Private Cloud Outlook 2025 Broadcom-Studie sieht ein Cloud-Reset

Quelle: Pressemitteilung Broadcom 4 min Lesedauer

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Unternehmen richten ihre Cloud-Strategien neu aus, so lässt sich der Bericht „Private Cloud Outlook 2025“ von Broadcom kurz zusammenfassen. Kostenvorhersagbarkeit, das Erfüllen von GenAI-Anforderungen und wachsendes Vertrauen in die Erfüllbarkeit von Sicherheits- und Compliance-Regeln sprechen für privates Cloud Computing – mindestens so stark wie für Computing in der Public Cloud.

Cloud-Reset: Der Bericht „Private Cloud Outlook 2025“ von Broadcom zeigt eine Neubewertung der privaten Cloud auf.(Bild: ©  jahidsuniverse - stock.adobe.com)
Cloud-Reset: Der Bericht „Private Cloud Outlook 2025“ von Broadcom zeigt eine Neubewertung der privaten Cloud auf.
(Bild: © jahidsuniverse - stock.adobe.com)

Kurz bevor Broadcom Version 9.0 seiner „VMware Cloud Foundation“ enthüllt hat, die als Grundlage jeglicher Anwendungen in einer Private Cloud dienen soll, stuft der vorgelegte Bericht Private Cloud als „strategisch gleichwertig“ mit Public Cloud ein. Ja, es gebe geradezu ein „Cloud-Reset“.

Zugrunde liegt dem Report eine detaillierten Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen Illuminas in Zusammenarbeit mit der Broadcom Inc. ausgeführt hat; unter anderem sind 600 IT-Führungskräften in der Region EMEA, davon 200 in Deutschland, befragt worden.

  • Demnach geben mit 56 Prozent mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer in Deutschland an, dass die Private Cloud in den nächsten drei Jahren oberste Priorität bei der Bereitstellung neuer Workloads hat, während 66 Prozent eine Verlagerung von Workloads von der Public zur Private Cloud in Betracht ziehen. Ein Drittel hat dies bereits getan.
  • Auch für KI und Cloud-native Anwendungen ist die Private Cloud strategisch gleichwertig: 61 Prozent bevorzugen die Ausführung von Container- und Kubernetes-basierten Anwendungen in der Private Cloud oder einer Mischung aus Public und Private Cloud, während 47 Prozent die Private Cloud für das Training, die Abstimmung und die Inferenz von KI-Modellen bevorzugen.

Das sogenannte Cloud-Reset bedeutet aber keinesfalls, dass öffentliche Clouds out sind. Vielmehr setzen über 90 Prozent der weltweit Befragten auf einen Mix aus Private und Public Cloud (n= 1800).(Bild:  Broadcom)
Das sogenannte Cloud-Reset bedeutet aber keinesfalls, dass öffentliche Clouds out sind. Vielmehr setzen über 90 Prozent der weltweit Befragten auf einen Mix aus Private und Public Cloud (n= 1800).
(Bild: Broadcom)

Prashanth Shenoy, Vice President of Product Marketing, VMware Cloud Foundation Division bei Broadcom, interpretiert: „Dieser Bericht macht deutlich: Private Cloud ist eine strategische Plattform für die IT-Modernisierung. Kunden setzen bewusst auf eine flexible Architektur und platzieren Workloads in Umgebungen, die ein optimales Gleichgewicht zwischen Leistung, Kontrolle und Kosteneffizienz bieten.“

Sicherheit, GenAI und Kostenvorhersagbarkeit beschleunigen die Verlagerung in die Private Cloud

Bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur setzen IT-Verantwortliche zunehmend auf die Private Cloud, um eine Reihe kritischer Anforderungen zu erfüllen, von der Sicherung sensibler Daten über die Verwaltung nicht vorhersehbarer GenAI-Workloads bis hin zur Verbesserung der finanziellen Transparenz. Der Cloud-Reset biete die Möglichkeit, eine effektivere, sicherere und kosteneffizientere IT-Umgebung zu schaffen. Unternehmen, die strategisch eine Private Cloud einsetzten, könnten sichere GenAI-Innovationen besser unterstützen, die finanzielle Transparenz verbessern und die Rückführung von Workloads beschleunigen, so Shenoy.

