Wasabi Cloud Storage Index Gebührenerhöhung setzt Cloud-Budgets unter Druck

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Investitionen in künstliche Intelligenz konzentrieren sich auf Datenspeicherung und Rechenleistungen. Dabei sieht weniger als ein Drittel der deutschen Unternehmen zurzeit einen positiven Return on Investment aus KI-Projekten. Und Gebühren machen die Cloud-Nutzung teurer als kalkuliert. So die Ergebnisse des aktuellen Cloud Storage Index von Wasabi.

Der aktuelle Cloud Storage Index 2026 von Wasabi zeigt geringen ROI bei KI-Projekten und massive Budget-Überschreitung durch unvorhergesehene Gebühren.(Bild: ©  Seventyfour - stock.adobe.com)
Der aktuelle Cloud Storage Index 2026 von Wasabi zeigt geringen ROI bei KI-Projekten und massive Budget-Überschreitung durch unvorhergesehene Gebühren.
(Bild: © Seventyfour - stock.adobe.com)

Die diesjährige Ausgabe des „Cloud Storage Index 2026“ von Wasabi basiert auf einer weltweiten Befragung von 1.700 Fach- und Führungskräften aus Wirtschaft und IT, darunter 125 aus Deutschland. Investitionen in KI bleiben dabei eine Priorität für Unternehmen: Lediglich drei Prozent der deutschen Unternehmen geben an, ihre Ausgaben für KI-Projekte in Zukunft zu senken. 54 Prozent planen, ihre KI-Budgets zu erhöhen, während 42 Prozent ihre bestehenden Budgets beibehalten wollen.

Dabei steht Infrastruktur klar im Fokus: Rund zwei Drittel (65 %) der Budgets fließen derzeit in Daten, Storage und Rechenleistung, die für den Betrieb von KI-Anwendungen erforderlich sind. Lediglich 34 Prozent entfallen auf KI-Software- und SaaS-Lösungen. Eine veränderte Dynamik, die sich aus neuen KI-Workloads und -Initiativen ergebe, erklärt Andrew Smith, Director of Strategy and Market Intelligence bei Wasabi Technologies und ehemaliger IDC-Analyst. Deshalb werde der überwiegende Teil der KI-Budgets in Infrastruktur investiert und nicht in SaaS, was genau dem Gegenteil dessen entspräche, was man aus klassischer Marktperspektive erwarten würde, sagt Smith.

Unternehmen erwarten einen Anstieg beim ROI von KI-Projekten

Im Hinblick auf den ROI berichten ein Drittel der Befragten Unternehmen in Deutschland (29 %), dass ihre KI-Projekte aktuell eine positive Rendite erzielen. Zwar ist dieser Wert niedrig, doch viele Unternehmen befinden sich noch in einer frühen Einführungsphase. Die Erwartungen steigen dabei deutlich: Für die kommenden zwölf Monate rechnen ganze 62 Prozent mit einem positiven ROI.

Auf die Frage nach den größten Herausforderungen bei der Implementierung von KI-Projekten nannten die Unternehmen an erster Stelle die Datenspeicherung (einschließlich Kosten, Zugriff und Management), gefolgt von der Datenqualität (einschließlich Bereinigung und Aufbereitung). Beide Aspekte wurden häufiger genannt als Rechenherausforderungen (z. B. Kosten oder Beschaffung). Das unterstreicht die entscheidende Rolle von Daten und Storage für den Erfolg von KI-Lösungen.

64 Prozent der Befragten setzen zur Unterstützung ihrer KI-Workflows auf hybride Storage-Lösungen, also eine Kombination aus On-Premises- und Public Cloud Storage. Dies deutet sowohl auf den Bedarf an Flexibilität als auch auf die wachsende Komplexität beim Management von KI-Daten in unterschiedlichen Umgebungen hin. Besonders bei zwei KI-Prozessschritten bevorzugen Unternehmen ausdrücklich Public Cloud Storage: bei der Datenabfrage und -aggregation sowie bei der Modellaufbewahrung und -archivierung. Die Public Cloud ermöglicht damit häufig den ersten und letzten Schritt der KI-Datenpipeline.

Gebühren und Budgetüberschreitungen

Zum vierten Mal in Folge analysiert der Cloud Storage Index die Auswirkungen von Gebühren auf Cloud-Budgets und Rechnungen. Ebenso, wie im Vorjahr, entfielen im vergangenen Jahr 48 Prozent der Ausgaben auf Gebühren – nicht auf tatsächliche Storage-Kapazität.

Außerdem gibt fast die Hälfte der deutschen Unternehmen (48 %) an, ihr Cloud-Storage-Budget im Jahr 2025 überschritten zu haben. Gründe sind gestiegene Storage-Nutzung, Wachstum und Migration – verschärft durch zusätzliche Storage-Gebühren. Jedoch nennen 88 Prozent mindestens einen gebührenbezogenen Faktor als Ursache für höhere Ausgaben als geplant.

Sorgen und Skepsis um Cloud-Sicherheit

Der Schutz und die Sicherheit von Cloud-Daten sind nach wie vor wichtige Anliegen des Marktes: Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen (49 %) hat bereits einen Cyber-Angriff verzeichnet, in dessen Folge der Zugriff auf Daten in der Public Cloud verloren ging. Die hohe Anzahl an Cyberangriffen und damit einhergehende Probleme sind daher häufig Grund von Unsicherheit. So sind mehr als 52 Prozent der Unternehmen, die eine Public Cloud nutzen, nicht komplett sicher, dass ihre Daten nach einem Cyberangriff unverändert und sie als Unternehmen handlungsfähig bleiben.

Viele Unternehmen wenden sich dabei an Public-Cloud-Anbieter, um diese Probleme mit innovativen Sicherheitslösungen und Tools zu beheben. Allerdings gibt mehr als ein Drittel (38 %) der Befragten an, dass ihr Public-Cloud-Anbieter nicht die richtigen Tools oder Features anbietet, um Cyberangriffen effektiv entgegenzuwirken.

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