Wer wachsen will, muss nicht alles selbst können. Aber er muss wissen, wo Selbsthilfe endet, und wo professionelle Administration beginnt – so Vladimir Simovic von Strato. Webseiten sind betriebskritische Infrastrukturen und brauchen einen Verantwortlichen.
Verantwortung statt Blindflug. Wer Zuständigkeiten klärt, sichert Sicherheit, Compliance und Performance – und gewinnt Sichtbarkeit. Professionelle Administration kann aus Websites belastbare, wachstumsfähige Infrastrukturen machen.
Innerhalb von wenigen Stunden die erste eigene Website aufsetzen – einfacher war der Start ins Netz noch nie. Website-Baukästen, automatisierte Hosting-Pakete und smarte CMS-Lösungen ermöglichen es Gründern, kleinen Unternehmen und Organisationen, ihren digitalen Auftritt eigenständig zu erstellen und zu gestalten. Wer Bilder, Texte und ein Logo hat, kann innerhalb weniger Stunden live gehen, ganz ohne Programmierkenntnisse oder große IT-Abteilung.
Doch mit der gestiegenen Autonomie wächst auch die Verantwortung. Denn so intuitiv sich Webseiten heute bauen lassen, so komplex sind die Anforderungen im Hintergrund: Datenschutz, Sicherheit, rechtliche Konformität, Performance, Sichtbarkeit. Was früher in spezialisierten IT-Teams betreut wurde, liegt heute oft in einer Hand, oder bleibt im Alltag schnell unbeachtet.
Genau hier entsteht eine neue Herausforderung. Wer keine klare Verantwortung für seine Website einnimmt oder zuweist, verliert im Ernstfall mehr als nur ein paar Rankings. Es braucht jemanden, der den Überblick behält, Risiken erkennt und sich zuständig fühlt. Genau diese Rolle übernimmt der Website-Administrator.
Vladimir Simovic, Senior Online-Redakteur bei Strato, weiß auf diesem Gebiet genauer Bescheid und teilt sein Wissen mit CloudComputing-Insider.
„Mit der gestiegenen Autonomie wächst auch die Verantwortung. Denn so intuitiv sich Webseiten heute bauen lassen, so komplex sind die Anforderungen im Hintergrund“, weiß Simovic. Er denkt an Datenschutz, Sicherheit, rechtliche Konformität, Performance, Sichtbarkeit. „Was früher in spezialisierten IT-Teams betreut wurde, liegt heute oft in einer Hand, oder bleibt im Alltag schnell unbeachtet. Genau hier entsteht eine neue Herausforderung“, führt er fort. Wer keine klare Verantwortung für seine Website einnimmt oder zuweist, verliert im Ernstfall mehr als nur ein paar Rankings. Simovic rät: „Es braucht jemanden, der den Überblick behält, Risiken erkennt und sich zuständig fühlt. Genau diese Rolle übernimmt der Website-Administrator.“
Warum Selfmade nicht gleich sicher heißt
Auch wenn die Erstellung einer Website heute nahezu ein Selbstläufer ist – die Realität ist komplexer. Wenn wir Simovic fragen, ist das Frontend zwar schneller gebaut als je zuvor, das Backend bleibe aber anspruchsvoll. Es bleibt die Frage: Wer übernimmt die technische Pflege? Wer prüft Sicherheitslücken, Cookie-Banner, DNS-Konfigurationen oder SEO-Struktur? Oft: niemand. „Was technisch funktioniert, ist deshalb nicht automatisch längerfristig sicher, DSGVO-konform oder indexierbar“, warnt Simovic.
Das gefährliche Missverständnis sei: Automatisierung ersetzt Verantwortung. Dabei benötigt gerade der automatisierte Website-Betrieb eine Instanz, die Systeme kontrolliert, Entscheidungen trifft und bei Problemen schnell handelt – egal ob als interne Rolle, externe Dienstleistung oder klug geregelte Zuständigkeit.
Zuständigkeit ohne Titel?
Website-Admins sind längst mehr als Tech-Nerds im Hintergrund. Simovic definiert: „Website-Administration umfasst heute technische Betreuung, rechtliche Einordnung und kommunikative Anforderungen. Sie ist heute hybrider, interdisziplinärer und näher an der Geschäftsrealität.“ Gleichzeitig würde diese Rolle aber seltener explizit benannt werden. In Start-ups übernimmt sie „jemand aus dem Team“, in Agenturen läge sie nicht selten bei einer Assistenz, in KMUs bleibt sie oftmals zwischen Marketing und IT hängen.
Das führt zu einem gefährlichen Graubereich, weiß unser Experte: Wenn niemand zuständig ist, passieren Fehler. Ein Plug-in wird nicht aktualisiert. Eine Domain-Erinnerung bleibt unbeantwortet. Ein Cookie-Banner funktioniert nicht korrekt. Suchmaschinen ignorieren die Seite. Und plötzlich stehen Daten, Reichweite oder sogar das ganze Geschäftsmodell auf dem Spiel.
