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Wearables im Fokus der Konsumenten Bezahlen mit Wearables kommt noch nicht an

| Autor / Redakteur: Moritz Müller / Heidemarie Schuster

Von der Industrie schon vor einigen Monaten, nach Smartphone und Tablet, als nächster großer Trend ausgerufen, zeigen sich viele Konsumenten von Smartwatches und anderen Wearables noch nicht überzeugt. Eine Studie der GfK beleuchtet Details dazu.

Mit der Smartwatch bezahlen, wie es unter anderem Apple anbietet, können sich nur 20 Prozent der Befragten in Deutschland vorstellen.
Mit der Smartwatch bezahlen, wie es unter anderem Apple anbietet, können sich nur 20 Prozent der Befragten in Deutschland vorstellen.
(Bild: © tereez - Fotolia)

Demnach sehen die meisten Befragten den größten Vorteil von Wearables vor allem in der Gesundheits- und Fitnesskontrolle. Zahlreiche bereits am Markt erhältliche Produkte – wie von der Firma Fitbit oder das Microsoft Band – bieten mit Sensoren, die unter anderem Herzschlag, Blutdruck und Hautwiderstand messen, Passendes für diese Klientel.

Mit der Smartwatch bezahlen, wie es unter anderem Apple mit seiner Apple Watch und Apple Pay vorerst nur in den USA anbietet, können sich nur 20 Prozent der Befragten in Deutschland vorstellen. Auch in Südkorea und Großbritannien ist die Bereitschaft mit jeweils 28 Prozent und 27 Prozent nicht unwesentlich höher. Nur in den USA zeigen sich 40 Prozent der Befragten aufgeschlossen gegenüber dieser neuen Art des Bezahlens.

Große Bedenken bei den Studienteilnehmern verursacht die Frage nach der Sicherheit der Daten. Auch die mögliche fehlende Akzeptanz der Smartwatch als Zahlungsmittel und Unklarheit über den eigentlichen Zusatznutzen gegenüber anderen gängigen Zahlungsmethoden wurden erwähnt.

„Obwohl die Smartwatch von allen großen Technologieunternehmen als wichtiges Trendsegment positioniert wird, reagieren die Verbraucher noch recht zurückhaltend auf die neuen Angebote“, sagt Robert Wucher, Leiter des Bereichs Technology und Digital Solutions bei GfK. „Unsere bisherigen Studien zeigen, dass die Nutzer die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten von Wearable Devices noch zu wenig wahrnehmen oder scheuen. Was den Anbietern bisher fehlt, ist ein umfassendes Verständnis der relevanten Verbraucherbedürfnisse, um mit entsprechenden Strategien auf das Nut-zerverhalten zu reagieren.“

Zu der Umfrage wurden jeweils tausend zufällig ausgewählte Teilnehmer in Deutschland, Südkorea, Großbritannien und den USA befragt.

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