Studie von Splunk Pandemie verändert Einstellung zur Datennutzung

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Im Rahmen einer Studie hat Splunk die aktuelle Einstellung europäischer Unternehmen und Verbraucher zur Datennutzung während der COVID-19-Pandemie erforscht. Die Ergebnisse zeigen: Unternehmen nutzen neuartige Möglichkeiten, während Verbraucher eher vorsichtiger geworden sind.

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Splunk hat die Ergebnisse seiner aktuellen Studie zur Datennutzung in Pandemiezeiten veröffentlicht.
Splunk hat die Ergebnisse seiner aktuellen Studie zur Datennutzung in Pandemiezeiten veröffentlicht.
(Bild: Splunk)

Die Studie wurde von Censuswide durchgeführt. Insgesamt wurden 803 Führungskräfte von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeiter sowie 4.098 Verbraucher aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden befragt.

Zu den wesentlichen Ergebnissen zählt, dass die Mehrheit der Unternehmen Corona als Triebfeder für die Datennutzung in Geschäftsprozessen und Betrieb sieht. Parallel dazu ist das Vertrauen in die Resilienz der IT-Infrastruktur stark gesunken – deutsche Firmen sind hier noch am optimistischsten. Bei den Verbrauchern steigen derweil die Erwartungen an die Unternehmen bezüglich des Umgangs mit Kundendaten.

Ergebnisse aus Deutschland

64 Prozent der deutschen Unternehmen gaben an, dass Corona die Einbindung und Nutzung von Daten in ihre Prozesse beschleunigt hat. Zudem sehen 68 Prozent die verstärkte Datennutzung als Innovationstreiber. In 90 Prozent aller europäischen Unternehmen führte die Visualisierung von Echtzeitdaten zu besseren Entscheidungen. Daten und deren Auswertung werden als strategischer Wert für Planung und Entscheidungsfindung gesehen. Einsatzgebiete sind vor allem das Monitoring unternehmensinterner Performance-Metriken (73 Prozent) und die eingehende Betrachtung von Kundendaten (69 Prozent).

„Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft haben den Unternehmen deutlich vor Augen geführt, dass sie die neuen Möglichkeiten des Datenzeitalters nutzen müssen, um zu überleben“, erklärt Frederik Maris, Vice President EMEA von Splunk. Eine am Geschäftsziel ausgerichtete Datenstrategie könne die Qualität der Entscheidungsfindung in Unternehmen verbessern. Allerdings: „Um im Datenzeitalter erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen Verbraucher und ihre Bedenken hinsichtlich der Sicherheit ihrer Daten stets berücksichtigen“, so Maris.

Sorge um Infrastrukturbelastbarkeit

Die Studie zeigt aber auch sinkendes Vertrauen in die Belastbarkeit der IT-Infrastruktur. Hierzulande ging das Vertrauen in die IT-Resilienz um 9 Prozent zurück, in Frankreich gar um 24 Prozent. Dies liegt insbesondere daran, dass im Zuge der Corona-Krise und verstärktem Homeoffice-Einsatz Schwachstellen innerhalb der IT offenbar wurden. Optimierungspotenzial bei der Datenverarbeitung sehen 68 Prozent der deutschen Firmen. 88 Prozent sehen aber seit dem vergangenen Jahr eine Verbesserung im Interpretieren von internen und externen Daten.

Verbraucher sehen die Datenverarbeitung aber kritisch: So würden sie ihre Telefonnummer eher einer Bank (59 Prozent) als einem IoT-Unternehmen (12 Prozent) geben. 68 Prozent der Deutschen lehnen personalisierte Gesundheitswarnungen ihrer Smart Watch ab. Gleichzeitig hätten aber 42 Prozent kein Problem mit einer automatisch erstellten Einkaufsliste ihres smarten Kühlschranks. Nur 14 Prozent würden mehr Browser-Daten für ein personalisiertes Nutzererlebnis teilen. Allgemein sind bessere Erklärungen des Datenschutzes nötig: 47 Prozent der Verbraucher lesen Datenschutzerklärungen auf Websites selten oder gar nicht durch. Die Gründe dafür sind simpel – die Erklärungen sind unverständlich (16 Prozent) oder schlicht zu lang (54 Prozent).

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