Salesforce.com und VMware realisieren mit VMforce eine cloud-basierte Java-Entwicklungsplattform Integrierte Java-Entwicklungsumgebung als Cloud Service

Redakteur: Florian Karlstetter

VMware und Salesforce.com bieten mit VMforce künftig eine cloud-basierte Plattform für die Entwicklung von Java-basierten Anwendungen. Zum Einsatz kommen hierbei das Spring Framework, Tomcat als Webserver und eine Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung. Salesforce.com steuert die Datenbank von Force.com bei, die Verwaltung des Java Stacks erfolgt mit der vCloud-Technologie von VMware.

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In den vergangenen Tagen wurde viel darüber spekuliert, was die beiden Big Player im Cloud Computing-Umfeld mit VMforce ausgeheckt haben. Dass es sich hierbei um eine Plattform für die Entwicklung von Java Apps handelt überrascht dabei nicht wirklich – hat sich doch VMware vor kurzem erst das Open Source-Softwareunternehmen Springsource einverleibt.

Der Vorteil von VMforce liegt auf der Hand: So müssen Software-Developer bei der Java-Entwicklung nicht mehr auf lokale Ressourcen zurückgreifen, sondern erhalten eine erprobte und sichere Plattform, deren Kapazitäten sich jederzeit individuell anpassen lassen. Die Anschaffung von Hardware und Software oder das Aufsetzen eines Webservers sind damit nicht mehr notwendig.

VMforce nutzt die Technologien beider Anbieter: Plattform-Services und relationale Datenbank von Salesforce.com/Force.com, VMware steuert das Spring Framework, die vCloud-Technologie und vSphere-Funktionen bei. Zusätzlich haben sowohl Salesforce.com als auch VMware die Expertise, selbst für geschäftskritische Applikationen eine sichere, vertrauenswürdige und hochverfügbare Plattform bereitzustellen.

Von der Oberfläche und Arbeitsweise wird sich für Software-Entwickler nicht viel ändern. So steht auf der Website von Springsource ein Eclipse-basiertes Development Tool für Enterprise Java zum kostenlosen Download bereit.

Getreu dem Motto „Build Java Apps The Same Way You Do Today“ lassen sich mit der SpringSource Tool Suite professionelle Java-Applikationen umsetzen, das fertiggestellte Java App wird dann per Drag & Drop über die vCloud-Schnittstelle in die Cloud übertragen und auf der VMforce-Plattform ausgeführt.

Developer Preview

VMforce steht derzeit als Developer Preview für ausgewählte Kunden zur Verfügung, eine finale Version des Cloud Services soll noch dieses Jahr folgen. Über Preise beziehungsweise das Abrechnungsmodell schweigen sich beide Unternehmen bislang aus. Auf Nachfrage wurde lediglich mitgeteilt, die Kosten würden sich „im moderaten, für jedermann erschwinglichen Bereich“ bewegen.

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