf den spezifischen Anforderungen und Nutzungsmustern eines Unternehmens. Dadurch können unnötige Ausgaben vermieden und gleichzeitig die Effizienz und Leistung der Cloud-Dienste maximiert werden. So kann ein entwickeltes GenAI-System, das auf Basis spezifischer Nutzungsmuster maßgeschneiderte Empfehlungen zur Kostensenkung gibt, wie zum Beispiel den Wechsel zu günstigeren Instanztypen oder die Implementierung von Reserved Instances, sinnvoll sein.

5. Verbessern der Zusammenarbeit und Schulung von Mitarbeitern

Die Integration von GenAI kann außerdem zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Schulung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Bereich FinOps beitragen. Durch das Bereitstellen von leicht verständlichen Erklärungen und Anleitungen können Teams besser verstehen, wie sie die Cloud-Kosten optimieren können. Zudem lassen sich Schulungsprogramme entwickeln, die auf den individuellen Lernbedürfnissen der Mitarbeiter basieren. Durch die Verbesserung des Verständnisses und der Kompetenzen der Mitarbeitenden fördert GenAI eine bessere Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens. Teams ermöglicht es, effektiv zusammenzuarbeiten.

Mit GenAI zur nachhaltigen Kostenkontrolle

Die Integration von GenAI in die FinOps-Strategie eröffnet erhebliche Potenziale zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Durch die Verbindung moderner Technologien mit durchdachtem Finanzmanagement können Unternehmen nicht nur ihre Kosten für Public-Clouds optimieren, sondern auch eine zukunftssichere IT-Landschaft schaffen. Der Einsatz von GenAI verspricht nicht nur eine präzisere Kontrolle und bessere Planbarkeit der Ausgaben, sondern treibt auch die Innovationskraft voran. Der Blick in die Zukunft ist klar: Mit GenAI und FinOps eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, die Cloud-Ausgaben effizient zu managen.

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* Der Autor Andre Lindenberg ist Fellow bei dem IT-Beratungs- und Serviceunternehmen Exxeta.

Bildquelle: Exxeta AG

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