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Dezentrale Architektur bringt Daten näher zum Nutzer Nextcloud 12 als Basis für „Global Scale“

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Die finale Version von Nextcloud 12 ist verfügbar. Blies der Anbieter beim Start der Beta noch zum Angriff auf Microsofts Office 365, stellt er nun die „Global Scale“-Architektur in den Vordergrund – für mehr Skalierbarkeit, Datenschutz und Performance.

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Nextcloud 12 ist final, an den „Global Scale“-Komponenten Global Site Selector und Balancer arbeitet der Anbieter noch.
Nextcloud 12 ist final, an den „Global Scale“-Komponenten Global Site Selector und Balancer arbeitet der Anbieter noch.
(Bild: Nextcloud)

Nach fünfmonatiger Entwicklung und drei Wochen intensiven Testens hat Nextcloud nun die finale Version 12 der gleichnamigen Lösung für Enterprise File Sync & Share (EFSS) freigegeben. Mit der will der Hersteller nicht nur zahlreiche neue Collaboration-Funktionen bieten, sondern auch die ersten Komponenten einer „Global Scale“-Architektur liefern. Mit dem Ansatz können Nutzer ihrer Daten auf Nodes an verschiedenen Standorten weltweit verteilen.

Dank der dezentralisierten – und gemeinsam mit verschiedenen europäischen Universitäten entworfenen – Architektur sollen Kunden nicht nur Kosten sparen, sondern die EFSS-Lösung auch auf hunderte Millionen von Nutzern skalieren. Überdies helfe der Ansatz, Daten gezielt an bestimmten geographischen Lokationen zu speichern – etwa aus regulatorischen Gründen oder um Daten für mehr Performance näher zum Endanwender zu bringen.

Wenngleich Nextcloud „Global Scale“ bereits recht ausführlich beschreibt, befinden sich dahinter stehende Verfahren derzeit noch im Entwicklungsstadium. Über „federated activities“ könnten Nutzer von Nextcloud 12 bereits nachvollziehen, was mit den Daten passiert, die mit anderen Nodes geteilt werden. Zudem existieren Implementierungen eines Lookup Servers, der die gemeinsame Nutzung von Daten vermittelt sowie für QoS-Metriken und Quota-Einstellungen zuständig ist.

Eine GSS-App (GSS = Global Site Selector) will Nextcloud interessierten Nutzern in den nächsten Tagen zum Test bereitstellen – die Komponente leitet Nutzer zu genau dem Node, auf dem seine Daten aktuell gespeichert sind. Erst in den kommenden Monaten soll derweil ein so genannter „Balancer“ folgen, der die Last auf einzelnen Nodes überwacht und Nutzer entsprechend gültiger QoS-Einstellungen zwischen Nodes migriert.

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