Viele Unternehmen tun sich schwer mit dem Umzug in die Cloud, weil sie ihre unternehmenskritische Geschäftslogik nicht „cloudifizieren“ können. CloudHedge hat mit der OmniDeq-Plattform eine Lösung entwickelt, die Altlasten-Anwendungen automatisch „cloudifizieren“ kann. Ridge Cloud setzt einige Ebenen im Infrastruktur-Stack tiefer an. Beide dieser Ansätze sind unterschiedlich wie Tag und Nacht – und beide führen auf geradem Wege in die Cloud.
Cloud-Migration ist nicht ohne: Die Herausforderungen reichen von der Modernisierung von Altlasten-Workloads hin zum Aufbau Cloud-nativer Anwendungsarchitekturen.
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)
Die Entstehung Cloud-nativer Infrastrukturen revolutioniert die Art und Weise, wie Anwendungen erstellt, bereitgestellt, verwaltet und finanziert werden. Cloud-Migrationen könnten bis zum Jahre 2030 einen EBITDA-Wert von 3 Billionen US-Dollar für Unternehmen auf der Forbes Global 2000 Liste schaffen, schätzen die Analysten von McKinsey & Company. Nahezu dieser gesamte Wert entsteht durch geschäftliche Innovation und Prozessoptimierung und nicht durch die Senkung der IT-Kosten, urteilen die Analysten. Die geschäftliche Dringlichkeit der Cloud-Nutzung ist stark branchenabhängig.
Doch die Cloud ist für etablierte Marktakteure sicherlich kein Katzensprung. Die Migration ist vielmehr eine aufregende Reise von monolithischen Altlasten hin zu Cloud-nativen Anwendungsarchitekturen – denn nur jene können die Vorteile des Paradigmenwechsels voll ausschöpfen.
Die Kunst der „Cloudifizierung“ meistern
Cloud-native, selbstheilende Anwendungsarchitekturen schaffen Skalierbarkeit, Flexibilität und ein großes Potenzial für eine bedarfsgerechte Kalibrierung der Betriebskosten. Im Gegensatz dazu versagen monolithische Altlasten in der Cloud kläglich.
Cloud-native Infrastrukturen sind aus der Perspektive von Gartner-Analysten eher eine Pyramide als eine runde Sache: Die Architektur und Implementierung treffen hier auf betriebliche Realitäten im Kontext eines organisationsübergreifenden Ökosystems.
(Bild: Gartner)
Die „Cloudifizierung“ von Altlasten-Anwendungen stellt für die betroffenen Organisationen in vielen Fällen eine enorme Herausforderung dar, so sehr, dass sie gelegentlich die verfügbaren Ressourcen sprengen kann. In den Augen der Gartner-Analysten tragen dazu der technische Schuldenberg, die hohe Komplexität der Modernisierung von Workloads zu Cloud-nativen Anwendungen sowie die Governance-Problematik in schnelllebigen Cloud-Umgebungen bei.
Die Modernisierung von Altlasten-Workloads hin zu Cloud-nativen Anwendungsarchitekturen erfordert spezialisierte Expertise auf mehreren Ebenen des Stacks. Seit Ausbruch der Pandemie sind die benötigten Kompetenzen – noch stärker als je zuvor – Mangelware. Besonders stark trifft es den Mittelstand. CloudHedge, ein Pionier in der Branche der kontinuierlichen Anwendungsmodernisierung, will mit seiner Plattform OmniDeq den Unternehmen zu einer automatisierten „Turbo-Containerisierung“ verhelfen.
KI-getriebene Anwendungsmodernisierung mit CloudHedge OmniDeq
CloudHedge OmniDeq beschleunigt die Modernisierung von Anwendungen und die Migration zu Cloud-nativen Architekturen durch maschinelles Lernen und KI-getriebene Erkenntnisse. Der innovative Ansatz bescherte dem Anbieter im Januar 2023 die Ernennung zum Cool Vendor in Cloud Native Computing durch das Forschungsinstitut Gartner.
Die Anwendungsmodernisierung, die „Cloudifizierung“ von Anwendungen, haben für mehr als acht von zehn befragten Organisationen eine hohe Priorität, fand Gartner in einer Umfrage im Jahre 2020 heraus.
(Bild: Gartner)
Im Gegensatz zu anderen Werkzeugen auf dem Markt hat sich CloudHedge die plattformunabhängige Containerisierung von Anwendungen vorgenommen. Die Plattform trumpft unter anderem mit Audits von Altlasten, integrierter Service-Discovery und automatisierten Workflows für eine Migration in die öffentlichen Clouds oder von einer Cloud in eine andere.
CloudHedge unterstützt die Mehrheit der beliebtesten Kubernetes-Management-Plattformen, von AWS EKS über Microsoft AKS bis hin zu Google GKE über Red Hat OpenShift, Suse Rancher bis hin zu VMware Tanzu (Broadcom). Die Lösung von CloudHedge muss sich gegenüber den nativen Werkzeugen dieser Anbieter von Kubernetes-Distributionen bewähren. So bietet beispielsweise Red Hat mit dem Migration Toolkit for Virtualization eine eigene Migrationsplattform genauso wie VMware mit dem Application Transformer for Tanzu. CloudHedge ist diesen Lösungen aber mit einer höheren Flexibilität überlegen. Kunden mit Multi-Cloud-Strategien können nämlich die Plattform von CloudHedge auch für die Cloud-to-Cloud-Migration zwischen den verschiedenen Betriebsumgebungen nutzen.
