Fachkräftemangel hin oder her: Ohne die passendne Fähigkeiten kann die Jobsuche auch für Software-Entwicklerinnen und -Entwickler schwierig werden. Doch welche Skills sind besonders gefragt – und sollten gegebenenfalls erlernt werden?
Neben gewissen Hard und Soft Skills ist es wichtig, dass Developer ihre eigene Nische finden.
Der Hacker in Film und Fernsehen bedient das Klischee aller Programmierenden: Hochintelligent aber verschroben, finden sie in ihrem dunklen Kämmerlein unter UFO- und Science-Fiction-Postern mit dem siebzehnten Kaffee am Abend binnen weniger Minuten Code-Lösungen für jedes Problem. Man erinnere sich an Jeff Goldblum im 1997er Blockbuster „Independence Day“, dessen Apple-Computervirus die Alien-Invasion stoppte oder auch die Prime-Erfolgsserie Mr. Robot.
Leider ist in der echten Welt Code nicht alles. Sicher: Für Entwickler und Entwicklerinnen ist es natürlich essenziell, möglichst viele moderne Programmiersprachen zu beherrschen. Laut dem PYPL-Index („Popularity of Programming Language“) sind das Stand März 2023 vor allem Python, Java, Javascript, verschiedene C-Dialekte, PHP und R.
Doch überdies ist es wichtig, dass Developer weitere Soft-Skills beherrschen, darunter Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Lernbereitschaft. Mit schickem Anzug und all diesen Fähigkeiten im Gepäck können sich Fachkräfte für Anwendungsentwicklung auf Jobsuche begeben. Wer aber richtig erfolgreich sein will, sollte sich seine eigene Nische suchen.
Spezialisierung und allgemeine Kenntnisse
Spezialisierung ist wichtig und das Salz in der Suppe bei der Software-Entwicklung: Obwohl IT-Fachkräfte auf Experten-Level nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit händeringend gesucht werden, sind Generalisten nicht unbedingt erwünscht: Unternehmen setzen voraus, dass ihre IT-Experten die für die Stelle gewünschten Skills mitbringen und ins Unternehmen passen.
Das setzt auch Kenntnisse in anderen Bereichen voraus, die mit der Software-Entwicklung bestenfalls sekundär zu tun haben: Produktentwicklung, Produktion oder auch Marketing können solche Bereiche sein. Ergänzende Qualifikationen in diesen Bereichen können nicht schaden, werden aber je nach Not des Arbeitgebers sicherlich auch bereitgestellt.
Wichtig ist allerdings: Wer zum Beispiel bereits Erfahrungen als Entwickler in einem bestimmten Industriebereich gemacht hat, dürfte auch bei der künftigen Arbeitsstelle in einem vergleichbaren Bereich gute Chancen haben.
Zusatzqualifikationen fachfremder Bereiche und -kenntnisse, je nach Branche etwa in den Bereichen Maschinenbau, Chemie, Mediendesign oder auch Psychologie, können durchaus hilfreich bei der Jobsuche sein. Wer das im Studium versäumte, kann das aber höchstwahrscheinlich im Rahmen von Schulungen nachholen.
Das Unternehmen verstehen
Zu den gewünschten Skills zählt zudem das Verständnis von Datenstrukturen und die Fähigkeit, sich in vorhandene Systeme einzuarbeiten: Gerade größere Unternehmen haben jahre-, wenn nicht jahrzehntelange „Traditionen“ in diesem Bereich, eine Umarbeitung ist aufwändig oder unmöglich.
Gleichzeitig gilt es für Entwickler natürlich, diese möglicherweise altbacken wirkende Unternehmenskultur mit den eigenen Fähigkeiten kombinieren zu können, sonst droht Frust, auch auf hochdotierten Positionen. Fachlich ist es dementsprechend wichtig, neben dem Coding auch die Abläufe zu kennen, die etwa bei der Planung, aber auch bei der konkreten Entwicklung vorgegeben sind.
Kenntnisse in Cybersicherheit sind nie verkehrt, folgerichtig sind auch Datenschutz und -sicherheit zu beachten; hinzu kommen Kenntnisse der Betriebssicherheit von IT-Systemen im Allgemeinen und im Rahmen der Unternehmens-Compliance. Je nach Position sollten Entwickler daher auch die Fähigkeit besitzen, auftretende Probleme mit Kollegen und Vorgesetzten kommunizieren und diskutieren zu können.
Hochdotierte Jobs verlangen viele Fähigkeiten
Software-Entwickler, die diese „Nebenfähigkeiten“ besitzen, dürften es in Unternehmen, egal ob angestellt oder als Freelancer, leichter haben – und am Ende auch effizienteren und hochwertigeren Code produzieren. Die Beherrschung und Umsetzung von modernen Technologien – etwa Cloud-Computing-Plattformen wie AWS, Cloud Platform oder Microsoft Azure – sind ebenso Pflicht wie das Verständnis von Container-Systemen Docker und Kubernetes.
Stand: 08.12.2025
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Entwicklungsmethoden wie agile Software-Entwicklung oder Scrum sind Strategien, von denen Entwickler zumindest schon einmal gehört haben sollten, genau wie von verschiedenen IDEs und Editoren, darunter insbesondere VIM auf der Linux-Plattform.
Fachkräftemangel bedeutet also nicht, dass jeder Developer automatisch einen hoch bezahlten Job erhaschen kann. Eine Vielzahl fachfremder Kenntnisse und Soft-Skills sind mindestens genauso wichtig wie die Beherrschung von Arbeitsgerät und Methodik. Als Schnittstelle zwischen Unternehmensführung, Mitarbeitern und Kunden sind Software-Entwickler tragen Entwickler natürlich auch viel Verantwortung.
Die Hackerei hat ein Ende
Moderne Software-Entwickler sollten neben den eigentlichen technischen Fähigkeiten und interdisziplinäre Kenntnisse aufweisen, sich aber gleichzeitig auf einen bestimmten Bereich spezialisiert haben oder spezialisieren können. Soziale Fähigkeiten – von der Team- und Kommunikationsfähigkeit über die Fähigkeit zur Selbstorganisation bis hin zu einem guten Zeitmanagement sind bei Software-Entwicklern ebenso gefragt wie bei allen anderen Mitarbeitern in Unternehmen.
Wer fachlich, sozial und unternehmenskulturell glänzen kann, dürfte keine Probleme haben, einen der zahlreichen offenen Stellen zu besetzen. Damit hat die klischeehafte Hackerei im dunklen, nur von Gamer-Tastatur und Bildschirm beleuchteten Kämmerlein natürlich ein Ende. Aber sind wir einmal ehrlich: Wer heute noch solche Vorurteile bedient, ist als Programmierer für Apple-Computerviren bei der nächsten Alien-Invasion vermutlich besser aufgehoben.