Cloud Computing: Automatisierung der IT zu Ende gedacht

Lücken schließen mit IT Service Management aus der Cloud

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Cloud Computing als Rettungsanker

Gerade rechtzeitig erschien das Konzept vom Cloud Computing auf der Bildfläche. Durch die Kombination von Automatisierung mit Virtualisierung beschleunigt Cloud Computing die Bereitstellung virtueller Maschinen. Dadurch reduziert sich die Zeitspanne für die Provisionierung von Wochen auf Minuten. Das alte Modell „Eine Applikation pro Server“ bedeutete, dass IT-Organisationen Hundertschaften von Servern mit jeweils einer Anwendung betrieben; mit dem Ergebnis, dass die meisten dieser Server völlig unzureichend ausgelastet waren. Eine Untersuchung bei der US-Regierung ergab, dass deren Server im Durchschnitt nur zu sieben Prozent ausgelastet waren – das heißt 93 Prozent der verfügbaren Server-Ressourcen wurden glatt verschwendet. Gleichzeitig bindet ein solches traditionelles Rechenzentrum viel Kapital.

Durch die Virtualisierung, bei der mehrere virtuelle Maschinen auf einem einzigen physischen Server laufen, wird die Auslastung um ein Vielfaches optimiert und gleiche Rechenleistung auf weniger Servern erbracht. Im Hinblick auf die Bereitstellung reduziert Virtualisierung den manuellen und damit auch zeitlichen Aufwand bei der Einrichtung. Anstatt eine Vielzahl von Servern physikalisch zu installieren und für jede einzelne Anwendung separat einzurichten, wird ein einziger Server bereitgestellt, auf dem nach Bedarf virtuelle Maschinen installiert werden.

Dennoch fällt es vielen IT-Organisationen schwer, in vollem Umfang von den Vorteilen des Cloud Computing Gebrauch zu machen. Sie belassen ihre traditionellen Prozesse wie sie sind und ersetzen nur die Installation des physikalischen Servers durch die automatische Bereitstellung einer virtuellen Maschine. Jeder weitere Schritt des Bereitstellungprozesses wird so durchgeführt wie immer. Die Nutzung von virtuellen Maschinen nach Bedarf optimiert so zwar einen kleinen Teil der gesamten IT-Wertschöpfungskette, optimiert aber nicht die Bereitstellungszeiten und -kosten.

Ende-zu-Ende-Optimierung des IT-Betriebs

Die Lösung kann nur ein durchgängiges Konzept bieten: Dabei muss der gesamte Bereitstellungsprozess evaluiert und über den gesamten Lebenszyklus der Instanz optimiert werden. Das betrifft dann nicht nur virtuelle Maschinen für Entwickler, sondern unterstützt die Bereitstellung von Anwendungen von der Entwicklung bis zum Betrieb. Zum Beispiel verfolgt ServiceNow einen solchen Ansatz, der genau auf die individuellen Bedürfnisse von Unternehmen abgestimmte Lösungen ermittelt.

Grundsätzlich erfordert dieses Vorgehen, dass der gesamte Bereitstellungsprozess als solcher angefasst wird. Dafür müssen alle Aufgaben innerhalb des Prozesses automatisiert werden, um einen vollständig optimierten Bereitstellungs-Lebenszyklus zu gewährleisten.

Es wird also nicht nur die virtuelle Maschine automatisiert bereitgestellt, sondern auch die Softwarekomponenten auf diese Weise installiert und konfiguriert. Auf diese Weise lässt sich die gesamte operative Umgebung auf Basis eines integrierten Prozesses abbilden.

Dieses Vorgehen integrierter Bereitstellung und Verteilung wird gemeinhin unter dem Dach des IT-Service Management subsummiert und beschleunigt das Ausrollen komplexer Anwendungstopologien. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kosten für die manuelle Installation und Konfiguration gesenkt werden, weil es weniger Bedarf für Korrekturen gibt und so mit der schnelleren Verfügbarkeit der Anwendung auch die Anwenderzufriedenheit steigt.

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