Toms Wochentipp: Intune ohne Zusatzlizenz Intune-Suite: das steckt jetzt in M365 E3 und E5

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Microsoft integriert erweiterte Intune-Funktionen in die Microsoft-365-Pläne E3 und E5. Unternehmen erhalten dadurch unter anderem Zugriff auf Remote Help, Advanced Analytics, Endpoint Privilege Management und Cloud PKI – je nach Lizenzumfang.

Unternehmen können jetzt Endpoint Privilege Management und Cloud PKI ohne separate Intune-Suite-Lizenz nutzen.(Bild: ©  ArtemisDiana - stock.adobe.com)
Unternehmen können jetzt Endpoint Privilege Management und Cloud PKI ohne separate Intune-Suite-Lizenz nutzen.
(Bild: © ArtemisDiana - stock.adobe.com)

Microsoft integriert die erweiterten Verwaltungs­funktionen von Intune ohne separate Add-on-Lizenz in Microsoft 365 E3 und E5. Berechtigte Tenants bekommen die Funktionen ohne Zutun, Administratoren steuern sie über das Microsoft Intune Admin Center. Für Endpunktverwaltung, Identitätsschutz und Fernsupport fällt der Zwang zu einer getrennten Suite-Lizenz weg.

Diese Intune-Funktionen sind in E5 enthalten

Microsoft 365 E5 enthält die komplette Intune Suite. Der Umfang erweitert die reine Geräteverwaltung um Privilegienkontrolle, cloudbasierte Zertifikate und detaillierte Telemetrie. Der erweiterte Funktionsumfang umfasst folgende Bausteine:

  • Endpoint Privilege Management: hebt einzelne Aufgaben kontrolliert auf Administratorrechte an, ohne den angemeldeten Nutzer dauerhaft als lokalen Administrator zu führen.
  • Cloud PKI: stellt Zertifikate aus der Cloud bereit und macht eine eigene lokale Zertifizierungsstelle für viele Szenarien überflüssig.
  • Advanced Analytics: liefert Kennzahlen zu Gerätezustand, Startzeiten und Anomalien über Endpoint Analytics.
  • Remote Help: verbindet den Support per gesicherter Fernsitzung mit verwalteten Windows- und Android-Geräten.
  • Enterprise App Management: verteilt und aktualisiert Anwendungen aus einem vorbereiteten Katalog geprüfter Installationspakete.

E3 deckt Fernsupport und Endpunktanalyse ab

Microsoft 365 E3 erhält Remote Help, Advanced Analytics und die Funktionen aus Intune Plan 2. Dazu zählen Microsoft Tunnel für das Mobile Application Management und die Verwaltung von Spezialgeräten. Endpoint Privilege Management, Cloud PKI und Enterprise App Management bleiben der E5-Stufe vorbehalten. Unternehmen mit E3 decken damit den Fernsupport und die Endpunkt-Telemetrie ab, für die Kontrolle lokaler Administratorrechte sowie für cloudbasierte Zertifikate führt der Weg weiterhin über Microsoft 365 E5 oder ein separates Upgrade der bestehenden Lizenz.

Automatische Bereitstellung im Tenant

Seit dem 1. Juli 2026 schaltet Microsoft die erweiterten Funktionen für berechtigte Abonnements frei. Vor der Umstellung erscheint im Microsoft 365 Admin Center ein Hinweis mit 30 Tagen Vorlauf, damit die IT den Rollout einordnen und vorbereiten kann.

Tenants mit Enterprise Mobility und Security E3 sowie Microsoft 365 E5 werden ohne manuellen Schritt provisioniert, den Zugriff auf die vollständige Ausstattung der Intune Suite erreichen berechtigte Organisationen spätestens bis August 2026. Die zuvor kostenpflichtige, getrennt lizenzierte Intune Suite geht damit im Standardpaket auf. Zugleich hebt Microsoft die Listenpreise von E3 und E5 an.

Erste Schritte für Administratoren

Zum Einstieg eignet sich Advanced Analytics. Über bestehende Endpoint-Analytics-Richtlinien liefert der Baustein sofort Kennzahlen zu Startzeiten und Gerätezustand, ohne Änderung am Client.

Danach lohnt Endpoint Privilege Management als Pilot mit Helpdesk-Szenarien, in denen einzelne Aktionen erhöhte Rechte verlangen. Enterprise App Management verteilt Anwendungen aus dem vorbereiteten Katalog und ersetzt manuell gepflegte Installationspakete. Remote Help vereinheitlicht den Fernsupport für Windows-Geräte. Cloud PKI eignet sich für Organisationen, die eine lokale Zertifizierungsstelle ablösen oder ergänzen.

Organisationen mit bereits vorhandenen Werkzeugen für Privilegien­verwaltung oder Zertifikate prüfen vor dem Wechsel die Überschneidung, denn ein Parallelbetrieb aus alter und neuer Lösung erhöht den Pflegeaufwand und die Supportkosten ohne zusätzlichen Schutz für die verwalteten Endgeräte.

Fazit: Mehr Intune-Leistung

Mit der Bündelung wandern Funktionen, die zuvor eine eigene Suite-Lizenz verlangten, in den Standard von E3 und E5. Privilegienkontrolle, Zertifikate über Cloud PKI und detaillierte Endpunkt-Telemetrie stehen seit dem 1. Juli 2026 jedem berechtigten Tenant offen. Bestehende Zusatzlizenzen und parallele Drittwerkzeuge verlieren damit ihre Grundlage.

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