Weitreichende Kooperation BMW setzt stark auf AWS

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Amazon Web Services (AWS) und die Bayerischen Motorenwerke (BMW) haben eine umfangreiche strategische Zusammenarbeit vereinbart. Die BMW Group wird dabei Daten aus Geschäfts- und Betriebsbereichen in über 100 Ländern auf AWS migrieren.

BMW plant u.a. mit Unterstützung von Amazon weltweit bis zu 5.000 Software-Entwickler und IT-Experten zu schulen.
BMW plant u.a. mit Unterstützung von Amazon weltweit bis zu 5.000 Software-Entwickler und IT-Experten zu schulen.
(Bild: gemeinfrei Pexels / Pexels )

Der Umzug wird eine Reihe von zentralen IT-Systemen und Datenbanken, beispielsweise aus dem Vertrieb, der Produktion und der Wartung umfassen. Darüber hinaus wollen die beiden Unternehmen in die Schulung von bis zu 5.000 Software-Entwicklern in AWS-Technologien investieren. Ziel des ganzen sei es, gemeinsam cloud-basierte Softwarelösungen für bessere Unternehmensprozessen – von der Fahrzeugentwicklung bis zum Kundendienst – zu entwickeln.

„AWS bietet Automobilherstellern das umfassendste Portfolio an Cloud-Diensten, mit denen diese Anwendungen für jeden einzelnen Schritt der Customer Journey entwickeln können. Durch die Kombination des Expertenwissens der BMW Group mit den führenden AWS Cloud Services schaffen wir Mehrwerte für die gesamte Automobilindustrie, so dass die verschiedensten Stakeholder, vom Teilehersteller bis zum Mechaniker, von größeren Einblicken in Prozesse und besseren Erkenntnissen profitieren können “, so Matt Garman, Vice President Sales & Marketing bei Amazon Web Services.

Qualifizierung von 5.000 Software-Entwicklern.

BMW plant mit Unterstützung von Amazon weltweit bis zu 5.000 Software-Entwickler und IT-Experten zu schulen. Davon sollen rund 2.000 für AWS-Dienste mit Schwerpunkt auf maschinellem Lernen und Datenanalyse AWS-zertifiziert werden. Bei konkreten Projekten werde beispielsweise an die Entwicklung einer Lösung für die Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing) gedacht, die Daten aus verschiedenen Textquellen automatisch extrahieren und verarbeiten könne.

Cloud Data Hub wird ausgebaut

Ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit sei zudem die Weiterentwicklung eines sogenannten „Cloud Data Hubs“ der BMW Group. Es handelt sich dabei um die zentrale Plattform des Herstellers für die Verwaltung von Unternehmensdaten und entsprechender Lösungen. Über diese Plattform nutzen Mitarbeiter bereits heute verschiedene AWS-Dienste, um Entwicklungs-, Produktions-, Verkaufs- und Fahrzeugleistungsdaten abzufragen und durch maschinelles Lernen Erkenntnisse daraus zu ziehen, etwa wenn es um die Prognose der Nachfrage nach Fahrzeugmodellen und Ausstattungsoptionen geht. Die von der BMW Group entwickelte Lösung PartChain nutzt ebenfalls AWS-Dienste, um die Rückverfolgbarkeit von Teilen, Komponenten sowie kritischen Rohstoffen in der hochkomplexen globalen Lieferkette der Automobilindustrie zu verbessern.

„Die BMW Group treibt Innovation und die Digitalisierung in der Automobilindustrie voran. Wir stellen Daten in den Mittelpunkt unserer Arbeit“, so Alexander Buresch, CIO und Senior Vice President BMW Group IT. „Wir freuen uns auf die ausgeweitete Zusammenarbeit mit AWS und darauf, unsere Fähigkeiten zu kombinieren, um die Messlatte für Innovationen im Bereich der Automobilhersteller weiter anzuheben und unseren Kunden auf der ganzen Welt begeisternde, neue Erlebnisse zu bieten.“

(ID:47036108)

Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

Dr. Dietmar Müller

Journalist