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Betriebsbereite OpenStack-Plattform auf Linux-Fundament Red Hat OpenStack Platform 11 verbessert Ausbau von Cloud-Infrastrukturen

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Open-Source-Spezialist Red Hat hat mit OpenStack Platform 11 eine neue Version seiner Infrastructure-as-a-Service-(IaaS)-Umgebung angekündigt. Auf Basis des OpenStack-Releases „Ocata“ wird das Konzept kombinierbarer Rollen, neue Netzwerkfunktionalitäten und eine verbesserte Integration mit Red Hat CloudForms für das Cloud-Management unterstützt.

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Red Hat will Investitionsschutz bieten, indem innovative OpenStack-Implementierungen eingebunden werden können, ohne vorhandene Infrastrukturen opfern zu müssen.
Red Hat will Investitionsschutz bieten, indem innovative OpenStack-Implementierungen eingebunden werden können, ohne vorhandene Infrastrukturen opfern zu müssen.
(Bild: © peshkova - Fotolia)

Die OpenStack Platform 11 ist auf dem Enterprise-Grade-Fundament von Red Hat Enterprise Linux errichtet und basiert auf dem OpenStack-Community-Code. Um alltägliche Verwaltungsaufgaben zu vereinfachen, wurde Red Hat CloudForms in die neue Cloud-Plattform integriert. Red Hat CloudForms dient als Hybrid-Cloud-Management- und Monitoring-Plattform, die nicht nur OpenStack-Infrastrukturkomponenten überwacht, sondern auch die in einer vorhandenen Red Hat OpenStack Platform Cloud laufenden Workloads. Als Teil der OpenStack Platform 11 ermöglicht Red Hat CloudForms den Zugriff und die Steuerung von OpenStack Regions, Multiple Domains sowie Host Aggregates und bietet einen einheitlichen Überblick über den Cloud-Status und die -Effizienz. Mit den erweiterten Storage-Management-Features lassen sich zudem Volume-Snapshot-Aktivitäten wie Creation, Listing und Deletion umsetzen, was zu einer verbesserten Management-Effizienz der Cloud-Plattform führt. Darüber hinaus verfügt Red Hat OpenStack Platform 11 über eine enge Integration mit Red Hat Ceph Storage, was den Betrieb von Red Hat Ceph Storage auf einem OpenStack-Compute-Knoten ermöglicht. Damit lässt sich jetzt ein zuvor nur als Betaversion verfügbares Storage Mirroring nutzen, das dabei hilft, die Datenreplikation zwischen Standorten zu vereinfachen und die Datenwiederherstellung zu verbessern.

Verbesserte Ausbaufähigkeit

Die Vorläuferplattform verfügt bereits über anpassbare Rollen, mit denen Administratoren individuelle Profile für einzelne Services und Prozesse und deren jeweilige Anforderungen erzeugen können, indem sie individuelle, aktuell benötigte Services skalieren können und nicht die gesamte Cloud skalieren müssen. Dies trägt dazu bei, die betriebliche Effizienz zu verbessern und OpenStack-Umgebungen einfacher an individuelle Gegebenheiten anzupassen.

Allerdings ergeben sich dadurch auch neue Herausforderungen beim Upgrade auf eine neue Version. Red Hat OpenStack Platform 11 unterstützt daher die Upgrades kombinierbarer Rollen und ermöglicht so eine flexiblere und konsistentere Implementierung und Ausbaufähigkeit unter Einhaltung aller zentralen Aspekte des Lifecycle-Managements. Ferner können jetzt OpenStack-Services individuell zusammengefügt und zugewiesen werden. Für Administratoren bedeutet dies, dass sie ihren jeweiligen Anforderungen entsprechend Datenbanken, Proxies oder Messaging Services auf bestimmten Knoten betreiben können. Dazu gehört auch, dass sie im laufenden Betrieb individuelle Rollen hinzufügen können. Kunden und Partner agieren damit bei einem weiteren erfolgreichen Wachstum ihrer Cloud-Services flexibler.

Erweiterte Netzwerk-Funktionen

Die Unterstützung von Networking und Network Function Virtualization (NFV) spielt in OpenStack-Installationen eine zentrale Rolle. OpenStack Platform 11 bietet diesbezüglich mehrere neue Funktionen, die einerseits für Standard-Networking-Use-Cases und andererseits für anspruchsvolle Workloads von Telekommunikations-Service-Providern entwickelt wurden. Durch die vollständige Unterstützung von VLAN-fähigen virtuellen Maschinen (VMs) können OpenStack-basierte VMs – implementiert mit Open vSwitch (OVS) oder dem OVS Data Plane Development Kit (OVS-DPDK) – jetzt VLAN-verkapselten Traffic senden und empfangen. Zusätzliche Erweiterungen von OVS und dem DPDK bieten Telekommunikationsanbietern neue Features und Funktionen und sie können damit Performance-Verbesserungen erzielen.

Red Hat OpenStack Platform 11 wird in den nächsten Wochen im Red Hat Customer Portal und als Komponente von Red Hat Cloud Infrastructure und Red Hat Cloud Suite verfügbar sein. Im Rahmen seines Lifecycle-Modells unterstützt das Global Support Team von Red Hat die Kunden ein Jahr lang bei der Migration bzw. Upgrades auf künftige Versionen.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de