Zukauf von maschineller Übersetzung Zoom übernimmt Kites

Autor: Ann-Marie Struck

Das Software-Unternehmen Zoom kauft Kites. Durch die Akquise der ausgegliederten Abteilung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erwirbt der US-amerikanische Technologiekonzern Know-how in maschineller, mehrsprachiger Übersetzung für Meetings.

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Die von Kites entwickelte simultane Sprachübersetzung überbrückt Sprachbarrieren.
Die von Kites entwickelte simultane Sprachübersetzung überbrückt Sprachbarrieren.
(Bild: © www.kit.edu)

Zoom übernimmt eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Kites hat sich auf die Entwicklung von Echtzeitlösungen für maschinelle Übersetzungen spezialisiert. Damit kauft das US-amerikanische Unternehmen zusätzliches Know-how ein, um sein Lösungsportfolio zu stärken.

Das Team um die beiden Kites-Gesellschafter Professor Alexander Waibel und Dr. Sebastian Stüker soll in Zukunft ausgebaut und in weitere Forschung am Standort Karlsruhe investiert werden. Außerdem erwägt Zoom einen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland aufzubauen. Gemeinsam wollen sie das maschinelle Übersetzen vorantreiben und mehrsprachige Übersetzungsmöglichkeiten für die Nutzer von Zoom-Meetings bereitstellen. Dafür steht Alexander Waibel als Zoom Research Fellow dem Software-Unternehmen beratend zur Seite.

Über Kites

Kites wurde 2015 aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ausgegliedert. Die Kites-Gesellschafter Waibel und Stüker arbeiten an Produkten, die natürliche und spontane Sprache mit Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) automatisch verarbeiten. Ziel ist es, die Forschungsergebnisse in echten Anwendungen zu integrieren. Arbeitsgebiete sind die automatische Spracherkennung, die maschinelle Übersetzung, die Sprachunterstützung, die technische Unterstützung menschlicher Dolmetscher und die simultane Sprachübersetzung. Das Team besteht aus zwölf Forschenden und unterstützt künftig das Engineering-Team von Zoom.

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 Ann-Marie Struck

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Redakteurin, Vogel IT-Medien