Bitpanda und TU Wien planen Multi-Blockchain-Tokensystem

Pantos überwindet Blockchain-Grenzen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Pantos vereint die Silben „pan“ im Sinne von „alles“ sowie das ergänzende Akronym „tos“ für „token system“.
Pantos vereint die Silben „pan“ im Sinne von „alles“ sowie das ergänzende Akronym „tos“ für „token system“. (Bild: Pantos)

Bitpanda und die TU Wien arbeiten gemeinsam an einem Multi-Blockchain-Tokensystem. Das soll Ressourcen bündeln, Arbitrage-Handel in Echtzeit ermöglichen und die aktuelle Signifikanz einzelner Blockchains messen.

Bitcoin ist die wohl prominenteste Kryptowährung, aber bei Weitem nicht die einzige. Aktuell listet Coinmarketcap.com über 1.500 Coins und Tokens. Die sind zwar nicht mehr alle quicklebendig, setzen mitunter auf Infrastrukturen Dritter auf und nutzen teils auch alternative Ansätze zur Blockchain. Dennoch glauben die Gründer der Handelsplattform Bitpanda, dass auch in Zukunft mehrere Blockchain-Netzwerke parallel existieren und konkurrieren werden: Um Investitionen, Ressourcen, Marktanteile und nicht zuletzt Wissen. Genau hier soll Pantos ansetzen und Möglichkeiten für nachhaltige Kooperationen zwischen den Plattformen schaffen.

Messgröße: Blockchain Domination Index

Mit Pantos werde es möglich sein, Tokens nahtlos, in Echtzeit und ohne Mittelsmann zwischen verschiedenen Blockchains zu transferieren. Trader erhalten so die Möglichkeit eines Arbitrage-Handels in Echtzeit – um von Preisunterschieden zwischen Paaren virtueller Währungen zu profitieren. Zudem planen die Pantos-Entwickler einen Blockchain Domination Index als neue, auf die Krypto-Ökonomie ausgelegte Messgröße. Die soll – ebenfalls in Echtzeit – anzeigen, wie die Tokens genutzt werden respektive auf verschiedenen Blockchains verteilt sind.

Zunächst startet das Pantos-Token (PAN) auf der Ethereum-Blockchain. Eine Unterstützung für Bitcoin, Litecoin, Lisk, Komodo und Wave soll folgen.

Bekannte Techniken für den Massenmarkt erschließen

Mit Atomic Swaps und Lightning Networks sind die grundlegenden Techniken für Pantos bereits bekannt. Die Initiatoren des Projektes wollen die entsprechenden Ansätze jedoch nun fit für den Massenmarkt machen, oder in anderen Worten: Eine Token Atomic Swap Technology (TAST) auf Open-Source-Basis entwickeln.

Wissenschaftlichen Beistand holt sich Bitpanda dabei bei Forschern der Technischen Universität Wien, der Arbeitsgruppe exploration space @ OAW der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie dem Research Institute for Future Cryptoeconomics (RIAT). Als Partner nennt Bitpanda im Pantos Vision Paper überdies Lisk, Waves, Komodo, SuperNet und Stratis. Weitere Kooperationen strebt man an.

ICO und Roadmap

Finanziert werden soll Pantos über ein zum 21. März angesetztes Initial Coin Offering (ICO). Dabei handele es sich explizit nicht um eine Start-up-Finanzierung. Maximal sollen beim ICO 400 Millionen PAN vergeben und 1.500 Bitcoin eingenommen werden; die Menge aller PAN ist auf eine Milliarde begrenzt.

Laut Roadmap werden PAN zunächst über die Bitpanda-Plattform transferiert. Letztendlich soll Pantos aber tatsächlich in ein komplett dezentralisiertes Multi-Blockchain Token System überführt werden.

Der Name Pantos leitet sich übrigens einerseits von der griechischen Silbe „pan“ im Sinne von „alles“; das ergänzende Akronym „tos“ steht für „token system“. Die Geschäftsführer der Pantos GmbH heißen Paul Klanschek sowie Eric Demuth und sind somit identisch mit denen der Bitpanda GmbH.

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