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CLOUD COMPUTING & VIRTUALISIERUNG Technology Conference 2016 KI ersetzt menschliche Denkkraft

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Augmented Reality und immersive virtuelle Realitäten werden unsere Sicht auf die Erde verändern. Einen Blick auf den Planeten der Zukunft wagt Dr. Bruno T. Messmer, Leiter Digital Strategy Consulting, CSC, im Gespräch mit CloudComputing-Insider.

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Die Digitalisierung wird unsere Sicht auf die Erde verändern.
Die Digitalisierung wird unsere Sicht auf die Erde verändern.
(Bild: sdecoret - Fotolia.com)

Auf den kommenden Veranstaltungen der CLOUD COMPUTING & VIRTUALISIERUNG Technology Conference 2016 liefert Dr. Bruno T. Messmer eine To-Do-Liste für das Überleben im verrückten Zeitalter der Digitalisierung. Was diese Epoche charakterisiert, schildert der promovierte Experte für künstliche Intelligenz schon jetzt.

Sie sagen: Digitalisierung und Cloudifizierung verändern die Welt. Werden wir unseren Planeten in zehn Jahren noch wiederkennen?

Dr. Bruno T. Messmer: Ja, und ich denke sogar, dass wir unseren Planeten in einem ganz neuen Licht sehen werden, so ähnlich wie die ersten Astronauten auf dem Mond, die beim Anblick der aufgehenden Erde die Endlichkeit und Schönheit der blauen Erde erstmals erahnt haben. Mithilfe von Augmented Reality und immersiven virtuellen Realitäten, werden wir die physikalische Welt mit neuen Einsichten kombinieren und sogar nach Belieben erweitern können. Wir werden uns aber sehr schnell daran gewöhnen, dass jedes Ding eine virtuelle Dimension hat und wir werden erwarten, dass Dienstleistungen und Produkte von Unternehmen diese virtuelle Dimension bespielen.

Was bedeutet dieser Wandel konkret für Unternehmen, Mitarbeiter und Bürger?

Messmer: Für alle Spieler auf diesem unendlichen Spielfeld der digitalisierten Welt wird dies heißen, dass die digitale Dimension bei allem was man tut, berücksichtigt werden muss: Unternehmen müssen wissen, dass Kunden einen digitalen Lebensstil pflegen und erwarten, dass Dienste ein digitales Nutzungserlebnis bieten. Dazu genügt es aber nicht mehr, einfach eine App zu haben, sondern man muss auch über Chatbots oder intelligente Sprachdienste nachdenken, denn die digitale Kundenschnittstelle entwickelt sich laufend weiter wie die Beispiele Amazon Echo oder WeChat zeigen. Außerdem müssen Unternehmen ihre eigenen Prozesse und Organisationsmodelle vollständig überdenken, da in der digitalen Welt auch die bekannten Wertschöpfungsketten umgekrempelt werden.

Werden Automatismen, Algorithmen und künstliche Intelligenz den Menschen schließlich zum Nebendarsteller dieser technischen Evolution machen?

Messmer: Die Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz werden in den nächsten 30 Jahren dazu führen, dass die meisten Tätigkeiten, die heute von Menschen ausgeführt werden, auch von Maschinen übernommen werden könnten. Dieser Prozess der Substitution von Arbeitsleistung hat im Zuge der früheren industriellen Revolutionen schon mehrmals stattgefunden, nur wird bei dieser Revolution nicht die Muskelkraft, sondern die Denkkraft ersetzt werden. Bisher hat dies jeweils dazu geführt, dass die Produktivität und damit auch der Wohlstand gesteigert worden ist und die Menschen die neue gewonnene Freiheit für neue Betätigungsfelder genutzt haben. Ich bleibe auch für dieses Mal optimistisch!

Dr. Bruno T. Messmer hat auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz promoviert.
Dr. Bruno T. Messmer hat auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz promoviert.
(Bild: Messmer)

Zur Person:

Dr. Bruno T. Messmer hat nach dem Studium der Informatik an der Universität Bern auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz promoviert und anschließend bei Swisscom Innovations Forschungsprogramme zu IT Megatrends verantwortet. Heute leitet er bei CSC die Beratung für Digitale Strategie und unterstützt Firmen bei der Transformation in die digitale Zukunft.

Erfolgreicher Start der #concloud: Auftaktveranstaltung am 13.9.2016 in Neuss

Impressionen vom ersten Konferenztag am 13.9.2016 finden Sie in nachfolgendem Artikel:

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