Ein echter digitaler Vorreiter unter Deutschlands Vorzeigeunternehmen ist die traditionsreiche BMW Group. Flexibilität, Geschwindigkeit und ausreichende Ressourcen sind entscheidende Faktoren für eine wettbewerbsfähige Unternehmens-IT im Zeitalter einer immer vernetzteren und digitaleren Mobilität.
Durch die Nutzung fertiger Plattformservices kann BMW die Komplexität aus den geplanten Cloud-Projekten herausnehmen und die Herausforderungen für Mitarbeitende reduzieren.
Eine aktuelle Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergab, dass ganze 83 Prozent ihre Digitalisierung mithilfe einer dedizierten Strategie vorantreiben. Das ist ein großer Sprung im Vergleich zu 2020, wo noch 26 Prozent der Unternehmen gar keine Digitalstrategie besaßen. Es scheint, der Groschen ist endlich gefallen: Egal wie die Zukunft aussieht, sie ist in jedem Fall digital.
Die Digitalstrategie von BMW sieht vor, zu hundert Prozent auf Public Clouds zu setzen. Mit weltweit über 120.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 99 Milliarden Euro (Stand 2020), sorgt die Skala des Digitalisierungsvorhabens für besondere Herausforderungen.
Um dieses ambitionierte Vorhaben bis 2025 umzusetzen, holt sich BMW Unterstützung bei kompetenten Cloud-Partnern. Warum Skaylink den Zuschlag für das Projekt erhalten hat, wie das Projekt im Detail aussieht und welche Bedeutung es für BMWs digitale Transformation hat, schildert der folgende Beitrag.
Der Pitch-Prozess
Im Februar 2021 trafen bei Skaylinks designiertem Projektteam die ersten Ausschreibungsunterlagen von BMW ein. Technisch verantwortlich für das Projekt sind Silvio Kleesattel, seines Zeichens Technology und Innovation Lead, sowie Cloud Architect Helmut Weiß und IT Service Manager Daniel Wider im Support. Als Key Account Manager fungiert Henning Breyer, der sich als Lead Automotive & Industry Enterprise Sales bestens mit den Anforderungen der Automobilbranche auskennt. Unterstützt werden die vier durch ein Team aus Technikern, die sich um die konkrete Umsetzung des Projekts kümmern.
Um den Umfang des Projektes abzustecken, hatte BMW für jeden betroffenen Unternehmensbereich Referenzbeispiele aufgearbeitet, deren Aufwand eingeschätzt werden sollte. Die Einstufung nahm das Team mithilfe sogenannter „T-Shirt-Sizes“ für die Umsetzung der Migrationsprojekte je Hyperscaler vor. Im agilen Projektmanagement hilft T-Shirt-Sizing zum einen, Kapazitäten leichter zu planen. Zum anderen erlaubt es Teams, im Gegensatz zu starren, numerischen Schätzungstechniken Arbeitsaufwände in mehr als nur einer Dimension (z. B. Zeit) zu denken. Zusätzlich sollte im Pitch nach Abgabe des initialen Angebots eine Aufgabe samt Lösungsansatz vorgestellt werden.
Insgesamt konnte sich das Skaylink-Team zusammen mit vier weiteren Anbietern im Wettbewerb mit weit über einem Dutzend Teilnehmern erfolgreich durchsetzen. Spezifisch hat das Skaylink-Team die Bereiche Cloud Migrations & Enabling sowie Cloud Consulting & Training der Ausschreibung gewonnen, und das sowohl für AWS als auch Azure. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte Mitte Juni 2021, sodass das Projekt am ersten Juli starten konnte. Es soll bis mindestens ins Jahr 2026 andauern.
Die Hintergründe des Projekts
BMW hat sich selbst ambitionierte Ziele gesteckt: Bis 2025 wollen die Münchner ihre IT zu 100 Prozent per Public Cloud betreiben. Es gilt eine große vierstellige Zahl an Applikationen zu migrieren und Mitarbeitende für die Cloud-Zukunft fit zu machen. Herzstück dieses Transformationsprozesses ist das vorliegende Projekt.
Es soll vor allem helfen, die Komplexität für die Mitarbeitenden zu reduzieren, indem z. B. fertige Plattformservices gesetzt wird. Von der Transformation bleibt kein Unternehmensbereich unberührt, von den Fließbändern in den Werken bis hin zur hauseigenen BMW Bank. Dabei reicht die Komplexität von internen Systemen, die sich relativ einfach migrieren lassen, bis hin zu Systemen in hoch regulierten Umgebungen, für die besondere Anforderungen gelten.
Von seiner Cloud-Strategie verspricht sich BMW unter anderem eine erleichterte Skalierbarkeit seiner IT-Landschaft, die bereits jetzt rasant wächst. So schnell, dass lokale, unternehmenseigene Rechenzentren den Bedarf über kurz oder lang nicht decken könnten. Dank der Cloud sind Ressourcen bedarfsgerecht und hochverfügbar, d. h. praktisch ausfallsicher, abrufbar und das global. So lassen sich beispielsweise an Standorten, an denen eine eigene Infrastruktur ohnehin nicht lohnenswert wäre, rasch Angebote aufbauen.
BMW setzt in Sachen Cloud klar auf die großen Hyperscaler Azure und AWS. Hier kommt ein weiterer Grund für die Public-Cloud-First-Strategie zum Tragen: Innovationsfähigkeit. Die R&D-Investitionen der Hyperscaler sind für ein einzelnes Unternehmen, dessen Kerngeschäft nicht im Betrieb von IT-Infrastruktur liegt, weder rentabel noch realistisch. Dank Azure und AWS, die in Sachen Cloud Maßstäbe setzen, kann BMW jederzeit von den neuesten Services und Updates der Plattformen profitieren. Nicht zuletzt entlasten die Managed Services BMWs IT-Teams, die beispielsweise Datenbanken nicht mehr händisch managen und updaten müssen.
