OVHcloud hat im Internet seine Partnerveranstaltung OVHcloud Ecosystem Experience, einen dreitägigen Online-Event mit 150 Rednern, abgehalten. Zur Eröffnung gab das Management seine Einschätzung der Cloud-Lage ab.
OVHcloud verfügt über 400.000 Server in 31 Rechenzentren auf vier Kontinenten. Um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern habe man bereits 2003 in den hauseigenen Rechenzentren Wasserkühlung eingeführt.
Den Schwerpunkt will man in naher Zukunft auf „Green Technology“ legen, so Falk Weinreich, General Manager Central Europe, gegenüber CloudComputing Insider. Weinreichs zentrale Botschaft aber lautete: „Wir wachsen!“ OVHcloud habe seine Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut, um regionalen Marktbesonderheiten gerecht zu werden. Darüber hinaus habe man sich personell erweitert. Das Wachstum schließe aber ein ökologisches Engagement nicht aus, im Gegenteil, so Weinreich.
Falk Weinreich, General Manager Central Europe
(Bild: Müller)
Der ökologischen Fußabdruck muss kleiner werden
OVHcloud verfügt über 400.000 Server in 31 Rechenzentren auf vier Kontinenten. Um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern habe man bereits 2003 in den hauseigenen Rechenzentren Wasserkühlung eingeführt, was zu einer Stromverbrauchseffizienz (PUE) im Bereich von 1,3 bis 1,09 führte. „Wir benötigen nur ein Glas Wasser, um einen Server zehn Stunden lang zu kühlen, während der Branchendurchschnitt dafür eine volle Flasche Wasser benötigt. Wir betreiben unsere Rechenzentren in CO2-armen Netzen, nutzen bestehende Gebäude für die Einrichtung und recyclen Komponenten für einen zweiten und dritten Einsatz. Wir wissen, dass wir hinsichtlich Energie, Wasser und CO2 große Ziele erreichen können. Deshalb müssen wir jetzt handeln“, erklärt François Sterin, EVP Industry bei OVHcloud.
François Sterin, EVP Industry bei OVHcloud
(Bild: Müller)
Sterin verpflichtete OVHcloud auch zu einem ehrgeizigen Ziel: Bis 2025 soll mit einem vollständig erneuerbaren Energiemix Klimaneutralität erreicht werden. Darüber hinaus plant OVHcloud, bis 2030 das Ziel der Netto-Null-Emission zu erreichen. Dazu definiert der Anbieter fünf Bausteine für eine starke Nachhaltigkeitsagenda: Monitoring, Design, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und die Mobilisierung des Ökosystems. Als Teil dieser Roadmap sei man auch eine Partnerschaft mit dem europäischen Forschungsinstitut Inria eingegangen, um das Monitoring zu verbessern. Weinreich betonte zudem, dass man trotz – oder vielleicht gerade wegen – des ökologischen Engagements „zu den günstigsten“ Anbietern zähle.
Gewappnet mit neusten Technologien
OVHcloud hat außerdem sein Lösungsportfolio erweitert. Die Botschaft an die Partner lautet laut Weinreich, dass man in Sachen neue Technologien immer up-to-date und zuverlässig sei. Für ihn stellt die Kombination aus Künstlicher Intelligenz und Open Source Software die zentrale Säule der IT-Zukunft dar. Aus diesem Grund habe man erst kürzlich die OpenIO- und EXTEN-Technologie übernommen und stelle nun eine komplette KI-Toolbox zur Verfügung. Mit ihr sollen Anwender in der Lage sein, ihre eigene KI-Lösung zu erstellen oder einsatzbereite KI-Anwendungen zu verwenden, die auf dem OVHcloud-Ökosystem basieren.
„OVHcloud AI Solutions“ werde KI-Tools und branchenspezifische Lösungen ausgewählter Partner zur Verfügung stellen. Dazu sollen die Tools und Angebote der Partner über alle OVHcloud-Angebote hinweg integriert werden. „Zusätzlich zu den zwei neuen Rechenzentren, die wir in diesem Jahr eröffnet haben, um spezifischen Anforderungen hinsichtlich Souveränität gerecht zu werden, wird dieser neue Baustein ein wichtiger Schlüssel sein, um unseren Cloud-Nutzern die besten KI-Lösungen in einem offenen und vertrauenswürdigen Framework zur Verfügung zu stellen“, so Alain Fiocco, CTO von OVHcloud, in der Eröffnungs-Pressekonferenz.
Alain Fiocco, CTO von OVHcloud
(Bild: Müller)
Große Hoffnung auf Gaia X
Immer wieder thematisierte die Konzernspitze auch das deutsch-französische Gaia-X-Projekt, bei dem man Gründungsmitglied ist. Man untermauere das Engagement durch „groß angelegte“ Projekte: Unter anderem sei man die strategische Partnerschaft mit T-Systems eingegangen, um gemeinsamen eine souveräne Plattform für die Entwicklung von Public-Cloud-Technologien aufzubauen. Diese soll als erste den Empfehlungen von Gaia X entsprechen. Darüber hinaus verstärkt das Unternehmen seine Security-Roadmap, um Qualifizierungen wie C5 (Deutschland), SecNumCloud (Frankreich) oder AgID (Italien) zu erreichen.
Zusätzlich mobilisiert das Unternehmen mehr als 160 Akteure im Software-Bereich (Thales, Servicenow, Qare und andere) über das Programm Open Trusted Cloud, dessen Kern die Einhaltung gemeinsamer europäischen Werte ist. Schließlich arbeitet es Hand in Hand mit strategischen Partnern wie Capgemini oder Sopra Steria, um alle Arten von Anwendungsfällen zu unterstützen.
Erst vor wenigen Tagen hatte man zusammen mit dem Berliner Cyber-Security-Unternehmen Madana ein gemeinsames „Confidential-Computing“-Angebot vorgestellt. Nach den Prinzipien der Gaia-X-Initiative wolle man eine Basis für ein sicheres und zuverlässiges Ökosystem auf der Grundlage modernster Technologien schaffen. Kunden können ihre Daten auf Servern von OVHcloud hosten, während ihre Daten und Anwendungen durchgängig in sicheren Umgebungen gespeichert und verarbeitet werden.
„Die IT-Branche ist bereit, sie investiert massiv und entwickelt Lösungen, die zu den besten auf dem Markt gehören“, so Michel Paulin, CEO von OVHcloud. „In den kommenden Monaten werden wir uns mit den Behörden austauschen, um sie bei der Identifizierung von Projekten zu unterstützen, die Wachstum und Innovation fördern werden.“
Stand: 08.12.2025
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