Bei IBM Cloud Backup handelt es sich um eine Sicherungslösung, mit der lokal betriebene Server oder Server aus anderen Cloud-Lösungen in mehrere, verschlüsselte Vaults gesichert werden können. Es gibt viele Plug-ins und einen Schutz gegen Ransomware.
IBM Cloud Backup bietet umfängliche Sicherung und Wiederherstellung; Multi-Vault-Technologien erlauben die Datensicherung zwischen IBM-Cloud-Servern in einem oder mehreren IBM-Cloud-Rechenzentren weltweit.
(Bild: Eugenio Marongiu - stock.adobe.com)
IBM Cloud Backup ist eine vollständig verwaltete und automatisierte Sicherungslösung, die über die IBM Cloud zur Verfügung gestellt wird. Die Verbindung zwischen den zu sichernden Servern in lokalen Rechenzentren oder aus anderen Cloud-Lösungen wie AWS oder Azure erfolgt über einen Agenten, der auf den Servern installiert wird.
Die Datensicherung und der Transport werden mit AES 256-Bit bereits auf dem Server verschlüsselt. Die Sicherungen lassen sich in europäischen und deutschen Rechenzentren ablegen, zum Beispiel in Frankfurt. IBM Cloud Backup ist einfach zu bedienen und erfordert keine speziellen Kenntnisse oder Fähigkeiten. Administratoren können die Backup-Software schnell einrichten und konfigurieren, um die Daten ihrer Organisation zu schützen. Dabei ist die komplette Infrastruktur in der IBM Cloud gespeichert. Damit lassen sich virtuelle und physische Server zuverlässig sichern.
Parallel zu den Agenten stellt IBM Plug-ins zur Verfügung, über die spezielle Server Anwendungen online gesichert werden können. Beispiele dafür sind Microsoft Exchange, SQL Server, SharePoint, Oracle, VMware VRA und andere. Durch diese Plug-ins lassen sich im laufenden Betrieb nicht nur die Datenbankdateien sichern, sondern online auch die Transaktionsprotokolle. Die unterstützten Anwendungen erkennen die Datensicherungen als Online-Sicherung an.
Bare Metal Restore ganzer Rechenzentren möglich
Mit IBM Cloud Backup lassen sich mehrere oder alle Server von lokalen physischen Servern, lokalen VMs oder VMs aus verschiedenen Clouds zentral sichern. Gleichzeitig kann IBM Cloud Backup die Daten aber in mehrere Vaults verteilen. Wenn Restores notwendig sind, sammelt die Sicherungs-Lösung die Daten aus den verschiedenen Vaults zusammen. Durch diese Technik lassen sich komplette Bare-Metal-Restores durchführen.
Einrichten von IBM Cloud Backup in der IBM Cloud-Konsole, zusammen mit anderen Diensten, die IBM zur Verfügung stellt.
(Bild: Joos - IBM)
Beim ersten Backup von großen Datenmengen kann es einige Zeit dauern, bis die Daten vollständig in die Cloud gesichert sind. Dies kann die Bandbreite des Netzwerks belasten und sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Die erste Sicherung eines Servers ist immer eine vollständige Sicherung, die IBM als „Seed“ bezeichnet. Diese Sicherung nimmt ebenfalls eine geraume Zeit in Anspruch, entsprechend lange sollte das Sicherungsfenster geplant werden. Wenn viele Daten mit der Lösung gesichert werden, sollte daher darauf geachtet werden, dass die Sicherung die Daten auch schnell genug über die Internet-Leitung in die Cloud senden kann.
Auch die Datenwiederherstellung kann je nach Datenmenge und Bandbreitenkapazität einige Zeit in Anspruch nehmen. Administratoren sollten sicherstellen, dass sie über ausreichende Ressourcen und Pläne verfügen, um im Notfall schnell auf ihre gesicherten Daten zugreifen zu können. An dieser Stelle spielt die Bandbreite der Internetleitung ebenfalls eine wichtige Rolle.
