Analyse

Nachfrage nach Blockchain-Experten steigt

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Der Hype um die Blockchain hält an: Immer mehr Unternehmen suchen verstärkt Fachkräfte auf dem Gebiet.
Der Hype um die Blockchain hält an: Immer mehr Unternehmen suchen verstärkt Fachkräfte auf dem Gebiet. (Bild: Pixabay / CC0)

Wer auf den Blockchain-Zug aufspringen möchte, der braucht jemanden im Unternehmen, der sich mit der komplexen Technologie auskennt. Eine aktuelle Analyse zeigt: Insbesondere große Unternehmen suchen momentan verstärkt nach Unterstützung beim Thema Blockchain.

Mehr als 1.500 offene Stellen im Blockchain-Bereich
Mehr als 1.500 offene Stellen im Blockchain-Bereich (Bild: Joblift)

Der Blockchain-Hype führt nicht nur dazu, dass immer mehr Unternehmen überlegen, wie sie die offenbar erfolgsversprechende Technologie selbst einsetzen können, sondern auch zu einer verstärkten Nachfrage nach Blockchain-Experten, die sich mit der recht komplexen Technologie auskennen. In den letzten 24 Monaten entstanden in den 131 deutschen Blockchain-Startups insgesamt 737 neue Jobs, die Nachfrage nach Blockchain-Expertise in anderen Unternehmen stieg auf noch einmal 790 offene Stellen. Das fand die Jobplattform Joblift in einer Analyse aller 15 Millionen Stellenanzeigen der letzten 24 Monate heraus. Zusammen inserierten etablierte Unternehmen und Startups in dieser Zeit über 1.500 Jobangebote mit Bezug zur Blockchain.

Demnach schrieben die Startups in den letzten zwölf Monaten 78 Prozent mehr Stellen aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, die Jobs für Fachkräfte in anderen Firmen haben sich in derselben Zeit vervierfacht. Mehr als jede zweite Stelle entstand dabei in Großkonzernen mit mehr als 1.000 Angestellten, obwohl diese nur rund ein Fünftel der gesamten Stellen deutschlandweit ausschreiben.

Startups: Blockchain vorrangig im Finanzsektor

Weiterhin zeigte die Analyse, dass Startups bisher vorrangig Blockchain-Lösungen im Finanzsektor entwickeln, um beispielsweise Banking- oder Versicherungsprozesse zu verbessern – 37 Prozent der Jobs entstanden in diesem Bereich. Weiterhin beschäftigen sich Blockchain-Startups häufig mit Logistik und Handel sowie der Gesundheitsbranche (15 bzw. sieben Prozent der Stellen). In anderen Unternehmen der Finanzbrache scheint die neue Technologie jedoch weniger bedeutend zu sein: Mit 24 Prozent der Stellen landen Banken und Versicherungen nur auf Platz zwei nach der Transport- und Logistikbranche mit 25 Prozent der Jobs außerhalb von Startups. Auf Platz drei folgt der Energiesektor, in dem zwar weniger Blockchain Startups aktiv sind, dafür jedoch zehn Prozent der Jobs in sonstigen Unternehmen entstehen.

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Als deutsche Blockchain-Hauptstadt entpuppt sich insgesamt wenig überraschend Berlin. Dort sitzen nicht nur 67 der 131 Blockchain Startups und inserieren fast die Hälfte aller Startup-Jobs, auch zwölf Prozent der sonstigen Blockchain-Stellen entstehen in der Spreemetropole. Daneben bildet sich in Frankfurt am Main ein weiteres Zentrum für die Blockchain Blockchain – jeder zehnte Blockchain Job in Startups und anderen Unternehmen entsteht dort. Auf Platz drei finden sich bei den Blockchain-Startups München mit fünf Prozent der Stellen und in sonstigen Unternehmen Dresden mit acht Prozent aller Inserate.

Blockchain-Jobs in Beratung oder Forschung

Während die konventionellen Unternehmen für das Thema Blockchain vor allem in den Bereichen Software Entwicklung (35 Prozent der Stellen), Consulting (zwölf Prozent) sowie Forschung und Entwicklung (fünf Prozent) nach Unterstützung suchen, sind Blockchain-Startups bereits einen Schritt weiter: Mit 13 Prozent der Jobs bei Startups spielen Software Developer zwar immer noch eine große Rolle, auf Platz zwei und drei der meistgefragten Jobs finden sich allerdings zu besetzende Business Development (acht Prozent der Inserate)- und Marketing-Positionen (fünf Prozent)

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