Stand: 08.12.2025
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Um das Projekt erfolgreich umzusetzen, hat BMW bei der Auswahl seiner Partner großes Augenmerk darauf gelegt, nur Providern mit den nötigen (personellen) Ressourcen und Cloud-Kompetenzen den Zuschlag zu erteilen. Hier geht Skaylinks Strategie voll auf, sich mit anderen gleichgesinnten Unternehmen zusammenzutun und einen modernen Champion unter den europäischen Cloud-Service-Providern zu schaffen. Dank Skaylinks gebündeltem und umfangreichem Know-how sowohl in Azure als auch AWS erhält BMW Beratung und Umsetzung aus einer Hand und das zu einem attraktiveren Preis, als bei separaten Angeboten einzelner Anbieter.
Die Projektinhalte
Das Projekt gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche. Im Bereich „Cloud Migration & Enabling“ geht es darum, im Dialog mit BMWs Teams die notwendigen Schritte für die jeweiligen zu migrierenden Applikationen zu definieren. Im Projektteil „Cloud Consulting & Training“ dreht sich alles darum, die Mitarbeitenden von BMW für die Cloud fit zu machen.
Im Rahmen von sogenannten „Cloud Architecture Hours“, haben die Teams bei BMW die Gelegenheit an zwei Tagen in der Woche 90-minütige Termine zu buchen, in denen die Bedarfe für die betreffenden Applikationen aufgenommen werden. Diese werden mithilfe von T-Shirt-Sizes in ihrem Umfang abgeschätzt und dokumentiert. Auf dieser Grundlage werden Arbeitspakete für die beteiligten externen Provider definiert, die in enger Abstimmung mit den zuständigen Product Ownern vom BMW umgesetzt werden.
Diese Arbeitspakete reichen von der Migration von Legacy-Applikationen nach der 6-Rs-Regel der Cloud-Migration (von Rehost bis Retire) bis hin zur Umsetzung moderner Software-Architekturkonzepte, wie etwa Containerisierung . Zum Teil geht es jedoch auch um konkrete Softwareentwicklung bis hin zum Prototyping und dem Aufbau von Showcase-Umgebungen. Die größte Herausforderung bei der Migration ist die Übersetzung unternehmensspezifischer Richtlinien und Regelwerke in technische Lösung.
Cloud Consulting & Training
In diesem Teil des Projekts liegt der Fokus darauf, die Belegschaft an die Cloud-Nutzung heranzuführen und zu gewöhnen, um für mehr Akzeptanz zu sorgen. Hierfür entwickelt das Team von Skaylink Trainings fürs Selbststudium auf Hypervisor-Ebene, also der softwarebasierten Abstraktionsebene oberhalb der zugrundliegenden Infrastruktur.
Zusätzlich führen die Techniker auch praktische Trainings mit BMW-Teams, z. B. in Form von Coding-Dojos durch. Die Cloud-Erfahrungen der Mitarbeitenden bei BMW gehen teils weit auseinander: Von keinerlei bisherigen Berührungspunkten bis hin zu ersten Workloads und Anwendungen in der Cloud. Entsprechend angepasst ist das Niveau der jeweiligen Kurse.
Bisher umgesetzte Projekte bei BMW
BMW Bank: BMWs hauseigene Bank, die vor allem für die Finanzierung von Fahrzeugkäufen verantwortlich ist, stand vor der Aufgabe eine Anwendung zu migrieren, die Kernaufgaben wie die Berechnung von Kreditraten übernimmt. Besonders herausfordernd waren die zahlreichen Einzelapplikationen, auf denen das System basiert sowie das strenge regulatorische Umfeld im Bankensektor. Dieses Teilprojekt konnte durch die Teams von Skaylink und BMW bereits erfolgreich umgesetzt werden.
Migration von SERA: BMW, in der Automobilbranche für sein besonderes Augenmerk auf die Ergonomie seiner Arbeitsplätze bekannt, nutzt für die dafür notwendige Auswertung die selbstentwickelte Anwendung „SERA“. Auch diese Anwendung konnte bereits modernisiert und nach Azure migriert werden.
Silvio Kleesattel, Technology und Innovation Lead bei Skaylink, zeigt sich beeindruckt von BMWs Ansatz: „Mit seiner Digitalstrategie ist BMW vielen anderen Unternehmen einen Schritt in ihrer Cloud Journey voraus. Durch die geschaffenen einheitlichen Standards, Strukturen und Prozesse, ist der Einstieg für Mitarbeitende, sowohl auf Nutzer- als auch auf Entwicklerseite besonders leicht.“
Für Skaylink stellt die Kollaboration von daher ein echtes Paradeprojekt dar, wie Daniel Wider, IT Service Manager bei Skaylink betont: „Bei BMW kann Skaylink sein volles Potenzial ausschöpfen, da es eine große Variation an Projekten und ihrer Komplexität gibt. Dank unserer Zusammenschlüsse mit führenden Cloud-Playern profitieren wir und der Kunde von unserer gebündelten Kompetenz.“ Schon jetzt ist absehbar: Bei diesem noch bis 2026 laufenden Projekt wird es nicht bleiben. Immer wieder ergeben sich aus der fruchtbaren Zusammenarbeit Ideen für Folgeprojekte, von denen sich einige schon in der Umsetzung befinden.