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IDC-Studie: Enterprise Mobility ist kein Nischenthema mehr

Von BYOD zu CYOD – wer zahlt, schafft an

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Unternehmen wollen künftig noch mehr den mobilen Zugriff insbesondere auf ERP-Anwendungen (43 Prozent); SCM (42 Prozent) und CRM (41 Prozent) ermöglichen. Um mobile Apps an die Anwender auszurollen, Updates sicherzustellen und diese zu verwalten, setzen Unternehmen neben klassischen Tools zur Softwareverteilung auch auf Enterprise App Stores. Aus Sicht der IT-Entscheider bieten diese Kontrolle, Sicherheit und Effizienz. Allerdings gab jeder zweite Business-Entscheider an, nach wie vor eine klassische Anfrage an die IT zu stellen, um mobile Apps zu beziehen. Die IT behält also noch das Zepter in der Hand – ob sie es will oder nicht.

Doch 62 Prozent der Mitarbeiter aus Unternehmen mit BYOD-Konzepten nutzen nicht nur die eigene Hardware, sondern auch private Software auf den Geräten für berufliche Aufgaben. Die Installation zusätzlicher Apps auf ihrem Smartphones oder Tablet-PCs und auch die Bedienung ist bereits bekannt. Darüber hinaus bieten einige IT-Abteilungen sowieso keine adäquaten Enterprise-Lösungen an. Was für die einen ein Graus ist, wir von anderen IT-Abteilungen toleriert. Acht von zehn Unternehmen mit BYOD-Konzept erlauben den Anwender private Apps für geschäftliche Zwecke. Dies kann zwar die Akzeptanz und Produktivität der Mitarbeiter erhöhen, evtl. auch Kostenvorteile und ein leichteres App-Management bringen. Am Ende ist die IT aber auch stückweise machtlos.

Eigenes Mobility-Budget in 2015

Dezentrale Mobility-Budgets stellen letztlich die Konsequenz einer längeren Entwicklung dar. Während die Fachbereiche bei IT-Entscheidungen früher gar nicht berücksichtigt waren, wurden sie in den zurückliegenden Jahren immer häufiger in den Entscheidungsprozess involviert und verfügen nun sogar teilweise über eigenes Budget. 53 Prozent der Business-Verantwortlichen gaben an, dass es ein entsprechendes Budget in 2015 in ihrem Fachbereich geben wird. Somit liegen die finanziellen Mittel nun zum Teil bei den Abteilungen, die letztlich von dem Einsatz mobiler Technologie profitieren sollen.

Liegt das Budget allerdings nicht mehr zentral bei der IT, kann es auch zu Kontrollverlusten für die IT führen; die Fachbereiche erhalten hingegen mehr Flexibilität. Aus IDC-Sicht sollten Business-Entscheider Investitionen nicht tätigen, ohne die IT ins Boot zu holen, um von deren Expertise bei der Beschaffung von mobiler Technologie zu profitieren.

Fazit

Aus IDC-Sicht werden Unternehmen in den kommenden Monaten mobile Technologien immer mehr als „Business Enablement“ und nicht als Risiko- und Kostenfaktor bewerten. Mehr die Vorteile und das Potenzial bei der Unterstützung der Fachbereiche werden im Vordergrund zukünftiger Enterprise-Mobility-Initiativen stehen. Unternehmen haben erkannt, dass der Nutzen von Enterprise Mobility wie produktivere Mitarbeiter und verbesserte Geschäftsprozesse keine Fiktion, sondern heute erschließbar ist. Dies sollten nicht nur Software- und Services-Anbieter sondern auch Hardware-Hersteller und Mobilfunkanbieter für sich nutzen. IDC erwartet insbesondere im EMM-Software-Markt, dass in den kommenden Monaten eine weitere Konsolidierung stattfinden wird.

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