IDC plant Studie zu Hybrid-Cloud-Umgebungen in Deutschland 2015/16

Der CIO – Architekt und Baumeister zugleich

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die Transformation der Unternehmens-IT führt zwangsläufig zur Cloud; hybride Umgebungen sind die Konsequenz.
Die Transformation der Unternehmens-IT führt zwangsläufig zur Cloud; hybride Umgebungen sind die Konsequenz. (Bild: BillionPhotos, Fotolia)

Die Digitalisierung hält unaufhaltsam Einzug in die Unternehmen. Die Basis für Innovation und Wachstum sind Mobile Computing, Cloud-Dienste, soziale Netze sowie Big Data und Analytics. Heute sehen wir, dass sich Modelle und Prozesse so massiv ändern, dass dem Begriff Digitalisierung das Attribut „bahnbrechend“ zukommt.

Betriebsabläufe müssen mobil und effizienter erledigt werden, beispielsweise durch die Automatisierung von Prozessen. Die Customer Experience soll verbessert und komplett neue Geschäftsmodelle geschaffen werden. Das Rechenzentrum sowie die Verknüpfung mit externen Cloud Services zu hybriden Umgebungen ist dabei ein entscheidender Grundstein für diesen Transformationsprozess.

IT-Transformation – und dann die Cloud

Organisationen halten ihre Daten und Applikationen bislang bevorzugt im eigenen Rechenzentrum vor. Die Gründe hierfür sind vor allem der Schutz von Investitionen, aber auch Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Compliance sowie Sicherheitsrichtlinien führen oft zu der Entscheidung für die Private Cloud. Ganz grundsätzlich beobachtet das Marktforschungsunternehmen IDC aber auf allen Ebenen noch deutliches Potenzial und Handlungsbedarf.

Die Hybrid Cloud ist zum Normalfall geworden

Hybride IT-Infrastrukturen

Die Hybrid Cloud ist zum Normalfall geworden

17.06.15 - „Hybride Infrastrukturen“ legen gerade einen rasanten Siegeszug hin, wie Zahlen aus diesem und dem vergangenen Jahr belegen. lesen

So gaben 61 Prozent der im vergangenen Jahr im Rahmen einer IDC-Studie befragten IT-Entscheider in Deutschland an, ihren Virtualisierungsgrad in den kommenden Monaten deutlich erhöhen zu wollen. Software-Defined Storage (SDS) und Software-defined Networking (SDN) ebenso wie die Nutzung konvergenter Systeme sind demnach die nächsten logischen Schritte. Allerdings benötigen die Anwenderunternehmen bei Planung und Umsetzung und bei der Auswahl der passenden Anbieter Unterstützung.

Matthias Kraus, Research Analyst bei der IDC Central Europe GmbH.
Matthias Kraus, Research Analyst bei der IDC Central Europe GmbH. (Bild: Sarah Kastner/IDC)

„Die meisten IT-Abteilungen sind schlicht überfordert mit der konsequenten Umsetzung von IT-Innovationen“, sagt IDC-Analyst und Projektleiter Matthias Kraus. Das Business, also die Fachabteilungen, wiederum will seine Anforderungen schnell umgesetzt sehen. Die Konsequenz ist dann oftmals die Entstehung einer intransparenten Schatten-IT mit unkalkulierbaren Sicherheits- und Compliance-Risiken und neuen Daten-Silos. „Um genau dies zu vermeiden und die Geschäftsprozesse besser zu unterstützen, müssen IT-Verantwortliche jetzt reagieren und ihre Sourcing-Strategie grundlegend überdenken beziehungsweise neu ausrichten“, empfiehlt Kraus.

Cloud ist Realität, hybride Umgebungen die Konsequenz

Angesichts der neuen Anforderungen, einer gereiften Sicherheitsdiskussion und neuer Rechenzentren „Made in Germany“ planen viele Organisationen die verstärkte Nutzung externer Cloud-Services. So lässt sich also zunehmend ein Mix aus verschiedenen IT-Sourcing-Modellen vorfinden. Um Compliance-Vorgaben einzuhalten, Budgets sinnvoll zu planen und vor allem um dem Ruf der Fachabteilungen nach mehr Agilität nachzukommen, planen mehr als 50 Prozent der Befragten aus bereits erwähnter Studie den Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen bis Ende kommenden Jahres. Anbieter, die dieses immense Potenzial erfolgreich nutzen wollen, müssten sich jetzt also im Hybrid Cloud-Umfeld positionieren.

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