Qunis unterstützt Implementierung als Pilotprojekt SAP Data Warehouse Cloud bei Murrelektronik

Quelle: Pressemitteilung 5 min Lesedauer

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Das Controlling der Unternehmensgruppe Murrelektronik hat in Zusammenarbeit mit Qunis seine BI-Landschaft auf die SAP-Cloud umgestellt. Ein spannendes Projekt, weil das Tool SAP Data Warehouse Cloud (DWC) zum Einführungszeitpunkt noch neu auf dem Markt war und selbst bei SAP kaum Praxiserfahrung vorlag.

Murrelektronik im baden-württembergischen Oppenweiler führte im Pilotprojekt die SAP Data Warehouse Cloud ein.(Bild:  © Alexander Becher)
Murrelektronik im baden-württembergischen Oppenweiler führte im Pilotprojekt die SAP Data Warehouse Cloud ein.
(Bild: © Alexander Becher)

Murrelektronik ist ein global tätiger Spezialist für dezentrale Automatisierungstechnik und mit Niederlassungen, Produktions- und Logistik-Standorten sowie Vertriebspartnern in 50 Ländern weltweit vertreten. Die vorhandene BI-Lösung, die von einem externen Beratungshaus betreut wurde, konnte das Reporting für den agilen Konzern nicht mehr abdecken. Vor allem die fehlende Flexibilität bei nötigen Anpassungen war problematisch und die erforderliche Umsetzungsgeschwindigkeit neuer Anforderungen in dieser Konstellation nicht mehr zu gewährleisten.

Mit SAP DWC Neuland betreten

Das zentrale Controlling wollte daher seine BI-Plattform modernisieren und im eigenen Haus ansiedeln, um die Datenmodelle selbst nach Bedarf anpassen zu können. Im Konzern mit starker SAP-Strategie lag der Umstieg auf SAP-Tools für die neue BI-Umgebung nahe. Besonders das noch relativ neu am Markt eingeführte SAP Data Warehouse Cloud (DWC) bot für die Controller ein interessantes Konzept: Zum einen ist es als Cloud-Technologie kosteneffizient einzuführen und einfach skalierbar.

Ein wichtiger Vorteil liegt zum anderen in der anwenderorientierten Entwicklung: Mit den sogenannten Spaces stellt SAP DWC einen Business Layer für die Datenmodellierung zur Verfügung, über den die Fachbereiche ihre eigenen Datensichten erstellen können. Das vereinfacht die Steuerung des DWH im Controlling und schafft die Voraussetzung für Self-Service-Szenarien im gesamten Unternehmen.

Die Entscheidung für SAP DWC stand zu Projektbeginn fest. Als mögliche Frontends schauten sich die Controller auch Tools außerhalb der SAP-Welt an. SAP Analytics Cloud (SAC) in Kombination mit DWC stellte sich dabei als die beste Lösung für Murrelektronik heraus.

Bei der Suche nach einem Realisierungspartner war Projektleiter Rafael Theiss klar, dass es so kurz nach Markteinführung von SAP DWC keinen Dienstleister mit großer Implementierungserfahrung für dieses Tool geben konnte. Im Auswahlverfahren überzeugte Qunis durch seine umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Data Warehousing, BI und Analytics mit Cloud- und On-Premises-Technologien, gepaart mit sehr hohem Engagement und Interesse an der DWC-Umgebung. Rafael Theiss, Business Data Analyst bei Murrelektronik, sah darin die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches gemeinsames Implementierungsprojekt im DWH-Neuland.

Agile Zusammenarbeit im Team

Nach ersten Vorarbeiten Ende 2020 startete die Implementierung mit Systemzugriff für das Projektteam auf die Datenquellen und das Altsystem im März 2021. Zunächst arbeiteten hauptsächlich Rafael Theiss und die Qunis-Beraterin an der Umsetzung, Rafael Theiss lobt die gute Zusammenarbeit: „In der komplett neuen Produktumgebung war ein fester Projektplan kaum einzuhalten. Qunis hat sehr flexibel und agil mit uns zusammengearbeitet und die DWC-Implementierung Schritt für Schritt mit uns umgesetzt.“

Rafael Theiss hebt besonders den Einsatz der QUNIS -Beraterin hervor, die mit hohem Engagement und lösungsorientiertem Vorgehen wesentlich zum Projekterfolg beitrug. Bei der Schnittstellen-Definition hat die IT-Abteilung das Kernteam unterstützt. Auch die Key User der Anwendung wurden zunehmend einbezogen. Erst in späteren Projektphasen kam dann ein „SAP Development Angel“ dazu, der hilfreiches Produktwissen einbringen konnte.

