Global Fabric als Network-as-a-Service Weltweites BT-Netzwerk für Multi-Cloud-Anwendungen

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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BT errichtet mit Global Fabric ein weltweites Kommunikationsnetzwerk, welches verschiedenste Clouds, die Firmen für Anwendungen und Daten nutzen, mit deren Kunden und Mitarbeitern verbindet. BT-Kunden sollen dadurch besser von digitaler Automatisierung und KI profitieren können.

BT bündelt verschiedene Clouds in einer neuen Global Fabric.(Bild:  BT)
BT bündelt verschiedene Clouds in einer neuen Global Fabric.
(Bild: BT)

Global Fabric basiere auf einem Network-as-a-Service-Modell (NaaS). Wie die Cloud selbst sei es darauf ausgelegt, flexibel, skalierbar und belastbar zu sein, sowohl was die Qualität der Verbindungen als auch die Vorteile einer nutzungsabhängigen Bezahlung (pay-as-you-use) betrifft. Durch die Kombination der Leistungsfähigkeit von Cloud und Netzwerken sollen Kunden die Performance ihrer Anwendungen, die Benutzerfreundlichkeit und die Kosten optimieren können.

Unternehmen hätten die Möglichkeit, die jeweils beste Art der Verbindung für ihre Anwendungen und Workloads auszuwählen und die Routen, die diese auf dem Weg durch das Netzwerk nehmen, aktiv zu verwalten. Durch diese Steuerungsmöglichkeit könnten Kunden die beste Anwendungsleistung erzielen, die Kosten kontrollieren und die wachsenden regulatorischen Anforderungen an die Datenübertragung erfüllen.

Dank der digitalen Orchestrierung und der E-Commerce-ähnlichen Benutzeroberfläche des neuen Netzwerks sei es den Kunden möglich, Konnektivität wie in einem Onlineshop „einzukaufen“. Global Fabric werde mit mehr als 630 digitalen Dienstleistern und über 700 Rechenzentren integriert sein. Dies umfasst BT zufolge die weltweit größten öffentlichen Cloud-Anbieter, private Clouds sowie Netzwerk-, Software-as-a-Service (SaaS)- und Secure-Access-Service-Edge (SASE)-Lösungen – alle auf Knopfdruck verfügbar.

Entwickelt für Multi-Cloud

Der Standort der Netzwerkhardware von Global Fabric sei ein wesentlicher Faktor. Nach Angaben von BT bietet die cloud-zentrierte Architektur von Global Fabric die größte direkte Abdeckung von Hyperscaler-Clouds aller Konnektivitätsanbieter weltweit – fast 50 Prozent mehr als der nächste Wettbewerber, basierend auf Informationen, die auf den Websites der Hyperscaler einzusehen sind. Zu den Hyperscaler-Clouds gehören die von AWS, Google Cloud und Microsoft Azure.

Auf dem neuen Netzwerk-„Underlay“ werde eine KI-gestützte digitale Orchestrierungsschicht laufen. Im Gegensatz zum Internet werde Global Fabric deterministisch sein – Kunden könnten sich darauf verlassen, dass BT die von ihnen erwartete, verlässliche Anwendungserfahrung liefert.

Konnektivitätsoptionen

Zu den Optionen gehören ein neuer, erweiterter BT-Internet-Service, Point-to-Point-Ethernet, Multi-Point-Ethernet und MPLS, die in Bandbreitenabstufungen von 1 MBit/s bis 100 GBit/s angeboten werden. Die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten sollen über denselben Port realisierbar sein und damit eine Flexibilität bieten, die in den derzeitigen Netzen nicht möglich sei.

Global Fabric und Nachhaltigkeit

Unter Verwendung der Greenhouse Gas Protocol ICT Sector Guidance der Global Enabling Sustainability Initiative (GeSI) hat BT die folgende Prognose erstellt:

  • Im Betrieb wird Global Fabric 8.326 MWh/Jahr verbrauchen, im Vergleich zu seinen bestehenden internationalen Netzwerken mit 39.890 MWh/Jahr eine Reduzierung um 79 Prozent.
  • Der Brutto-Kohlenstoffausstoß in der Nutzungsphase, einschließlich PUE, wird bei Global Fabric 2.964 Tonnen CO₂e/Jahr betragen, im Vergleich zu 13.596 Tonnen CO₂e/Jahr bei den bestehenden internationalen Netzwerken von BT eine Reduzierung um 78 Prozent.
  • Die gebundenen Emissionen von Global Fabric belaufen sich auf 363 Tonnen CO₂e/Jahr im Vergleich zu 2.185 Tonnen CO₂e/Jahr für die bestehenden internationalen Netze, was einer Reduzierung um 83 Prozent entspricht.
  • Daraus ergibt sich für Global Fabric ein Gesamtkohlenstoffausstoß von 3.327 Tonnen im Vergleich zu 15.781 Tonnen CO₂e/Jahr in den bestehenden internationalen Netzwerken, was einer Reduzierung um 78 Prozent entspricht.
  • BT geht davon aus, dass der durchschnittliche Stromverbrauch von Global Fabric bei 787 Watt pro Gerät liegen wird, im Vergleich zu 2.201 Watt pro Gerät in den bestehenden internationalen Netzwerken.
  • Darüber hinaus ist weniger Hardware nötig. Global Fabric wird mit 1.326 Geräten gegenüber 1.571 Geräten aufgebaut – eine Reduzierung um 16 Prozent.

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