IT-Awards 2021 Die beliebtesten Anbieter von Enterprise SaaS 2021

Von Martin Hensel

Der Einsatz von Software-as-a-Service (SaaS) ist mittlerweile zum Alltag geworden. Klassische Enterprise-Lösungen konzentrierten sich aber weiter auf den direkten Einsatz in Unternehmen. Durch die zunehmende Verschmelzung der beiden Ansätze greifen nun auch immer mehr Enterprise-Kunden auf Vorteile des SaaS-Konzeptes zurück.

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Unternehmen geben SaaS-Angeboten gegenüber klassischer Enterprise-Software aufgrund wirtschaftlicher Vorteile und zunehmender Leistungsfähigkeit immer mehr den Vorzug.
Unternehmen geben SaaS-Angeboten gegenüber klassischer Enterprise-Software aufgrund wirtschaftlicher Vorteile und zunehmender Leistungsfähigkeit immer mehr den Vorzug.
(Bild: gemeinfrei © Arek Socha / Pixabay )

Der wesentliche Unterschied zwischen SaaS-Angeboten und Enterprise-Lösungen lässt sich knapp zusammenfassen: Bei SaaS-Lösungen mieten die Kunden die benötigte Software. Sie wird in der Cloud gehostet, der Zugriff erfolgt also häufig orts- und geräteunabhängig per Internetbrowser oder App. Meist legen die SaaS-Anbieter mehrere Kunden in einer Datenbank zusammen („Multi-Tenant“), wobei die Daten aber strikt voneinander getrennt sind. Dies erleichtert den Providern unter anderem Wartung, Betrieb und Sicherheit. Kundenspezifische Anpassungen sind aber oft nur eingeschränkt möglich, dafür sind die Kosten vergleichsweise niedrig und gut planbar.

Die Enterprise-Software wird dagegen komplett erworben und die Lösung auf den unternehmenseigenen Servern in Eigenregie in Betrieb genommen. Dies kann sehr kostenintensiv und aufwendig sein, zudem ist entsprechendes Fachpersonal vonnöten. Dafür ermöglicht Enterprise-Software aber in der Regel umfangreiche Anpassungen an die individuellen Anforderungen und hält die Kontrolle über Daten und Systeme stets innerhalb des eigenen Unternehmens.

Das Beste beider Welten

Beide Ansätze bieten eigene Vor- und Nachteile. Im Falle von SaaS stechen vor allem die deutlich geringeren und planbareren Kosten im Vergleich mit aufwendigen Enterprise-Software-Implementierungen hervor – dabei kann es sich je nach Unternehmens- und Lösungsgröße um signifikante Summen handeln. Abgerechnet wird auf Abonnement- oder Verbrauchsbasis. Letzteres berücksichtigt dabei nur Ressourcen, die auch tatsächlich genutzt wurden. Dazu zählen etwa Speicherplatz oder Rechenleistung. Um Wartung, Sicherheit und Updates kümmert sich der SaaS-Provider, was ebenfalls zu niedrigen Gesamtkosten und reduziertem Betriebsaufwand beiträgt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Installationsaufwand. Während Enterprise-SaaS-Angebote im Prinzip mit der Buchung bereitstehen, benötigt die Implementierung von Enterprise-Software im eigenen Unternehmen beträchtlichen Aufwand und Zeit. Dennoch sind auch SaaS-Angebote in dieser Größenordnung nicht sofort einsatzfähig, sondern erfordern in der Regel individuelle Anpassung, Datenkonvertierung und Testläufe, ehe der tatsächliche Produktiveinsatz in greifbare Nähe rückt. Mandantenfähige Architekturen und der Einsatz nicht relationaler Datenbanken ermöglichen dann die Zusammenarbeit der Nutzer in Echtzeit. Die notwendige Ausbildung der Anwender findet meist über Online- oder On-demand-Schulungen statt.

Die Leser von CloudComputing-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei Gewinner der Kategorie „Enterprise SaaS“ 2021:

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Zukunftsträchtiger Markt

Angesichts der wirtschaftlichen Vorteile und der zunehmenden Leistungsfähigkeit der SaaS-Angebote verwundert es kaum, dass ihnen immer mehr Unternehmen gegenüber klassischer Enterprise-Software den Vorzug geben. Zudem hat die COVID-19-Pandemie mit dem erhöhten Bedarf an ortsunabhängig nutzbaren Lösungen das Wachstum im SaaS-Bereich zusätzlich angekurbelt. Die Marktforscher von IDC gehen im aktuellen Jahr von einem weltweiten Marktvolumen in Höhe von rund 146 Milliarden US-Dollar aus. Bis zum Jahr 2025 wird ein weiteres Wachstum von 87 Prozent erwartet.

In der „LeanIX SaaS Management Survey 2021“ wird der aktuelle Stand noch etwas genauer beleuchtet. Demnach gaben knapp 70 Prozent der Befragten an, dass der Anteil an SaaS-Lösungen in ihrem Unternehmen stark gestiegen ist. In etwa einem Fünftel der europäischen Unternehmen macht SaaS bereits mehr als die Hälfte aller Anwendungen aus. 35 Prozent gaben an, dass mehr als ein Viertel ihrer Applikationen auf SaaS basiert.

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