Sicherheit und Konformität

  • 91 Prozent vertrauen bei Sicherheits- und Compliance-Anforderungen auf private Clouds.
  • 50 Prozent der befragten in Deutschland sind „sehr“ oder „extrem“ besorgt über die Einhaltung der Vorschriften für öffentliche Clouds, und die Sicherheit wird als wichtigster Grund für die Rückverlagerung von Arbeitslasten aus öffentlichen Clouds genannt (zum Vergleich: EMEA gesamt 66 %, Großbritannien 69 %, Frankreich 64 %).

Generative KI in der Cloud

Das zeigt sich auch in der Anforderungen, die die Befragten an den Einsatz generativer KI stellen:

  • Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (45 %) führen die Liste der Herausforderungen bei der Einführung von GenAI an.
  • Unternehmen entscheiden sich für private Cloud-Umgebungen für KI-Arbeitslasten in fast gleichem Maße wie für öffentliche Clouds (47 gegenüber 55 % ).

Vorhersehbarkeit und Reduzierung der Kosten

  • 86 Prozent schätzen die finanzielle Transparenz und Vorhersagbarkeit von Private Clouds.
  • 94 Prozent berichten zumindest von einem gewissen Maß an Verschwendung bei den Ausgaben für öffentliche Clouds.
  • 50 Prozent glauben, dass mehr als 25 Prozent ihrer Public-Cloud-Ausgaben verschwendet werden, was erhebliche Optimierungsmöglichkeiten schafft.

Über die Studie „Private Cloud Outlook 2025“

Der Bericht „Private Cloud Outlook 2025“ basiert auf einer globalen Umfrage, die vom Marktforschungsunternehmen Illuminas im Auftrag von Broadcom durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde vom 6. März bis zum 4. April 2025 erhoben und umfasst 1.800 leitende IT-Entscheidungsträger in kleinen, mittleren und großen Unternehmen in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Die Befragten repräsentierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, Behörden, Gesundheitswesen, Versicherungen und Pharmazeutika.

In der Studie wurden den Teilnehmern die folgenden Beschreibungen von Cloud zur Verfügung gestellt, die sich an den Definitionen von Broadcom und den NIST-Standards orientieren:

  • Cloud Computing ist ein Modell zur Ermöglichung eines allgegenwärtigen, bequemen und bedarfsgerechten Netzzugangs zu einem gemeinsamen Pool konfigurierbarer Rechenressourcen, zum Beispiel Netze, Server, Speicher, Anwendungen und Dienste, die schnell und mit minimalem Verwaltungsaufwand oder Interaktion mit dem Dienstanbieter bereitgestellt und freigegeben werden können.
  • Private Cloud ist eine dedizierte Cloud-Infrastruktur, die ausschließlich für die Nutzung durch eine einzelne Organisation bereitgestellt wird. Diese Infrastruktur kann von der Organisation selbst oder von einem Dritten verwaltet werden und kann vor Ort oder in einer Co-Location-Einrichtung untergebracht sein.
  • Eine öffentliche Cloud ist eine gemeinsam genutzte Cloud-Infrastruktur, die von einem externen Dienstanbieter betrieben wird. Sie ist für jeden zugänglich, auch für die Allgemeinheit, und umfasst für die Zwecke dieser Umfrage keine SaaS wie „Microsoft 365“, „Workday“ oder „Servicenow“.

Beschleunigung der Private Cloud-Dynamik

Erfahrungen aus der Praxis mit der Public Cloud, der rasante Anstieg von GenAI-Workloads und steigende Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Kostenvorhersagbarkeit treiben nach dem Broadcom-Bericht diese strategische Neuausrichtung der Cloud voran. Um die Vorteile der Private Cloud in vollem Umfang nutzen zu können, müssen Unternehmen zwei zentrale Herausforderungen bewältigen: die Überwindung von isolierten IT-Teams und die anhaltende Qualifikationslücke.

Die Befragten geben an, dass isolierte IT-Teams die größte Herausforderung für die Einführung von Private Clouds darstellen (39 %), und 28 Prozent nennen einen Mangel an internen Fähigkeiten/Expertise als Hindernis für die Einführung von Private Clouds. Unternehmen, die von Technologiesilos zu Plattformteams übergehen, können sich auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter konzentrieren, um die Qualifikationslücke dauerhaft zu schließen und die Abhängigkeit von professionellen Dienstleistungen zu verringern.

Interessant in dem Bericht ist aber auch, dass 82 Prozent ihre technischen Organisationen jetzt um ein Plattformteam herum strukturieren. Out ist die Orientierung an Technologiesilos.

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