Exoscale, AllSync Cloud Storage und Trans IP Big Storage Sichere Cloud-Speicher – Teil 30

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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In Teil 30 unserer langsam zu Ende gehenden Reihe zu sicheren Cloud-Speichern aus Deutschland, Europa und den Rest der Welt, gehen wir auf die drei Cloud-Speicher Exoscale, AllSync Cloud Storage und Trans IP Big Storage ein.

Cloud Storage Services unserer europäischen Nachbarn stehen im Fokus des 30. Teils unserer Artikelserie zu sicheren Cloud-Speichern.(Bild:  idambeer - stock.adobe.com)
Cloud Storage Services unserer europäischen Nachbarn stehen im Fokus des 30. Teils unserer Artikelserie zu sicheren Cloud-Speichern.
(Bild: idambeer - stock.adobe.com)

Seit dem ersten Teil unserer Artikelserie haben wir fast 100 sichere, datenschutzkonforme und performante Cloud-Speicherdienste aus Deutschland, Europa und auch außereuropäische Anbieter vorgestellt. Teil 30 ist den Cloud-Services von Exoscale, AllSync Cloud Storage und Trans IP Big Storage gewidmet.

Exoscale – Cloud-Speicher und Ressourcen aus der Schweiz

In unserer Reihe zu sicheren Cloud-Speichern sind auch einige Dienste aus der Schweiz dabei. Hier ist der Datenschutz auf einem ähnlichen Niveau wie in der EU. Die Schweizer Plattform Exoscale umfasst zahlreiche Dienste, einschließlich virtueller Maschinen, Containerorchestrierung und Objektspeicher. Die Abrechnung erfolgt meist über ein Pay-as-you-go-Modell, was Flexibilität bei sich verändernden Anforderungen ermöglicht. Besonders hervorzuheben ist die einfache Bedienbarkeit und die Fokussierung auf europäische Datenschutzstandards.

Zu den einzelnen Diensten von Exoscale gehören:

  • Compute Instanzen: Bereitstellung von virtuellen Maschinen mit verschiedenen Konfigurationsoptionen.
  • Managed Kubernetes: Unterstützung für Kubernetes-Cluster, vereinfacht das Management von Containeranwendungen.
  • Object Storage: Skalierbarer und sicherer Speicher für unstrukturierte Daten.
  • Database as a Service: Verwaltung von Datenbanken wie PostgreSQL ohne den Bedarf an internem Management.
  • Netzwerkfeatures: Dazu gehören Load Balancer, private Netzwerke und Floating IPs für flexibles Netzwerkmanagement.

Der Cloud-Anbieter stellt einen eigenen S3-kompatiblen Object Storage in der Cloud bereit. Die Oberfläche ist übersichtlich und leicht bedienbar, sodass sich schnell und unkompliziert große Datenmengen speichern lassen. Der S3-Object-Storage lässt sich problemlos an alle Anwendungen anbinden, die S3 unterstützen. Es ist auch möglich, eine Verbindung mit der GUI oder CLI aufzubauen. Dazu lassen sich eigene Endpunkte mit dazugehörigen Anmeldedaten festlegen. Ein direkter Zugriff per HTTPs ist verfügbar. Metadaten lassen sich im Storage ebenfalls nutzen. Dazu nutzt der Dienst unter anderem HTTP-Header, die in jeder Object-Storage-Anforderung enthalten sind. Exoscale verspricht, dass die Daten im Land des Kunden gespeichert werden, bietet aber auch die extra Sicherung der Daten an.

Bezahlt werden muss nur der verwendete Speicher in der Umgebung. Die Preisliste für den Dienst ist auf der Webseite zu sehen. Der Objektspeicher von Exoscale steht hochverfügbar zur Verfügung. Alle Daten, die in den Speicher geladen werden, synchronisiert Exoscale auf drei Knoten. Der SLA deckt 99,95 Prozent ab. Der Anbieter verspricht eine niedrige Latenz und hohe Bandbreite beim Zugriff. Für jedes Bucket können Admins eigene Berechtigungen festlegen und dadurch den Zugriff steuern.

AllSync Cloud Storage – aus den Niederlanden auf Basis von Nextcloud

AllSync Cloud Storage ist eine Cloud-Speicherlösung aus den Niederlanden, die sich auf die Datensynchronisation und -sicherung für individuelle Nutzer sowie Unternehmen spezialisiert hat. Das Unternehmen gibt es seit 2017. Neben der möglichen Synchronisierung von Daten zwischen den verschiedenen Geräten, kann AllSync auch für die Datensicherung und das Teilen von Dateien genutzt werden.

Zu den Hauptmerkmalen zählen hohe Sicherheitsstandards, Benutzerfreundlichkeit und vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten. Der Anbieter stellt seinen Dienst in den Ausbaustufen 10 GB (0.08 Euro/Monat), 100 GB (1 Euro/Monat) und 500 GB (2 Euro/Monat) zur Verfügung. Die Technik des Dienstes baut auf Nextcloud auf. Alle Daten speichert der Dienst in den Niederlanden. Der Anbieter stellt Apps für Windows, Linux, macOS, Android und iOS bereit.

Außerdem kann der Zugriff per WebDAV erfolgen. Dadurch lässt sich der Cloud-Speicher als virtuelles Laufwerk in die meisten Betriebssysteme mit einbinden. Zwischen diesen Betriebssystemen lassen sich Daten synchronisieren. AllSync wirbt mit seinem Schutz vor Ransomware, sodass die Lösung durchaus praktisch sein kann, um lokale Daten sicher vor Ransomware in der Cloud zu speichern.

Bestandteil des Dienstes ist ein Online-Office-System, mit dem Anwender direkt in der Cloud Dokumente und Tabellen erstellen können. Bei der Speicherung der Dateien stehen auch Versionen zur Verfügung. Die Datenübertragung erfolgt Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Mit den Apps für Android und iOS können Anwender auch direkt ihre Bilder von Smartphones in die Cloud sichern. Wenn gewünscht lassen sich Videos und Bilder direkt im Browserfenster anzeigen.

Mit dabei ist ein App-Store, über den sich weitere Dienste direkt in AllSync einbinden lassen. Dazu gehören Passwort-Manager, Kollaborationstools wie Videoanrufe, PDF Viewer ein Malware-Scanner und mehr. Eine Testversion bietet AllSync leider nicht an.

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Trans IP Big Storage – VPS in „oranje“

Trans IP Big Storage ist ein weiterer Cloud-Anbieter aus den Niederlanden. Mit TransIP Big Storage lassen sich zu virtuellen, privaten Servern (VPS), die ebenfalls bei Trans IP Big Storage gebucht werden können, virtuelle Datenträger hinzufügen, die eine Kapazität von bis zu 40 TB pro Datenträger umfassen können. Insgesamt lassen sich auf diesem Weg an einen privaten Server bis zu 10 Datenträger und einer Gesamtkapazität von bis zu 400 TB anbinden.

Damit können Unternehmen einen eigenen Server betreiben und darauf genügend Speicherplatz nutzen. Auf Basis privater Cloud-Lösungen wie Nextcloud können Unternehmen dadurch über Trans IP Private Clouds aufbauen. Das ist zwar etwas aufwendig, da die Installation und Betrieb des Servers selbst erfolgt, dafür behalten Unternehmen die komplette Kontrolle über ihre Daten. Der VPS kann darüber hinaus auch als Backup-Ziel für Rechenzentren genutzt werden.

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