Verwaltung über Web Central Control
IBM Cloud Backup lässt sich in der IBM Cloud-Konsole verwalten, genauso wie die anderen Cloud-Dienste, die IBM zur Verfügung stellt. Nach der Registrierung steht die Konsole über die URL cloud.ibm.com zur Verfügung. Wenn die Sicherung einmal eingerichtet ist, lässt sich für jede Sicherungsquelle definieren, ob der komplette Server, einzelne Serveranwendungen oder nur verschiedene Verzeichnisse oder sogar nur Dateien gesichert werden sollen. Zeitpläne können ebenso erstellt werden.
Mit Web Central Control (WebCC) lassen sich aus mehreren Rechenzentren und anderen Cloud-Lösungen Server an IBM Cloud Backup anbinden und deren Sicherung zentral verwalten. Dabei ist es problemlos möglich, dass IBM Cloud Backup die einzelnen Sicherungen in mehrere Backup-Vaults verteilt, die dennoch zentral durch das Portal zugreifbar sind.
Cloud-Backup schützt vor Ransomware
Durch die Sicherung in die Cloud und deren paralleler Verschlüsselung schützen sich Unternehmen auch vor Ransomware. Durch das Air Gap, also der räumlichen Trennung von Backup und Produktionsdaten, kann Ransomware zwar die Produktionsdaten verschlüsseln, die Backups in der Cloud bleiben aber sicher, vor allem, wenn mehrere Vaults zum Einsatz kommen.
Stand: 08.12.2025
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Im Notfall können anschließend durch Bare-Metal-Restores die lokalen Server wiederhergestellt werden und erhalten durch Verwendung der aktuellsten Datensicherung auch wieder die aktuellen Daten zurück – unter der Voraussetzung, dass die Sicherung im Vorfeld entsprechend eingerichtet wurde.
Deduplizierung und Komprimierung sind enthalten
Natürlich berechnet IBM den Speicherplatz in der Cloud. Beim Einstellen der Sicherung zeigt die Konsole die zu erwartenden Kosten an. Damit diese aber so niedrig wie möglich bleiben, gibt es mehrere Wege. Zunächst unterstützt IBM Cloud Backup Differenzsicherungen. Dadurch sichert das System nur die seit der letzten Sicherung geänderten Daten. Das beschleunigt die Sicherung und reduziert die zu sichernde Datenmenge.
Parallel dazu kann IBM Cloud Backup die Daten komprimieren. Der Dienst überprüft dazu intelligent, welche aktuell gesicherten Datentypen auf welche Art und Weise möglichst ideal komprimiert werden können und führt die Komprimierung zur Laufzeit durch. Das spart natürlich einiges an teuren Speicherplatz in der Cloud.
IBM Cloud Backup ist am schnellsten über das Suchfeld der IBM Cloud-Konsole zu finden.
(Bild: Joos - IBM)
Parallel dazu erkennt IBM Cloud Backup durch DeltaPro-Deduplizierung doppelte Daten. Die DeltraPro-Deduplizierung ist eine wichtige Methode zur Datenreduzierung, die in IBM Cloud Backup verwendet wird. Hierbei wird die Datenmenge durch das Entfernen von doppelten Dateien und Änderungen reduziert, die bereits in der Sicherung vorhanden sind. Die Backup-Software identifiziert jede Datei, die gesichert werden soll, und berechnet einen einzigartigen Hash-Wert für jede Datei. Der Hash-Wert wird dann mit einem Index verglichen, der alle bereits gesicherten Hash-Werte enthält. Wenn der Hash-Wert bereits vorhanden ist, bedeutet dies, dass die Datei bereits in der Sicherung vorhanden ist und nicht erneut gesichert werden muss.
Dadurch lassen sich Backups noch einmal deutlich verschlanken und weiter Speicherplatz einsparen. Die Differenzsicherungen, Komprimierung und die DeltraPro-Deduplizierung sind wichtige Kostenfaktoren bei der Sicherung, die bei der Einrichtung angepasst und optimiert werden sollten. Die Funktionen werden zwar automatisch bei der Sicherung angewendet, dennoch sollten Administratoren die Vorgänge überprüfen und die Planung der Vaults bezüglich der Datenmenge durchführen. Vor der produktiven Inbetriebnahme kann es sinnvoll sein, die Sicherungen zu testen, vor allem deren Dauer.