Anbieter zum Thema
Qualitätssicherung möglichst unter Realbedingungen
Um Fehlerquellen besser aufzudecken, rückt die Testdatenbewirtschaftung verstärkt in den Fokus. Vor allem die Massendatenverarbeitung für CRM- und Business-Intelligence-Systeme benötigt möglichst realistische Abbilder der Produktionswelt. Die eingesetzten Testumgebungen sollten deshalb den Release- und Datenständen der Produktion so früh wie möglich entsprechen. Das ist vielerorts noch kein Standard.
In der Regel werden in einer Entwicklungsumgebung Testdaten und Umsysteme durch den Entwickler nur rudimentär zur Verfügung gestellt. Als Folge entstehen in der späteren Integration hohe Reibungsverluste. Denn häufig reagieren die Systeme anders als erwartet, oder die Testdaten werden in ungewohnter Konstellation angetroffen. Erfolgreiches Testen benötigt somit durchgängige, konsistente Testdaten und geordnete Testumgebungen in definierten Zuständen. Das Release Management und Configuration Management ist am besten eng mit dem Test Management verzahnt.
Shoring- und Managed Testing-Angebote sorgen für nötige Effizienz
Der Gewinn an Produktivität, Vorhersehbarkeit, Risikominimierung und Qualität rechtfertigt die Einführung von Testfabriken allemal. Vorstände und Budget-Entscheider segnen allerdings Investitionen in ein verbessertes Testmanagement nur ab, wenn sowohl Qualitäts- als auch Kostenziele erreicht werden. Hier kommt das Thema Outsourcing ins Spiel. Wo sich für das einzelne Unternehmen die Spezialisierung des Personals, die Nutzung eigener Shoring-Ressourcen oder der Einsatz von Automatisierungswerkzeugen nicht lohnt, sorgen Anbieter von Managed Services-Aktivitäten für die nötige Qualität bei geringeren Kosten.
Dienstleister bieten im verstärkten Umfang Testcenter an. Ab einem gewissen Standardisierungsgrad lassen sich über Managed Testing Services enorme Einsparungen erzielen. Unternehmen, die vorher beim Standardisieren der Testprozesse ihre Hausaufgaben gemacht haben, können den kompletten Testprozess als vorkonfektionierte Dienstleistung in Anspruch nehmen. Den Kostenvorteil, mit dem Anbieter werben, erzielen sie durch Skaleneffekte. So genannte Near- und Offshore Delivery Center bündeln Testaufträge einer ganzen Reihe von Auftraggebern, die sich über den ganzen Globus verteilen.
Über das Gesetz der Masse sind die Testing-Dienstleister in der Lage, die großen Investitionen für IT-Infrastruktur, Mitarbeiter und Prozesse über mehrere Kunden zu verteilen. Die sinkenden Kosten pro Kunde, geben sie in Form niedrigerer Preise an ihre Auftraggeber weiter.
Der Autor
Lars Hinrichsen ist Senior Manager Managed Testing und Quality Assurance von Steria Mummert Consulting.
(ID:2052124)