DSAG-Technologietage 2014: Aufbruch in neue Technologiewelten

SAP-Anwender fordern Ausrichtung der Innovationen am Business

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Widersprüchliches Cloud-Geschäft

Und die Cloud? Hier zeigte sich eine interessante Diskrepanz. Zwar halten 34 Prozent der befragten IT-Leiter Cloud-Lösungen allgemein für interessant. Doch die Investitionen in die SaaS-Lösungen von SAP machen gerade mal 3 Prozent des Budgets für SAP-Anwendungen aus. (Es gibt ja auch hohe Aufwendungen für Beratung und Hardware).

Dies lässt mehrere Interpretationen zu: "Da findet wirklich kaum was statt", konstatiert Giraud nüchtern. Schon 2013 wurde seitens der von der DSAG deutschsprachigen Befragten an SuccessFactors & Co. etwa kaum Interesse gezeigt. In den Schwellenländern wie China, Afrika und dem Mittleren Osten (von Arabien bis Indien) könnte das Interesse größer sein. Hierzu liegen der DSAG aber keine Zahlen vor. Zweitens liegt für den Schreiber dieser Zeilen der Schluss nahe, dass die deutschsprachigen IT-Leiter lieber in die SaaS-Lösungen anderer Hersteller investieren, etwa in Salesforce.

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Bei der Umfrage stellte sich zudem heraus, dass die SAP-Budgets in 2014 zwar um 6 Prozent steigen, dieser Wert jedoch eine Halbierung des Wachstums von 2013 (11,2 Prozent) darstellt. Auch die gesamten IT-Budgets liegen mit 2,1 Prozent Zuwachs weit unter dem Wert von 5,9 Prozent in 2013. Der Schluss liegt erneut nahe, dass SAP seine Zuwächse eher in den Schwellenländern wie den BRIC-Staaten finden wird als in der alten Heimat.

Änderungen an der Technologiebasis

In der Keynote von Bernd Leukert, als Mitglied des globalen Vorstandes der SAP zuständig für Innovationen, wurde bereits angedeutet, wie die Walldorfer die von ihren Kunden und der DSAG geforderte Vereinfachung des SAP-Technologie-Stapels angehen wollen. Andreas Giraud fasste die Ausführungen Leukerts zusammen: "Das nach innen gerichtete Datenmodell in SAP ERP ändert sich dramatisch, wenn Tabellen wegfallen." Und auch an ABAP soll es Änderungen geben.

Giraud beruhigte die Kunden: "Aber nach außen gerichtet ermöglichen sogenannte 'Views', dass bestehende Programme sich von außen nach innen so verhalten können, als habe es keine Änderungen gegeben." So werde gewährleistet, dass das, was bisher funktioniert hat, auch zukünftig funktioniert - oder der Übergang nachvollziehbar dargestellt wird. "Der Vorteil besteht darin, dass sich die Architektur dahingehend vereinfacht, dass der Nutzer von der Beschleunigung der Abläufe profitiert, besonders in SAP Business Suite on Hana." Denn an diesem Produkt bestehe ein gewisses Interesse unter den Kunden.

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