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Business Intelligence soll für Prozessoptimierung und Datenverfügbarkeit sorgen Kosten und Nutzen bei In-Memory-Datenbanken abwägen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Den Einsatz von In-Memory-Datenbanken sollte man gut überdenken, rät BI-Experte Arcplan. Auch wenn diesen Technologien und Plattformen die Zukunft gehöre, sollten Anwender mit Bedacht vorgehen und Kosten sowie Investitionssicherheit im Auge behalten.

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Auf der Anwenderkonferenz arc|planet 2012 will Arcplan das Spannungsfeld zwischen Investitionssicherheit und In-Memory erörtern.
Auf der Anwenderkonferenz arc|planet 2012 will Arcplan das Spannungsfeld zwischen Investitionssicherheit und In-Memory erörtern.

Mit dem immensen Wachstum unstrukturierter Daten stehen Unternehmen vor der Herausforderung, auflaufende Informationen auch zu nutzen und zu strukturieren, meint BI-Experte Arcplan Information Services und stellt Überlegungen zur passenden Strategie an: Um operative Geschäftsvorgänge in Echtzeit auszuwerten führe wohl mittelfristig kein Weg an In-Memory-Datenbanken vorbei. Bevor Anwender aber viel Geld in gängige Plattformen wie Oracle TimesTen, IBM solidDB oder SAP HANA stecken, sollten sie die Punkte Investitionssicherheit, Schnittstellenmanagement und Flexibilität sorgfältig abwägen.

Arcplan-CEO Roland Hölscher meint: "Es gibt [...] Geschäftsprozesse und -modelle, bei denen Schnelligkeit nicht das erfolgsentscheidende Kriterium ist. Unternehmen sollten daher beim Thema In-Memory nicht allein auf Geschwindigkeit setzen."

So benötigten beispielsweise strategische Entscheidungen Informationen, die über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden und darüber hinaus Aufschluss über Begebenheiten in der Zukunft geben. Hier sei die Bereitstellung von Daten in Echtzeit nicht zwingend erforderlich.

Für operative Geschäftsvorgänge gelte hingegen meist: Je schneller, desto besser. Diese Prämisse erfüllten etwa die Datenbankmanagementsysteme Oracle TimesTen und IBM solidDB, die Daten für einen schnellen Zugriff im Arbeitsspeicher vorhalten. SAP HANA gehe sogar noch einen Schritt weiter und bilde ein komplettes Data Warehouse im RAM ab – selbst Abfragen über 500 Milliarden Datensätze könnten so in weniger als einer Minute abgearbeitet werden.

Eine klare Empfehlung für oder gegen ein In-Memory-System spricht Arcplan nicht aus. Stattdessen sieht man BI-Anbieter in der Pflicht, denn diese könnten bereits heute Hürden in Sachen Prozessoptimierung und Datenverfügbarkeit beseitigen. Als beispielhaft stellt der Anbieter die eigene Lösung Arcplan Enterprise heraus: Die analytische Software biete eine Vielzahl von Schnittstellen zu verschiedenen Datenbanklösungen, darunter eben auch die zuvor genannten SAP HANA, Sybase IQ, Oracle Exalytics und TimesTen.

Auch auf der Anwenderkonferenz arc|planet 2012 will der Anbieter die Themen Kostenkontrolle und Investitionssicherheit thematisieren. Die Veranstaltung findet Ende Oktober in Düsseldorf/Kaarst statt.

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