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Aktualisierte Dateien werden schneller synchronisiert ownCloud kündigt „Delta Sync“ an

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Ab dem nächsten Major Release soll ownCloud aktualisierte Dateien bedeutend schneller als bisher synchronisieren. Per „Delta Sync“ werden lediglich modifizierte Inhalte hoch- oder heruntergeladen.

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„Delta Sync“ fußt auf dem ZSync-Algorithmus.
„Delta Sync“ fußt auf dem ZSync-Algorithmus.
(Bild: ownCloud GmbH)

Mit „Delta Sync“ wollen die ownCloud-Macher ihren Nutzern einen Wunsch erfüllen, der schon seit einigen Jahren in der Community bestanden habe. Das Feature wird künftig dafür sorgen, dass aktualisierte Dateien nicht mehr komplett über das Netzwerk geschickt werden müssen. Stattdessen sollen nur noch die tatsächlich veränderten Informationen übertragen und bestehende Files damit modifiziert werden.

Die auch als „Delta-Kodierung“ bekannte Funktion könne Transfervolumen „radikal“ reduzieren, verspricht der Anbieter und nennt als Beispiel eine 50 GByte große Videodatei. Bisher musste diese auch dann noch einmal komplett übertragen werden, wenn lediglich ein Cover-Bild ergänzt werden sollte. Künftig soll es genügen, lediglich das „Delta“ in einer Größenordnung weniger MByte über das Netz zu senden.

„Delta Sync“ fußt auf dem ZSync-Algorithmus. Die Funktion wurde von einem Community-Mitglied entwickelt; Unterstützung kam vom ownCloud-Entwicklerteam und zahlreichen Kontributoren, die teils dreistellige Geldbeträge beisteuerten.

Das Leistungsmerkmal funktioniert mit unkomprimierten Dateien. Zu den unterstützten Formaten zählen die Entwickler Krypto-Container (beispielsweise VeraCrypt), Images von Datenträgern oder virtuellen Maschinen, Video und Audio in Rohformaten, Bilder (SVG, TIFF, BMP, DNG), Textdateien, Tar-Archive sowie Microsoft-PST-Dateien.

„Delta Sync“ soll im nächsten Major Release und noch 2018 offiziell veröffentlicht und ausgiebig getestet werden. Nach Stabilisierung und Performance-Optimierung werde das Feature schließlich allen ownCloud-Nutzern bereitgestellt. Serverseitig werde die Lösung unter AGPLv3 lizenziert, für Clients gilt GPLv2 – damit könne die Funktion von der Community frei verwendet und weiterentwickelt werden, so der Anbieter.

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