Multicloud-Umgebungen steuern Ein einheitlicher Ansatz für die zukunftssichere IT

Ein Gastbeitrag von Wolfgang Huber* 3 min Lesedauer

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Cloud Computing ist für Unternehmen, die Flexibilität, Skalierbarkeit und Effizienz vorantreiben möchten, unverzichtbar geworden. Laut einer ESG-Studie von Infoblox nutzen 91 Prozent der Unternehmen weltweit inzwischen zwei oder mehr Public-Cloud-Anbieter. Dieser Shift zu Multicloud-Strategien, bei dem Unternehmen die Dienste mehrerer Anbieter nutzen, hat jedoch auch seine Schattenseiten.

Die wachsende Komplexität beim Management unterschiedlicher Cloud-Umgebungen stellt IT-Teams vor enorme Herausforderungen.(Bild:  KI-generiert)
Die wachsende Komplexität beim Management unterschiedlicher Cloud-Umgebungen stellt IT-Teams vor enorme Herausforderungen.
(Bild: KI-generiert)

Der größte Vorteil von Multicloud-Umgebungen liegt in ihrer Flexibilität: Unternehmen können den besten Service für jede Anwendung wählen, ohne von einem einzelnen Anbieter abhängig zu sein. Diese Freiheit führt jedoch häufig zu mehr Ineffizienz. IT-Teams müssen die Systeme in Echtzeit reibungslos am Laufen halten und gleichzeitig verschiedene Plattformen steuern, die nicht immer gut miteinander harmonieren.

Das Silo-Problem: Isolierte Clouds, isolierte Lösungen

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Anbietern wie Amazon, Microsoft oder Google erscheint auf den ersten Blick sinnvoll, resultiert jedoch häufig in der Entstehung von Silos. Diese isolierten Umgebungen erschweren die Steuerung kritischer Netzwerke wie Domain Name System (DNS), Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) und das IP-Adressen-Management über die gesamte digitale Infrastruktur des Unternehmens hinweg. Ohne nahtlose Integration, wird das Management ineffizient, die Kosten steigen und das Risiko menschlicher Fehler nimmt zu, was die gesamte Netzwerkstabilität und das Tagesgeschäft gefährdet.

Spreadsheets können nicht mehr mithalten

Umso erstaunlicher, dass Unternehmen weiterhin auf manuelle Methoden wie Tabellenkalkulationen setzen, um ihre IP-Adressen zu verwalten. Während dies in kleinen Einrichtungen funktionieren mag, wird es in einer Multicloud-Umgebung zur tickenden Zeitbombe. Unternehmen sollten ihr Geschäft nicht auf der Hoffnung aufbauen, dass es in ihrem Fall schon gutgehen wird.

IP-Konflikte, schlecht organisierte Netzwerke und fehlende zentralisierte Kontrolle können zu kostspieligen Ausfällen führen, die die Produktivität zum Erliegen bringen. Ein modernes, transparentes und zentralisiertes Management-System ist unerlässlich, um Fehler zu minimieren, Kosten zu kontrollieren und Sicherheit zu gewährleisten.

Fragmentiertes DNS-Management: Ein vermeidbares Risiko

DNS-Dienste in Multicloud-Umgebungen sind oft fragmentiert, da jeder Anbieter unterschiedliche Management-Tools nutzt. Diese Vielfalt an Tools führt häufig zu Ineffizienz und Sicherheitsmängeln, da IT-Teams dazu gezwungen sind, zwischen verschiedenen Interfaces zu wechseln und sich mit einem Flickenteppich aus Workflows zu beschäftigen.

Ohne ein zentralisiertes System ist es schwierig, verschiedene Probleme zu identifizieren, was zu verzögerten Reaktionen auf Sicherheitsvorfälle oder Ausfälle führt. Zudem greifen Teams in diesen Umgebungen häufig auf manuelle Workarounds zurück, die wenig produktiv sind und das Risiko menschlicher Fehler erhöhen.

Wie Zukunft liegt in vereinheitlichtem Netzwerk-Management

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen Unternehmen ein einheitliches Management-System für kritische Netzwerkdienste einführen. Indem das Management von DNS, DHCP und IP-Adressen über eine einzelne Plattform erfolgt, können Unternehmen die Kontrolle zurückgewinnen, die Sichtbarkeit verbessern und effizienter arbeiten – kurz gesagt: Sie nutzen das volle Potenzial der Multicloud-Umgebungen.

Diese einheitliche Management-Ebene ermöglicht zentralisierte Konfigurationen, verhindert menschliche Fehler und sorgt für Konsistenz zwischen allen Cloud-Umgebungen. Automatisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ein einheitliches System ermöglicht es IT-Teams, Workflows über alle Plattformen hinweg zu automatisieren, was letztlich zu einem schnelleren Rollout von Anwendungen führt und die Effizienz im Betrieb erhöht. Die Skalierung der Infrastruktur erfolgt schneller und kosteneffektiver, da Änderungen jetzt mit minimalem Aufwand umgesetzt werden können.

Eine einheitliche Plattform stärkt auch die Sicherheit, da konsistente Richtlinien über sämtliche Umgebungen hinweg durchgesetzt werden. Sicherheitslücken, die durch fragmentierte Dienste verursacht werden, können geschlossen und so eine schnelle Anwendung von Patches und Updates sichergestellt werden. Mit einem besseren Überblick können Gefahren einfacher identifiziert und proaktiv bewältigt werden. Zudem wird die Einhaltung von Compliance-Richtlinien erleichtert, indem zentrale Audit- und Reporting-Features aufgesetzt werden.

Das volle Potenzial der Multicloud ausschöpfen

Obwohl Multicloud-Strategien ein hohes Maß an Flexibilität bieten, bringen sie auch Risiken mit sich, die nur durch standardisiertes und automatisiertes Netzwerk-Management gemindert werden können. Eine zentrale Plattform vereinfacht nicht nur den aktuellen Betrieb, sondern macht die gesamte IT-Infrastruktur zukunftssicherer. Sie ermöglicht die nahtlose Integration neuer Technologien, ohne die Komplexität zu erhöhen, sodass sich Unternehmen schnell auf neue Anforderungen einstellen können.

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Unternehmen, die ein einheitliches Management für Multicloud-Umgebungen einführen, optimieren nicht nur Kosten und Performance, sondern schaffen auch die Grundlage für langfristige Agilität und Innovation.


* Der Autor Wolfgang Huber ist Senior Regional Director Central Europe bei Infoblox.

Bildquelle: Infoblox

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