Cloud Computing Virtual Conference – CCX QIV/21 Vom Wolf in der Schäfchenwolke

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

IT-Services aus dem Stand skalierbar zur Verfügung stellen – das geht am besten mit der Cloud. Und viele Unternehmen sicherten sich durch die Nutzung cloud-basierter Services ihr Geschäft während der Pandemie.

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Nach der Euphorie muss nun Struktur in die Cloud-Projekte gebracht werden, damit diese nicht von vorneherein zum Scheitern kommen.
Nach der Euphorie muss nun Struktur in die Cloud-Projekte gebracht werden, damit diese nicht von vorneherein zum Scheitern kommen.
(Bild: © MadCat13Shoombrat - stock.adobe.com)

Der Anfang ist für also gemacht. Jetzt geht es weiter mit der Migration und Modernisierung von Infrastrukturen und Applikationen. Wie genau und mit welchen zukunftsgerichteten Technologien erklären Expertinnen und Experten beim letzten Quartalsupdate der CCX-Reihe am 24. November 2021.

Unter anderen auch von Keynote-Sprecher Yves Sandfort. Er ist ausgewiesener VMware-Experte und mit seinem Unternehmen Comdivision Consulting GmbH auf die Architektur moderner Datenzentren spezialisiert. In seinem Vortrag „Mit der Cloud auf Wolke 7“ will er anhand von Projektbeispielen & Learnings die Knackpunkte der Cloud-Nutzung erklären.

CloudComputing-Insider: „Mit der Cloud auf Wolke 7“ klingt nach einem vielversprechenden Slogan. Was steckt dahinter?

Yves Sandfort: Wir werden uns ein konkretes Beispiel eines deutschen Finanzinstitutes ansehen, von den ersten Cloud-Services als klassische Schatten-IT, zur Ausweitung bis hin zum kompletten Project Freeze – also der Gefahr, dass das Projekt komplett auf Eis gelegt wurde – und wie das Ganze dann doch wieder in die Bahnen kommen kann.

Warum genau ist dieses Thema so wichtig?

Sandfort:Viele Unternehmen stolpern in die Cloud und kommen auch manchmal ins Trudeln, ähnlich wie vor vielen Jahren Firmen, die mit ERP erste „Erfahrungen“ sammelten. Nicht alles läuft rund, Cloud-Projekte werden auch heute immer wieder an der IT vorbei vorangetrieben. Hier ist es wichtig, das „Miteinander“ zu finden, die „Wolke 7“ der beteiligten Abteilungen. Damit niemand gegen den anderen arbeitet.

Was sind denn die derzeit wichtigsten technologischen bzw. marktbezogenen Entwicklungen in Ihrem Bereich?

Sandfort:Die Cloud wird mittlerweile auch in Deutschland mehr und mehr zum Standard, ohne dass viele Unternehmen aber klare Strategien haben. Es wird einfach „irgendwie“ und „mal schnell“ in die Cloud migriert. Dabei werden nicht unerhebliche Budgets verbraucht, da eine ganzheitliche IT-Strategie über drei bis fünf Jahre fehlt. Darüber möchte ich sprechen. Denn die Frage ist nicht „Cloud oder On-Prem?“. Die Frage ist „Wie sieht meine IT in einem Jahr, drei oder fünf Jahren aus?“. Erst so können wir Zieltechnologien und den Weg dahin festlegen.

Yves Sandfort, CEO der Comdivision Consulting GmbH.
Yves Sandfort, CEO der Comdivision Consulting GmbH.
(Bild: Fotografie Witte Wattendorff)

Was sind derzeit die größten Herausforderungen für Unternehmen?

Sandfort:Sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden und den Unterschied zwischen Verkäufern und Beratern erkennen. Die Unterschiede und Vor-/Nachteile verschiedener Clouds nutzen und die Cloud als Chance statt als Herausforderung zu sehen.

Worauf kommt es jetzt an?

Sandfort:Die Cloud ist auch nur eine Plattform. Und somit wird eine schlechte Plattformmigration mit der Cloud nicht besser. Unternehmen brauchen wieder klare kurz-, mittel- und langfristige IT- oder heute sagt man Digitalisierungsstrategien, die aktiv zum Unternehmensergebnis beitragen. Wir müssen weg vom Feuerlöschereinsatz hin zum präventiven Brandschutz, der auf langfristige Substanz setzt.

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Für Leser von CloudComputing-Insider, die in einem Unternehmen, einer Behörde oder bei einem IT-Partner Cloud-Aufgaben betreuen, ist die Teilnahme an der CloudComputing-Konferenz CCX QIV/21 kostenlos!

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