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Ein Kommentar zur Datenbank-Mode Alles NoSQL oder was? Zur Zukunft der relationalen Datenbanken

Autor / Redakteur: Bruce Momjian / Ulrike Ostler

Bruce Momjian von EnterpriseDB wirft einen Blick auf den Erfolg von NoSQL-Datenbanken und bezieht Stellung zur Frage, ob diese das Ende der relationalen Datenbanken einläuten.

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Bruce Momjian ist Senior Database Architect bei EnterpriseDB, einem Anbieter von professionellen PostgreSQL-Produkten/-Dienstleistungen und Kompatibilitätslösungen zur Oracle-Datenbank, und Mitbegründer der PostgreSQL Global Development Group.
Bruce Momjian ist Senior Database Architect bei EnterpriseDB, einem Anbieter von professionellen PostgreSQL-Produkten/-Dienstleistungen und Kompatibilitätslösungen zur Oracle-Datenbank, und Mitbegründer der PostgreSQL Global Development Group.
(Bild: EnterpriseDB)

NoSQL ist heute in aller Munde, und vielerorts wird über einen Wechsel zu NoSQL-Datenbanksystemen nachgedacht. Anwender von Datenbanken haben den Eindruck gewonnen, dass relationale Datenbanksysteme bereits Technologie von gestern sind und die Zukunft vor allem in NoSQL steckt.

Sie sehen natürlich die vielbesuchten Websites auf NoSQL-Basis und gehen daher davon aus, dass diese Unternehmen zu den Vorreitern einer neuen Anwenderwelle von einer neuen Technologie gehören. Diese Logik ist jedoch nicht ganz schlüssig.

Erstens handelt es sich bei NoSQL nicht um eine bestimmte Technologie – genauer gesagt, es handelt sich hier eigentlich um eine Gegentechnologie: Denn jede Datenbanktechnologie, die nicht die SQL-Abfragesprache verwendet, kann sich NoSQL nennen.

Welche NoSQL-Typen gibt es?

Moderne NoSQL-Datenbanken repräsentieren vier verschiedene Gruppen von Technologien: Key Value Stores (schlüsselorientierte Datenbanken), Document Databases (dokumentorientierte Datenbanken), Column Stores (spaltenorientierte Datenbanken) und Graph Databases (Graph-Datenbanken). Eine NoSQL-Technologie kann man nicht einfach aussuchen – man muss überlegen, welche NoSQL-Technologie eingesetzt werden soll.

Zweitens: Viele große Websites haben sich für NoSQL entschieden – kann man daraus also schließen, dass dies auch für alle die bessere Lösung ist? Nun, nicht unbedingt, denn Websites mit hohem Besucheraufkommen stellen ihre eigenen, atypischen Anforderungen an die Skalierung und sind daher auch bereit, stärker in die Softwareentwicklung zu investieren, um die Skalierung zu realisieren. Ist dies auch in Ihrem Unternehmen der Fall? Wahrscheinlich eher nicht.

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