Studie zum digitalen Arbeitsplatz 2021 Szenarios für den Digital Workplace

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Verlässlicher Zugriff auf Informationen, digitale Tools und Prozesse – die Anforderungen an den digitalen Arbeitsplatz sind so groß wie nie zuvor. Die von Hirschtec und der SCM veröffentlichte „Marktübersicht Digitaler Arbeitsplatz 2021“ erläutert verschiedene Digital-Workplace-Szenarien.

Firmen zum Thema

Cloud-Services und der Evergreen-Ansatz definieren den neuen Standard.
Cloud-Services und der Evergreen-Ansatz definieren den neuen Standard.
(Bild: © – everythingpossible – stock.adobe.com)

Die Coronakrise habe den Wandel in Organisationen hin zu einem ganzheitlichen digitalen Arbeitsplatz beschleunigt, so die Verfasser der Studie. Mittlerweile sei die Enterprise-Collaboration-Plattform Microsoft 365/Office 365 in vielen Unternehmen etabliert bzw. werde von Mitarbeitern gefordert. Die SCM – School for Communication and Management und Hirschtec, eine Full-Service-Agentur für digitale Arbeitsplätze, untersuchen und erläutern in ihrer „Marktübersicht Digitaler Arbeitsplatz 2021“ verschiedene Digital-Workplace-Szenarios.

Die Studie soll Unternehmen, die nach dem passenden Digital-Workplace-Szenario für ihre spezifischen Bedarfe suchen, eine erste Hilfestellung geben und Orientierung vermitteln. Um das primäre Einsatzgebiet der jeweiligen Plattform zu definieren, seien die untersuchten Intranet- und Digital-Workplace-Lösungen den folgenden Clustern zugeordnet worden:

  • Enterprise Collaboration Platform: umfassende Systeme für eine standort- und länderübergreifende Zusammenarbeit als Basis des digitalen Arbeitsplatzes,
  • Information Platform: Add-on- und Plug-in-Lösungen zu den Enterprise-Collaboration-Plattformen, Classic Intranet, Social Intranet und Mobile Intranet, die den Schwerpunkt auf redaktionelle Inhalte legen,
  • Process Platform: Systeme, spezialisiert auf Prozesse und Workflows,
  • Collaboration Suite: Systeme, die alle Anforderungen bezogen auf Zusammenarbeit, Top-down-Information und Prozessabbildung in sich vereinen können,
  • Digital Hub: Rahmen, der um die verwendeten Applikationen gelegt werden kann, um den Nutzern Strukturierungsmöglichkeiten und Schnellzugriff zu gewährleisten.

Zudem habe man analysiert, inwiefern diese genannten Cluster die für einen digitalen Arbeitsplatz elementaren Schwerpunktbereiche (Information, mobiler Zugriff, Prozesse, Nutzerakzeptanz und Collaboration) funktional abdecken.

Die Studie zeige: Lösungen im Bereich der Add-ons und Plug-ins oder der Social und Mobile Intranets sollten echte Mehrwerte zum Standard von Microsoft 365/Office 365 bieten können. Prozessplattformen oder Classic Intranets würden nur noch selten im Digital-Workplace-Bereich eingesetzt, sondern sich stattdessen auf ihre Kernkompetenzen beschränken. Collaboration-Suiten seien auch für kleine Unternehmen nicht zwingend das richtige Szenario und – je nach Hersteller – auf andere Anwendungsfälle spezialisiert. Digital Hubs seien eine gute Alternative, wenn bereits Bestehendes mehr Struktur und Ordnung erhalten soll.

Darüber hinaus werde deutlich, dass der Evergreen-Ansatz und Cloud-Services den neuen Standard definieren. Für Unternehmen werde es umso wichtiger, auf Individuallösungen zu verzichten, stattdessen auf Standardlösungen zu setzen und dabei den digitalen Arbeitsplatz kontinuierlich zu analysieren sowie technologisch und inhaltlich weiterzuentwickeln. Die Wahl des richtigen Digital-Workplace-Szenarios werde damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen.

(ID:47069074)