Neue Tools, neue Risiken, neue Gesetze
Mit dem EU AI Act und NIS2 treten demnächst erstmals umfassende Regulierungen in Kraft, die den Alltag von Digitalprojekten deutlich prägen. Wer beispielsweise Chatbots nutzt, Produktempfehlungen automatisiert oder mit KI-generierten Inhalten arbeitet, muss Abläufe dokumentieren, Risiken bewerten und Compliance nachweisen. Betroffen sind auch kleinere Vorhaben – selbst dann, wenn die Infrastruktur aus Plug-and-Play-Lösungen besteht.
Stand: 08.12.2025
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Gleichzeitig bleiben DSGVO und ePrivacy-Verordnung das rechtliche Fundament jeder Website. Sie machen technische Entscheidungen zu Haftungsfragen, unabhängig von der verwendeten Plattform. Cookie-Einwilligung, Tracking-Set-up, sichere Datenübertragung und Formularschutz lassen sich nicht automatisiert erledigen: Sie müssen bewusst konfiguriert, regelmäßig überprüft und bei Bedarf rechtlich eingeordnet werden. Genau hier zeigt sich, dass auch einfache Systeme fachliche Verantwortung erfordern (mehr zu diesen Themen finden Sie auch auf der LinkedIn-Fokusseite von CloudComputing-Insider, unter anderem in kurzen Videos).
Wer sich auf ‚wird schon funktionieren‘ verlässt, geht ein Risiko ein. Fehler entstehen selten durch böswillige Angriffe. Meist sind sie unter anderem Folge von Zuständigkeitslücken.
Do it yourself – nicht um jeden Preis
Selbsthilfe funktioniert, solange die Anforderungen überschaubar bleiben – so Simovic. Wer als Einzelperson eine kleine Website betreibt und auf externe Datenverarbeitung verzichtet, kann ihm nach mit ein wenig technischem Interesse und Lernbereitschaft vieles eigenständig umsetzen. Doch je stärker eine Website in geschäftliche Abläufe eingebunden ist, desto klarer braucht es professionelles Monitoring, regelmäßige Audits und einen strukturierten Betrieb.
„Kritisch wird es vor allem dann, wenn Websites zentrale Geschäftsprozesse abbilden: etwa in Form von Buchungssystemen, Webshops oder Login-Portalen. Wer sich hier auf ‚wird schon funktionieren‘ verlässt, geht ein Risiko ein. Die Erfahrung zeigt: Fehler entstehen selten durch böswillige Angriffe. Meist sind sie Folge von Zuständigkeitslücken, fehlender Updates oder falsch konfigurierter Tools“, sagt er.
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Sichtbarkeit braucht einen festen Platz
Viele Unternehmen investieren in Look & Feel und Markenauftritt, lassen dabei aber die technische Basis außer Acht. Sind Seiten nicht crawlbar, werden Inhalte falsch ausgeliefert oder laufen SSL/TLS-Zertifikate ab, bricht die Sichtbarkeit ein – mit ihr Reichweite, Anfragen und Umsatz. Dann geht es nicht mehr um das schönste Template, sondern darum, warum Google die Seite ignoriert oder Mail-Provider Nachrichten als Spam einstufen.
Diese Risiken sind beherrschbar – vorausgesetzt, sie werden erkannt und es gibt klare Verantwortlichkeiten. Ohne Zuständigkeiten bleibt man im Blindflug. Website-Administration ist daher eine strategische Funktion: Sie schafft die Grundlagen für Verfügbarkeit, Performance und Wachstum, sorgt für Backups, Monitoring, Zukunftsfähigkeit und Redundanzen – und verhindert, dass aus kleinen Patzern große Schäden werden.
Es braucht also klare Zuständigkeiten. Simovic ergänzt: „Website-Administration ist ein Sicherungsnetz in einer digitalisierten Welt, in der Kommunikation, Recht und Technologie eng miteinander verwoben sind. Wer heute eine Website betreibt, übernimmt nicht nur Verantwortung für die Inhalte, sondern auch für die systemrelevanten Daten. Das kann eine Einzelperson leisten. Oder ein kleines Team. Oder ein externer Dienstleister.“ Klar bliebe aber: Ohne klare Rolle keine Struktur – und ohne Struktur keine Sicherheit.
Abschließend findet Simovic, dass „gerade Start-ups, Agenturen und kleine Unternehmen sich bewusst machen sollten, dass die Website eine betriebskritische Infrastruktur ist. Wer wachsen will, muss nicht alles selbst können. Aber er muss wissen, wo Selbsthilfe endet, und wo professionelle Administration beginnt.“
* Der Autor Vladimir Simovic setzt seit dem Jahr 2000 mit HTML & CSS und seit 2004 mit WordPress Website-Projekte um. Seit jeher teilt er sein Wissen mit der Community und hat als Blogger im deutschsprachigen Raum zu den WordPress-Anfängen Tipps und Tricks veröffentlicht. Seit April 2022 ist er als Redakteur für Strato tätig und verfasst Informationsartikel, insbesondere zu WordPress und Hosting-Themen. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher sowie über 60 Fachartikel publiziert und über hundert WordPress-Projekte betreut.