Wichtig für das Gelingen des Projekts war die flexible Reaktion von Qunis auf den Projektstatus. Durch vielfältige Herausforderungen im Pilotprojekt verzögerte sich der geplante Rollout-Termin um sechs Monate. Der Implementierungspartner begleitete das Team von Murrelektronik auch über die ursprüngliche Projektplanung hinaus bis zum erfolgreichen Go live und steht auch weiterhin als Ansprechpartner für die Controller bereit.

Datenplattform für über 600 Anwender

Seit Februar 2022 ist die Berichtsplattform weltweit bei Murrelektronik verfügbar. Nach einer kurzen Übergangsphase, in der Neu- und Altsystem parallel liefen, erfolgte der konsequente Umstieg in die SAP-Cloud, die seitdem als zentrale Berichtsumgebung mit einheitlicher Datenbasis im Konzern etabliert ist.

Fachlich hat das Projektteam das umfangreiche Reporting aus dem Altsystem übernommen und optimiert. Das neue Data Warehouse ist als ganzheitliche Lösung für derzeit 600 Anwender konzipiert. Kernthemen sind das Finanz- und Vertriebscontrolling, wobei auch vielfältige Analysen im operativen Bereich zur Verfügung stehen. Als hauptsächliche Datenquelle für die Auswertungen dient SAP ERP. Um das Analysespektrum zu erweitern, wird derzeit auch Salesforce als Quellsystem integriert.

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Ein wesentlicher Anspruch des zentralen Controllings ist dabei die Anwenderfreundlichkeit: Jeder soll das System einfach nutzen und verstehen können. Dazu trägt auch das Frontend SAP Analytics Cloud (SAC) bei, über das die Anwender komfortabel per Web auf ihre Berichte und Analysen zugreifen können.

Anforderungen schnell aus fachlicher Sicht umsetzen

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt gehört Murrelektronik zu den Vorreitern beim Einsatz von SAP DWC mit SAP SAC. Die Projektziele wurden erreicht: Der Wechsel der Plattform, die Verlagerung der Systemsteuerung ins eigene Haus und der Aufbau der entsprechenden internen Kompetenzen sind gelungen. Auch der Plan, mit dem anwenderorientierten DWC die Taktzahl im Anforderungsmanagement zu erhöhen, ist aufgegangen. Rafael Theiss bestätigt: „Mit SAP DWC haben wir die Datenmodelle im Controlling selbst in der Hand und können unser Data Warehouse jederzeit an neue Anforderungen anpassen.“

Die Anwender profitieren von übersichtlich visualisierten Daten im modernen Frontend. Anstelle der vorigen Excel-Tabellen stehen nun Berichte mit dynamischen Grafiken bereit. Die Berichtempfänger haben zudem deutlich mehr Auswertungen zur Verfügung und können selbst Analysen fahren. Das zentrale Controlling verfolgt hier ein Self-Service BI (SSBI)-Konzept, das über die jeweiligen Key User konzernweit etabliert wird. Auch hinsichtlich der SSBI-Strategie hat sich SAC zwischenzeitlich als das passende Frontend für Murrelektronik erwiesen.

Nach der Umsetzung vielfältiger neuer Anforderungen im Rahmen der Implementierung wird die Applikation derzeit mit Blick auf die Anwenderorientierung nachgeschärft. Wichtige Anliegen sind Rafael Theiss auch der Know-how-Aufbau im Umgang mit der Datenplattform in der gesamten Nutzergemeinde und die Sicherung der Datenqualität. Im nächsten Ausbauschritt soll das Data Warehouse dann um ein Planungstool ergänzt werden.

Die Projektpartner

Die Murrelektronik GmbH entwickelt und produziert hochmoderne dezentrale Automatisierungstechnik für Maschinen und Anlagen. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf vier Kernbereiche: Stromversorgung, Schnittstellen, Anschlussleitungen und IO-Systeme.

Qunis, mit Headoffice im oberbayerischen Brannenburg, steht Unternehmen bei allen Anforderungen im Themenfeld von Business Intelligence, Big Data, Advanced Analytics, Artificial Intelligence (AI) und Data Management zur Seite. Gegründet wurde das Unternehmen 2013 von Hermann Hebben und Steffen Vierkorn. Als Projektbegleiter unterstützt der Data & Analytics-Experte seine Kunden von der Idee über die Identifikation der Handlungsfelder bis hin zur Implementierung und nachhaltigen Verankerung in der Organisation.

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