Noch vor kurzer Zeit galt die Private Cloud als State-of-the-Art in Unternehmen. Mittlerweile haben diese jedoch ihre Fühler ausgestreckt und der Hybrid Cloud zum Siegeszug verholfen. Das belegen aktuelle Zahlen von IDG Connect. Befragte wurden 625 IT-Entscheider in mittelständischen und großen europäischen Unternehmen zu ihrer aktuellen IT-Umgebung sowie ihren mittel- bis langfristigen Infrastrukturplänen.
Die Zahlen sind sogar so überzeugend, dass die Marktforscher nicht mehr von einer „Hybrid Cloud“ sondern von einer „Hybrid IT“ beziehungsweise „Hybrid Infrastructure“ spricht – wiewohl zwischen beiden ein kleiner, aber feiner Unterschied existiert: Eine Hybride IT setzt nicht zwingend eine Private Cloud voraus.
Die im März vorgelegten Zahlen belegen, dass die Hybrid IT sowohl heute als auch in der mittel- bis langfristigen Zukunft die bevorzugte Strategie darstellen. 45 Prozent der europäischen Unternehmen nutzen bereits hybride IT-Lösungen, die Daten aus verschiedenen Quellen wie On-Premise-Rechenzentren sowie ausgelagerten Public und Private Clouds verarbeiten. In Deutschland sind es 58 Prozent. So setzen deutsche Firmen heute bereits hybride Konzepte intensiver ein als der europäische Durchschnitt. Auch im kommenden Jahr werden Unternehmen hierzulande diesen Vorsprung noch deutlich ausbauen. 98 Prozent (!) der deutschen Unternehmen schätzen, dass sie 2016 hybride IT-Lösungen nutzen werden, im europäischen Durchschnitt sind es 80 Prozent.
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Aus dem Inhalt:
Hybride Clouds: Das Beste aus zwei Welten
Einheitliche Management für hybride Cloud-Lösungen
Zum Autor: Oliver Schonschek, Dipl.-Phys., ist IT-Fachjournalist und IT-Analyst. Sein Fokus liegt auf IT-Sicherheit und Datenschutz in allen Bereichen der IT wie Cloud Computing, Mobile Enterprise, Big Data und Social Enterprise.
Akzeptanz von Private und Public Clouds
Die Hälfte der europäischen und 58 Prozent der deutschen Unternehmen verwenden Private-Cloud-Umgebungen. Public Cloud-Services haben sich europaweit bei den Befragten mit 38 Prozent, in Deutschland mit 55 Prozent durchgesetzt. 51 Prozent der Studienteilnehmer in Europa erwarten, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr Workloads in die Public Cloud verschieben. Dennoch bleiben eigene Rechenzentren für 44 Prozent weiterhin eine sehr wichtige Komponente bei geschäftskritischen, sensiblen Daten, unabhängig davon, ob diese intern oder von einem Service-Provider verwaltet werden.
Treiber für die Datenmigration in die Cloud
Die Studie zeigt auch, dass eine hohe Konnektivität zwischen den verschiedenen Quellen ein Treiber für die weitere Migration der Daten in die Cloud ist. Die wichtigsten Hürden für die Cloud-Nutzung bilden Zweifel bei Sicherheit (53 Prozent) und Netzwerk-Performance (47 Prozent). In Deutschland besitzt die Hälfte der Befragten Sicherheitsbedenken gegenüber dem Cloud-Modell, 42 Prozent halten die Umsetzung von Datenschutz- und Corporate Governance-Regeln in der Cloud für schwierig. An dritter Stelle nannten die Unternehmen die Netzwerkleistung als Barriere für den Cloud-Einstieg (32 Prozent).
Gäbe es keine Netzwerkprobleme, würden 89 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland Workloads in die Cloud verlagern, im europäischen Durchschnitt wären dies nur 77 Prozent. In diesem Fall würden sich die Workloads in der Cloud von heute 25 auf 42 Prozent erhöhen. Bereits jetzt möchten 41 Prozent der Studienteilnehmer das Internet für Unternehmenslösungen umgehen und sich über eine WAN-Verbindung oder Direktverbindungslösung (Direct Connect) mit der Cloud vernetzen. In Deutschland liegt hier die Rate mit 36 Prozent etwas niedriger.
Wie rasant der Siegeszug der Hybrid Infrastructure verläuft, lässt sich anhand von Zahlen für das vergangene Jahr von IDC ablesen. Auch das Analystenhaus fand heraus, dass deutsche Unternehmen in den kommenden 24 Monaten die Verknüpfung ihrer bestehenden IT-Umgebung mit Cloud Services planen.
Vielfältige Herausforderungen
Ziel der im August 2014 durchgeführten Befragung unter 200 IT-Entscheidern aus Unternehmen in Deutschland mit mindestens 100 Mitarbeitern war es, die aktuellen Trends und Pläne hinsichtlich Aufbau und Nutzung von hybriden Cloud-Umgebungen zu ermitteln. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Motive und die Lösung der vielfältigen Herausforderungen beim Aufbau von hybriden Cloud-Umgebungen. IDC versteht unter Hybrid Clouds die Verknüpfung der unternehmenseigenen, herkömmlichen IT-Umgebung mit Private, Hosted oder Public Cloud Services.
Nach Angaben der IT-Entscheider nutzte oder implementierte im vergangenen Jahr fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Unternehmen Cloud Services, weitere 36 Prozent befanden sich in der Planungsphase. Und klar: Private Cloud-Umgebungen waren 2014 mit 66 Prozent noch die mit Abstand bevorzugte Cloud-Variante. Aber auch schon da braute sich hybrides zusammen:, 35 Prozent nutzen 2014 bereits eine Hosted Private Cloud oder bezogen Lösungen aus der Public Cloud (24 Prozent). Aber erst 15 Prozent der befragten IT-Entscheider gaben zu Protokoll, eine oder mehrere dieser Cloud-Services auch mit ihrer herkömmlichen IT-Umgebung zu einer Hybrid Cloud verknüpft zu haben.
Stand: 08.12.2025
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Bedarf nach hybriden Cloud-Umgebungen steigt
IDC sagte bereits im vergangenen Jahr voraus, dass der Bedarf nach hybriden Cloud-Umgebungen zunehmend steigen wird, denn die befragten Organisationen planen die verstärkte Nutzung von Hosted Clouds (39 Prozent) und Public Clouds (32 Prozent). Diese Cloud Services sollten mit der herkömmlichen IT-Landschaft integriert werden, ganz wie nun von der Studie von IDG Connect bestätigt. Die IDC-Befragung vom vergangenen Jahr sagte zudem richtig voraus, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) der IT-Entscheider – und hier vor allem aus mittelständischen Unternehmen - in den kommenden 12 bis 24 Monate den Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen plant.