OVHcloud Summit 2023 So sieht die Zukunft der Cloud aus

Von Lucas Schmidt 4 min Lesedauer

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Am 28. November fand im Pariser La Maison de la Mutualite mit über 1.500 Teilnehmenden das zehnte Jubiläum des OVHcloud Summit statt. In diesem Rahmen wurde unter dem Motto „Innovation für Freiheit“ eine Fülle an Neuigkeiten verkündet.

Bei der zehnten Auflage des Summits stellte OVHcloud gleich mehrere Neuerungen vor. Unter dem Motto „Innovation für Freiheit“ waren mehr als 1.500 Personen in Paris. (Bild:  Canva/Lucas Schmidt)
Bei der zehnten Auflage des Summits stellte OVHcloud gleich mehrere Neuerungen vor. Unter dem Motto „Innovation für Freiheit“ waren mehr als 1.500 Personen in Paris.
(Bild: Canva/Lucas Schmidt)

Eine dieser Neuigkeiten ist die Übernahme des deutschen Technologieanbieters Gridscale. Diese ermögliche neue Bereitstellungsmodelle und das Vorantreiben der internationalen Expansion. Mit der Technologie von Gridscale könne das Unternehmen sein Angebot innerhalb weniger Tage an neuen internationalen Standorten bereitstellen. Durch die Erweiterung des Public-Cloud-Universums im Edge-Bereich würden in den kommenden Monaten mehr als 18 neue Local-Zones in den Regionen EMEA, USA und ROW eingeführt, insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren 150 neue Local-Zones entstehen. Die ersten beiden Local-Zones, die die Technologie von Gridscale nutzen, befinden sich laut OVHcloud in Madrid und Brüssel und werden in den kommenden Wochen schrittweise eingeführt. Diese Zonen bieten eine Reihe von Diensten an, darunter Rechen-, Datei-, Block- und Netzwerkdienste einschließlich Public-IP.

Transparenz und Datenschutz

Weiter soll die Health-Data-Hosting-Zertifizierung im kommenden Jahr weiterentwickelt werden. Dies biete den Nutzern mehr Transparenz und Datenschutz gegenüber extraterritorialen Gesetzen. Außerdem soll jene HDS-Zertifizierung nun für die meisten der 40 Public-Cloud-Produkte verfügbar sein. Zusätzlich dazu tätige die Firma Investitionen in selbige Richtung:

  • Im Dezember 2023 wird OVHcloud ein drittes SecNumCloud-Rechenzentrum im französischen Gravelines eröffnen. Dieses ergänzt die bestehenden französischen SecNumCloud-Rechenzentren in Roubaix und Straßburg.
  • Ein neues Angebot für Bare Metal SecNumCloud sei in Arbeit. OVHcloud habe dafür kürzlich den Qualifizierungsprozess für SecNumCloud mit ANSSI begonnen.
  • OVHcloud plant, die SNC-Qualifikation auf die IaaS- und PaaS-Angebote auszudehnen. Das beginne mit der Aktivierung seines PaaS-Lösungsportfolios im Public-Cloud-Bereich, einschließlich Kubernetes, Datenbanken, Daten-Plattform und den neuesten KI-Lösungen.

Darüber hinaus setze sich OVHcloud für die Einführung eines einheitlichen Sicherheitszertifizierungssystems der Europäischen Union ein.

Nachhaltigkeit

Um die Messung des CO2-Fußabdrucks der IT-Infrastruktur zu erleichtern, stellt das Unternehmen den kostenfreien „Carbon-Calculator“ vor. Kunden könnten dadurch eine Schätzung des CO2-Fußabdrucks ihres Cloud-Verbrauchs erhalten, einschließlich Scope-3, der die Tatsache berücksichtigt, dass der größte Teil des Fußabdrucks eines Rechenzentrums mit dem Serverbetrieb und dessen Produktion verbunden ist.

Cloud-Native-Plattform mit über 40 Produkten

Zu den über 40 bereits verfügbaren Produkten stellt das Unternehmen eine Reihe neuer Lösungen vor, beispielsweise neue Compute-Instanzen. Diese neuen Recheninstanzen werden von AMD EPYC-Prozessoren angetrieben und bieten laut OVHcloud neue Anwendungsfälle für Arbeitslasten, die entweder eine ausgewogene Mischung aus Prozessor und Speicher (General Purpose B3), eine leistungsstarke Verarbeitung mit vielen Kernen (Compute Optimized C3) oder eine schnelle Verarbeitung von Speicherdaten (Memory Optimized R3) erfordern.

