Anbieter zum Thema
Savety first
Hat sich das Unternehmen für die Anwendungsauslagerung in die Wolke entschieden, sollte es auch beachten, dass Cloud-Anbieter ihr Sicherheitskonzept offen legen und nachweisen können, welche Maßnahmen sie entsprechend ergreifen. Microsoft Office 365 verfügt über diverse Zertifizierungen wie ISO 27001, EU Safe Harbour und FERPA (Family Educational Rights and Privacy Act).
Für Scherm liegen die größten Vorteile der Microsoft-Lösung darin, „dass Office 365 als Hybridmodell zusammen mit On-Premise-Infrastrukturen implementiert werden kann.“ Weil diese hybride Infrastruktur auf Basis eines einheitlichen Active Directory verwaltet wird, merkt der Nutzer gar nicht, dass er seinen Dienst aus der Cloud bezieht.
So kann die Lösung für selektierte Nutzer oder Anwendungen eingesetzt werden, bei gleichzeitigem Hosten ausgewählter Daten im eigenen Rechenzentrum. „Das ist besonders wichtig, da in manchen Branchen wie etwa der Finanzindustrie noch Sicherheitsbedenken vorherrschen oder weil Daten aufgrund rechtlicher Regulatorien nur in einem bestimmten Land lagern dürfen”, so Scherm.
Abkürzungen erwünscht
Neben dem Sicherheitsaspekt sollten Unternehmen auch prüfen, welche Ziele sie konkret mit der Auslagerung von Anwendungen erreichen wollen, sei es die Kostenersparnis oder die flexible Anpassung an sich verändernde Unternehmensbedürfnisse.
Die Cloud-Lösung sollte also nach Anzahl der User einfach skalierbar sein. Scheiden Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus oder kommen neue Personen hinzu, sollten Lizenzen flexibel erworben oder reduziert werden können.
Aber auch die zeit- und standortunabhängige Verfügbarkeit, etwa für mobile Mitarbeiter, ist hier ein weiterer Vorteil. So können sämtliche Office-365-Anwendungen über feste Clients sowie auch über verschiedene Eingabegeräte wie Mobile Devices, die beispielsweise über das Betriebssystem Windows Phone 7, iPhone oder BlackBerry OS verfügen, abgerufen und genutzt werden.
Das Ziel im Blick
Einer der Hauptvorteile des Cloud Computings ist der Kostenaspekt. Zum einen wird die Nutzung von Anwendungen verbrauchsabhängig abgerechnet, zum anderen muss nicht vorher groß in Hardware und Infrastruktur investiert werden. So liefert die Office 365 Suite die komplette Infrastruktur mit, weshalb Anwender über keinerlei IT-Wissen verfügen müssen, um die sorgfältige Implementierung zu gewährleisten. Der Installationsprozess kann zudem innerhalb weniger Stunden abgeschlossen werden. Auch das Aufspielen von Updates und Patches sowie die Sicherstellung der Verfügbarkeit durch den Servicenehmer sind nicht mehr notwendig.
Mit Cloud Computing, betont Ralf Scherm, können sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Office Suite wie eine Commodity-Dienstleistung nutzen. So werden Ressourcen von IT-Abteilung größerer Unternehmen in geringerem Maße gebunden und können anderweitig eingesetzt werden, beispielsweise um sich auf den Betrieb von Value Based Services zu konzentrieren.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:2052587)