Zu den Highlights von CloudHedge zählt die automatisierte Containerisierung von Altlasten mit OmniDeq. Der Anwendungs-Audit- und Service-Entdeckungsprozess zeichnet Abhängigkeiten der Anwendung auf und hilft Kunden bei der automatisierten Umstellung von VMs auf Container. Mit R6Ai bietet CloudHedge eine KI-getriebene Empfehlungsengine, die mit hilfreichen Migrationstipps auftrumpfen kann. R6Ai führt Audits der betreffenden Anwendung im Quellumfeld durch und so kann sie Empfehlungen zur wirksamen Neuarchitekturierung oder Neuentwicklung in Form von Cloud-nativen Microservices aussprechen.
Stand: 08.12.2025
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KI-gestützte Anwendungsmodernisierung auf die leichte Art: CloudHedge in Aktion.
(Bild: Martins/Kobylinska - CloudHedge)
Ein besonderes Highlight sind beschleunigte Migrationen von Windows-Altlasten durch die automatisierte Replattformierung auf Linux. Microsoft will bekannterweise die Unterstützung für ältere Windows-Betriebssysteme, darunter Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2, einstellen. Für viele Unternehmen, die von dieser Entscheidung betroffen sind, kann CloudHedge – wenn auch auf eine etwas unerwartete Art und Weise – Abhilfe schaffen.
Als ein aufstrebender Anbieter, dem es an globaler Präsenz noch mangelt, versucht CloudHedge, die etablierten Marktakteure mit hohem Innovationstempo und eine plattformagnostische Dienstbereitschaft überragen. Die Plattform von CloudHedge integriert sich nativ in gängige DevOps- und Sicherheitstools wie GitHub, GitLab, Datadog und Prometheus.
Was aus Sicht der Gartner-Analysten ein erhebliches Hindernis für die breitere Akzeptanz der Suite darstellt, ist nicht ihr Reifegrad, sondern die geringe Bekanntheit.
Ridge Cloud: die „Überall-Cloud“
Ridge hat sich vorgenommen, jeden bestehenden IT-Stack, unabhängig von Standort und Infrastruktur, in eine Plattform für die Entwicklung Cloud-nativer Anwendungen zu verwandeln. Ridge nutzt die meisten heterogenen Infrastrukturen und bietet eine Cloud-ähnliche Erfahrung als Alternative zu einer Hyperscale-Cloud.
Das globale Netzwerk von Ridge mit mehr als 100 Rechenzentren und Managed Service Providern (MSPs) ermöglicht eine schnelle Cloud-Bereitstellung ohne Capex-Auslagen. Ridge wandelt die bestehende Infrastruktur der Nutzer in ein Cloud-natives Plattform-as-a-Service (PaaS)-Angebot um. Jede Anwendung, die auf EKS, GKS oder AKS läuft, kann auf Ridge laufen. Code-Änderungen sind hierzu im Übrigen gar nicht erforderlich. Ridge Cloud bietet einen verwalteten Kubernetes-Service und kümmert sich um den Day-2-Betrieb der Arbeitslasten seiner Kunden, einschließlich der Überwachung, der bedarfsgerechten Skalierung (herauf und auch herunter), Heilung und Versions-Upgrades. Ridge richtet auch automatisch Recheninstanzen ein, wo immer sie benötigt werden, wenn Entwickler ihren Bedarf an Diensten kundtun.
Die Unternehmen von heute sind sehr darauf bedacht, den vollen Wert der Cloud auszuschöpfen, indem sie Cloud-native Prinzipien befolgen. Der Mangel an Fachkenntnissen stellt jedoch eine ernsthafte Herausforderung und ein Hindernis für dieses Vorhaben dar. Ridge ermöglicht es Rechenzentren mit Private-Cloud- oder Virtual-Datacenter-Angeboten, ohne besonderes Fachwissen rund um den Betrieb eigene Cloud-native PaaS-Services aus dem Boden zu stampfen.
Die Ridge Cloud will die allgegenwärtigste aller Clouds sein: auf jeder Infrastruktur zu Hause, an jedem Standort zur Stelle.
(Bild: Martins/Kobylinska - Ridge Cloud)
Ridge tritt als ein Wettbewerber zu den öffentlichen Clouds auf. Aus Sicht der Analysten von Gartner könnte diese Ausrichtung das Interesse an dem Angebot und seine Akzeptanz hemmen. Die Ridge-Technologie befindet sich in einem frühen Stadium und hat sich auf dem Markt noch nicht bewährt. Der noch geringe Reifegrad der an sich vielversprechenden Plattform dürfte einige Entscheidungsträger in den Unternehmen verunsichern, so die Analysten in ihrem Bericht weiter.
Ridge Cloud adressiert mit dem Angebot IT-Führungskräfte und CIOs, die nach einer Overlay-Lösung suchen, die die verschiedenen „nicht-hyperskaligen“ Cloud-Anlagen ihrer Unternehmens-IT miteinander verbindet. DevOps-Teams, die Anwendungen auf dem Unterbau von Cloud-nativen PaaS-Diensten entwickeln, könnten mit den Lösungen von Ridge den Fachkräftemangel entschärfen, spekulieren die Analysten von Gartner.
Fazit
Unternehmen sind sich immer mehr der Vorteile der Cloudifizierung ihrer kritischen Arbeitslasten bewusst und wollen in Sachen Digitalisierung einen Gang höher schalten. Doch viele scheitern an den Tücken der Implementierung. Plattformen wie jene von CloudHedge und Ridge Cloud können den betroffenen Organisationen den Weg in die Cloud ebnen – für eine höhere Produktivität, Sicherheit, ein beschleunigtes Innovationstempo und ––unterm Strich –– für eine verbesserte Kundenerfahrung.
* Das Autorenduo Anna Kobylinska und Filipe Pereia Martins arbeitet für McKinley Denali Inc. (USA).