Auch neue Block- und Dateispeicher wurden vorgestellt, so wird die Public-Cloud bald von Block Storage mit NVMe über Fabric-fähige Speicheroptionen für Anwendungsfälle profitieren, in denen E/A entscheidend ist.

Weiter wurde das Angebot um MongoDB erweitert. Dies umfasst nun eine kostenlose Version, sodass Entwickler MongoDB mühelos in einer vertrauenswürdigen Cloud-Umgebung starten, testen und erforschen können, bevor sie ihre Projekte auf einer Produktions-Ebene skalieren.

Neues gibt es auch fürs Netzwerk: Hierzu gehören Layer-3-Netzwerkdienste, die Floating-IP, Load-Balancing und Gateways kombinieren sowie ein neuer vRack-Endpoint, um Anwendungsfälle rund um Netapp zu adressieren.

Zusätzlich wird das Sicherheits-Dashboard erweitert. Die Erweiterung soll die wichtigsten Sicherheitsereignisse darstellen können, die von Anti-DDoS-Mitigationsalgorithmen von OVHcloud abgefangen wurden, sodass Kunden ein besseres Lagebild ihrer Exponierung gegenüber Online-Bedrohungen haben.

Darüber hinaus wurde ein „Key Management Service“ und ein „Rancher Service“ ins Leben gerufen. Erster verwalte Verschlüsselungsschlüssel, um Kundendaten innerhalb der OVHcloud-Dienste und -Anwendungen zu schützen. Letzterer erleichtere Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien indem er benutzerfreundliche Lösungen für die mühelose Verwaltung von Kubernetes-Clustern über Rancher Single Pane of Glass bietet.

Ebenfalls verbessert wurde laut OVHcloud das Public-Cloud-Kundenerlebnis.

AI-PaaS-Lösungen auf KI-fähigen Infrastrukturen

AI-Deploy werde jetzt mit vortrainierten Modellen von verschiedenen Partnern, darunter Lettria und Voxist, angeboten und biete neue Rendering-Optionen. Bei der Entwicklung einer KI-fähigen Infrastruktur habe OVHcloud kürzlich eine große Anzahl von NVIDIA-Grafikprozessoren hinzugefügt, darunter H100, A100, L40S, L4, A10 und H100 SXM5 (für ausgewählte Kunden). Sie seien über dedizierte GPU-Instanzen und für ausgewählte GPUs als Rendering-Optionen für AI-Deploy verfügbar.

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KI mit Datensicherheit

Um KI allgemein zugänglich zu machen, hat OVHcloud folgende Lösungen angekündigt:

  • OVHcloud Data Platform: Eine neue End-to-End-Datenplattform, die eine Low-Code-Lösung für die Verwaltung der Datenpipeline und Analysen zur Verfügung stelle. Sie biete Kunden die Möglichkeit, Daten zu sammeln (mit mehr als 50 verfügbaren Konnektoren), zu speichern, zu verwalten, zu analysieren und zu visualisieren. Darüber hinaus stelle die neue Lösung sicher, dass die Daten vor unbefugten Zugriffen und Verstößen geschützt sind und gleichzeitig den Gesetzen und Vorschriften entsprechen.
  • OVHcloud AI App Builder: Der AI App Builder, der ab sofort als Alpha-Version zur Verfügung steht, sei eine vollständig verwaltete, serverlose Lösung, die eine einfache Möglichkeit biete, kontextualisierte generative KI-Apps und Chatbots zu erstellen.
  • OVHcloud AI Endpoints: Diese neue Lösung erleichtere den Zugang zu universellen KI-Modellen über einfache Schnittstellen und mache KI zu einem Gut, das nur wenig Vorkenntnisse erfordert. Durch die Nutzung der OVHcloud-Infrastruktur respektiere AI Endpoints vollständig den Datenschutz (Input/Output).

Quantencomputing und die Bare-Metal-Cloud

Die neuen Bare-Metal-Cloud-Produktlinien von OVHcloud sollen im Frühjahr 2024 mit der neuesten Generation von x86-Chips von AMD und Intel aktualisiert werden. Die HGR-Produktreihe werde mit der NVIDIA L40S-GPU für Rechenzentren für Arbeitslasten wie maschinelles Lernen, Big Data und Inferenz angeboten.

Abschließend positioniere sich das Unternehmen als Vorreiter in der Zukunftstechnologie Quantencomputing. OVHcloud stelle dafür kontinuierlich Ressourcen und Tools bereit, um die Entwicklung voranzutreiben.

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