Zu komplex für simple Rechnungen

Beschaffungskonzepte im Zeitalter der digitalen Transformation

| Autor / Redakteur: Diethelm Siebuhr* / Elke Witmer-Goßner

Ein wesentlicher Aspekt der digitalen Transformation: Heute geben Endkunden, aber auch die eigenen Angestellten die technischen Trends vor. Unternehmen müssen sich hüten, den Anschluss zu verlieren.
Ein wesentlicher Aspekt der digitalen Transformation: Heute geben Endkunden, aber auch die eigenen Angestellten die technischen Trends vor. Unternehmen müssen sich hüten, den Anschluss zu verlieren. (Bild: Grum I, Fotolia)

Die „Digitale Transformation“ ist überall. Zumindest fast überall in den Medien. Kündigt sich da ein neuer Hype an? Oder ist das doch nur ein weiteres Buzzword der Marketing-Strategen? So richtig „scharf“ definiert ist der Begriff tatsächlich nicht; er steht vielmehr für alles, was sich derzeit in der IT verändert.

Und das ist eine ganze Menge. Social Media und mobile Systeme haben den privaten und den geschäftlichen Alltag zuletzt rasant umgekrempelt. Das Web hat darüber seinen Charakter verändert und ist zu einem integralen Bestandteil von allem und jedem geworden: Fernsehen, Auto fahren, einkaufen, essen, Sport treiben, verreisen, sich unterhalten – immer ist auch das Web, sind Apps und Communities beteiligt. Nichts tun? Das ist die Stunde der Casual Games. Schlafen? Eine App überwacht den Blutdruck.

Unternehmen, die selbst auf digitalen Prozessen beruhen, geben hier die Schlagzahl vor. Sie sind mit ihren Geschäftsmodellen und ihren Communities zu weltumspannenden Konzernen geworden. Sie müssen sich nicht transformieren. Sie waren nie anders. Die digitale Transformation ist eine Herausforderung für alle anderen. Für Unternehmen, die bisher vor allem herkömmliche Prozesse in ihrer IT abgebildet haben – Auftragsverwaltung, Finanzbuchhaltung, Lagerführung – und die nun erkennen, dass die digitale Welt mehr verlangt. Dass nicht nur Prozesse neu definiert werden, sondern auch ganze Geschäftsmodelle, und dass darüber hinaus auch altbewährte Geschäftsmodelle überflüssig werden können.

Der letzte Schrei muss es sein

Die Online-Überweisung und der Webshop waren eben nur der Anfang. Das ist mittlerweile schon rund 15 Jahre her und beindruckt niemanden mehr. Das Publikum ist längst weiter. Und es ist ein weiterer zentraler Aspekt der digitalen Transformation, dass die Nutzer, die Endkunden, die Verbraucher, Leser und Zuschauer dabei die Nase immer vorn haben. Häufig verfügen sie privat über die modernere IT und die besseren digitale Lösungen als die Unternehmen, für die sie arbeiten und die für sie arbeiten. Immer aber sind sie schneller bei den jeweils aktuellen Trends: Während Unternehmen noch über den Business-Nutzen von Facebook powerpointen, sind die Kunden schon zur nächsten Station unterwegs.

Im Sog der digitalen Transformation müssen die Unternehmen daher alles überdenken, gerade auch ihre IT und damit auch ihre Sourcing-Strategien. Sie müssen sich und ihre Systeme stärker auf ihre Kunden ausrichten. Da dies die wenigsten aus eigener Kraft stemmen können – und bei denen, die es können, stellt sich die Frage, ob das auch effizient ist – benötigen sie Partner, die in der Lage sind, dies proaktiv zu unterstützen. Die Gartner-Analysten schätzen in diesem Zusammenhang, dass 70 Prozent der Unternehmen ihre Sourcing-Beziehungen ändern werden. Viele CIOs denken darüber nach, ob sie nicht ihre Provider gleich ganz wechseln müssen.

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