Marktforscher sehen zahlreiche Veränderungen in der Digitalisierung für 2024. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Cloud-Risiken und darf nicht ohne Berücksichtigung in der Cloud-Security bleiben. Unternehmen sollten deshalb ihre Konzepte für die Cloud-Sicherheit prüfen und anpassen. Wir geben einen Überblick zum Jahreswechsel.
Je mehr Cloud im Einsatz ist und je bedeutender sie für die Digitalisierung wird, desto wichtiger wird auch die Rolle der Cloud-Sicherheit.
(Bild: Val Thoermer - stock.adobe.com)
KI aus der Cloud und für die Cloud
Künstliche Intelligenz (KI) ist eines der dominierenden Themen für 2024, da scheint die Cloud auf den ersten Blick kaum noch einen Platz auf der Agenda der neuen Entwicklungen zu finden, doch weit gefehlt.
Die Cloud wird nicht ohne Grund als eine Basis der Digitalisierung bezeichnet. Viele KI-basierte Lösungen werden in der Cloud betrieben, umgekehrt wird KI auch zunehmend zur Optimierung der Cloud-Nutzung und der Cloud-Administration eingesetzt. Gartner prognostiziert: „Bis 2028 wird die Einführung von KI dazu führen, dass über 50 Prozent der Cloud-Computing-Ressourcen für die KI-Arbeitslast aufgewendet werden, gegenüber weniger als zehn Prozent im Jahr 2023.“
KI und Cloud hängen eng zusammen und werden in 2024 noch weiter vereint werden. Wenn also Forrester Research sagt, dass Unternehmen in den nächsten Jahren Risiko und Nutzen abwägen müssen, wenn sie die transformativen Vorteile von KI nutzen wollen, betrifft dies ohne Zweifel auch die Cloud-Risiken. Laut Forrester müssen Unternehmen KI-Risiken wie Vertrauenswürdigkeit, sich entwickelnde Vorschriften und potenzielle Komplikationen bei geistigem Eigentum bewältigen, das gilt dann aber gleichermaßen für die Cloud.
Cloud entscheidet auch über Sicherheit der Identitäten und der Edge-Daten
Weitere Bereiche, die Forrester als wesentliche Entwicklungen in den nächsten Jahren sieht, sind dezentrale digitale Identität (DDID) und Edge Intelligence. Beides wirkt sich auf die Cloud aus und muss in der Cloud-Sicherheit berücksichtigt werden, um neue Risiken einzufangen.
So sagt Forrester zum Beispiel: Um riesige Datensätze, die durch Sensoren erzeugt werden, in Echtzeitaktionen umzuwandeln, ist intelligentere Software erforderlich, die am Rande von Unternehmens- und Verbrauchernetzwerken läuft. Das bedeutet aber gerade nicht, dass die Sicherheit der Cloud weniger wichtig würde, da mehr Analysen im Edge-Bereich stattfinden werden. Stattdessen braucht Edge-Sicherheit auch eine sichere Cloud: Zero Trust Edge (ZTE) integriert Zero-Trust-Sicherheitsprinzipien in softwaredefinierte Netzwerke, die dezentral bereitgestellt, aber zentral über die Cloud gesteuert werden.
Security by Design erfordert sichere Clouds
Marktforschende wie Forrester Research sehen auch einen steigenden Bedarf für Entwicklungsdienste aus der Cloud. Faktoren wie die Integration von Serverless in die App-Entwicklung auf Cloud-Plattformen, die Automatisierung und die Integration von Low-Code in die Cloud-Entwicklung sollen dieses Wachstum vorantreiben.
Das bedeutet aber nichts anderes, als dass die Cloud als Basis der Softwareentwicklung grundlegend wird für Security by Design. Angriffe auf Entwicklungsumgebungen sind zunehmend Cloud-Attacken. Schwachstellen in Clouds können Entwicklungsprojekte anfällig für Ausspähung und Sabotage machen.
Die Cloud wandelt sich, Cloud-Sicherheit muss dies auch tun
„Die Cloud ist im Wesentlichen unverzichtbar geworden“, sagte Sid Nag, Vice President Analyst bei Gartner. „Das bedeutet jedoch nicht, dass Cloud-Innovationen gestoppt oder sogar verlangsamt werden können. Für Cloud-Anbieter dreht sich das Blatt, da Cloud-Modelle nicht länger Geschäftsergebnisse bestimmen, sondern Geschäftsergebnisse Cloud-Modelle prägen.“
Gartner erklärt auch, welche Folgen dies für Cloud-Nutzer und Cloud-Anbieter haben wird: „Beispielsweise werden Organisationen, die generative KI-Dienste (GenAI) einsetzen, angesichts des Umfangs der erforderlichen Infrastruktur auf die öffentliche Cloud setzen“, so Gartner-Analyst Nag. „Um GenAI effektiv einzusetzen, müssen diese Organisationen jedoch von Cloud-Anbietern verlangen, dass sie sich mit nichttechnischen Fragen im Zusammenhang mit Kosten, Wirtschaftlichkeit, Souveränität, Datenschutz und Nachhaltigkeit befassen.“
Branchen-Compliance als Teil der notwendigen Cloud-Compliance
Ein weiterer wichtiger Trend, der die Cloud-Ausgaben antreibt, ist der anhaltende Aufstieg branchenspezifischer Cloud-Plattformen, so die Prognose von Gartner. Gartner erwartet, dass bis 2027 mehr als 70 Prozent der Unternehmen branchenspezifische Cloud-Plattformen nutzen werden, gegenüber weniger als 15 Prozent im Jahr 2023.
Daraus folgt aber auch, dass branchenspezifische Compliance-Vorgaben zunehmend Teil der Cloud-Compliance werden, worauf die Cloud-Sicherheit reagieren muss.
Cloud-Sicherheit, Data Center Sicherheit und KI-Sicherheit
Gartner nennt auch Trends für Data Center, die bei der Cloud Security im Fokus sein sollten: Rechenzentrumsteams werden demnach immer häufiger Cloud-Prinzipien übernehmen. Laut Gartner werden bis 2027 35 Prozent der Rechenzentrumsinfrastruktur über eine cloud-basierte Steuerungsebene verwaltet. Cloud-Sicherheit erlangt somit zusätzliche Bedeutung für die Sicherheit der Data Center, umgekehrt entscheidet auch die Data Center Security über Teile der Cloud-Sicherheit.
Stand: 08.12.2025
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Es zeigt sich also, dass die Cloud und ihre Sicherheit für immer mehr Bereiche der Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen, aber auch, dass die Sicherheit der Cloud immer stärker davon abhängt, dass andere Digitaltechnologien wie KI sicher sind. 2024 wird ohne Zweifel spannend für die Cloud-Sicherheit.
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