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Cloud-Modelle und deren lizenzrechtliche Besonderheiten im Detail

Lizenzmanagement in der Cloud

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Besonderheiten bei hybriden Cloud-Umgebungen

Als Mischform aus Private und Public Cloud setzt sich die hybride Cloud-Umgebung aus verschiedenen internen und externen Diensten zusammen. Experten gehen davon aus, dass diese Form künftig zunehmend an Bedeutung gewinnen wird, da hier je nach Geschäftsanforderungen die Vorteile beider Cloud-Modelle miteinander verknüpft werden können. Sensible Daten bleiben inhouse und können geschützt werden, unkritische Elemente lassen sich bequem auslagern und über Public Cloud-Lösungen nutzen. Dabei wird sicherheitsrelevanten Bereichen ebenso Rechnung getragen wie einem intelligenten Management und einer reduzierten Verwaltung.

Mit einem hybriden Cloud-Konzept bleiben Unternehmen zudem jederzeit handlungsfähig, können nach Bedarf externe Services oder Ressourcen einbeziehen und diese mit ihrer internen, virtualisierten IT-Infrastruktur verknüpfen. Dieses Modell bewährt sich insbesondere bei der Bewältigung von Lastspitzen. Durch die Anmietung externer Ressourcen können kurzfristige Kapazitätsengpässe ausgelagert werden, wodurch die Unternehmen auch bei vorübergehender, hoher Datenauslastung produktiv arbeiten können.

Lizenzrechtlich gelten für die inhouse betriebene Private Cloud nach wie vor die einschlägigen Vertragsregeln, für die Public Cloud die Verträge mit dem Anbieter – Unternehmen genießen also alle Vorteile, müssen aber auch allen Anforderungen der kombinierten Cloud gerecht werden.

Probleme treten möglicherweise dann auf, wenn Kapazitäten in Rechenzentren eingekauft werden. Das ist mit und ohne Lizenzen möglich. Werden Lizenzen mit eingekauft, sollten Eigentumsverhältnisse, Rechte und Pflichten sehr genau geprüft und festgelegt werden. Es gilt: Mit dem Einkauf zusätzlicher Services und entsprechender Dynamik, muss auch den Lizenzmanagementprozessen Rechnung getragen werden.

Was ist aus kaufmännischer Sicht zu beachten?

Wenn ein Unternehmen eine Cloud- bzw. Virtualisierungs-Lösungen anstrebt sollte das Lizenzmanagement auf Augenhöhe mit der technischen Umsetzung sein. Ausgehend vom Amortisationsmodell, welches im Idealfall dem Business Case hinterlegt ist, müssen auch die Lizenzkosten mit einberechnet werden. Die technische und kaufmännische Planung sollte in direkter Abhängigkeit zur Planung einer möglichen Lizenzierung stehen. Hierbei müssen neue, aber auch bereits vorhandene Lizenzen unbedingt berücksichtigt werden. Gelingt das, lassen sich eventuelle Vorteile schnell realisieren.

Auch im Falle eines bereits bestehenden Systems müssen Lizenzierungen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden, da Hersteller ihre Lizenzierungsmodelle teilweise verändern. Wichtig ist außerdem, Nutzungsverhalten sowie faktischen Bedarf der Mitarbeiter zu kennen und regelmäßig mit den bestehenden Verträgen abzugleichen.

Generell haben viele Unternehmen die Lizenzierung und Preisgestaltung als wichtigen Faktor, gleichwohl als Herausforderungen bei der Einführung von Cloud-Lösungen erkannt.

Passende Modelle müssen jedoch in jedem Fall individuell bestimmt werden.

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