LOSTnFOUND entwickelt GPS-Uhr zur Ortung vermisster Personen

Digitaler Begleiter für an Demenz erkrankte Menschen

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die GPS-Armbanduhr hilft, in Notfallsituationen die Aufenthaltsorte von Demenzkranken präzise zu bestimmen, ohne die Privatsphäre zu verletzen.
Die GPS-Armbanduhr hilft, in Notfallsituationen die Aufenthaltsorte von Demenzkranken präzise zu bestimmen, ohne die Privatsphäre zu verletzen. (Bild: LOSTnFOUND)

Immer mehr Menschen leiden unter Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen und verlieren damit ihr Gedächtnis und ihren Orientierungssinn. Viele Demenzkranke verirren sich schon auf kurzen Spaziergängen und werden oft erst nach stundenlanger Suche gefunden. Mit einer eigens entwickelten Armbanduhr mit GPS-Ortungsfunktion können vermisste Patienten schneller aufgespürt werden.

An Demenz erkrankte Menschen sollen so lange wie möglich nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und auch ihre Eigenständigkeit bewahren. Allerdings haben diese Patienten oft die Tendenz wegzulaufen und sind dann – auch bei intensivster Betreuung – in Sekundenschnelle verschwunden und unauffindbar. Ein großes Problem für Mitarbeiter von Heimen oder Krankenhäusern sowie Angehörige, die die dementen Personen kaum ständig beaufsichtigen können. Die „Überwachung“ mit derzeit verfügbaren Ortungsgeräten ist aber hinsichtlich der Privatsphäre der Patienten bedenklich. Darüber hinaus eignen sich diese Geräte aufgrund oft sehr schwacher Batterieleistung nur bedingt für die Ortung. Zudem ist auch die Ortung innerhalb von Gebäuden schwierig bis unmöglich.

Selbstbestimmt und doch behütet

Die von dem Schweizer Spezialisten für Telematik-Lösungen LOSTnFOUND AG entwickelte System „guard2me“ aus GPS-Uhr und Website bzw. Smartphone-App, ermöglicht es Pflegekräften und Angehörigen den Aufenthaltsort einer Person selbst dort genau zu bestimmen, wo nur schwache oder keine GPS-Signale empfangen werden, beispielsweise in Krankenhäusern, betreuten Wohnanlagen, Parkhäusern und Einkaufszentren. Dank der integrierten SIM-Karte ist der digitale Begleiter in 145 Ländern einsetzbar.

Zu ihren Leistungsmerkmalen gehören ein SOS-Button, mit dem die sofortige Übermittlung von Positionsdaten ausgelöst wird, ein Sturzmelder, programmierbare Geo-Zonen, d.h. definierte virtuelle Aktionsradien, bei deren Verlassen ein Alarm ausgelöst wird, sowie die umfangreiche, benutzerfreundliche „guard2me“-Web-Plattform und Smartphone-App (iOS) zur Verwaltung mehrerer Geräte. Die guard2me-Uhr basiert insbesondere auf der Google Maps API in Kombination mit der Google Maps Geolocation API, womit eine präzise Ortung des Patienten möglich ist.

Limitiertes Angebot für Beta-Tester

Der digitale Begleiter wird für 298 Euro (zzgl. MwSt.) sowie eine Servicegebühr von 25 Euro pro Monat erhältlich sein. Nachdem die ersten Feldtests abgeschlossen sind und das Unternehmen im April dieses Jahres die CE und FCC Zertifizierung erhalten hat, startet LOSTnFOUND nun mit einem limitierten Testangebot. Auf der Webseite guard2me.com können sich interessierte Benutzer ab sofort für die Testphase registrieren. Dabei profitieren diese von einem Rabatt von 20 Prozent auf die Hardware und die Servicegebühr der ersten zwölf Monate.

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