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Cloud-Standards für ein harmonisches Miteinander

Die wichtigsten Cloud-Standards und -Zertifizierungen im Überblick

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Firmen zum Thema

International Telecommunication Union (ITU)

Der Telekommunikationssektor ITU-T der International Telecommunication Union (ITU), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, beschäftigt sich mit der Definition und der Architektur der Cloud im Rahmen des ITU-T FG Cloud-Standards. Ihre Empfehlungen sind weltweit anerkannt. Im September 2013 haben sich die ITU-Mitglieder (Vertreter von 700 Unternehmen und 260 öffentlichen Organisationen weltweit) auf einen neuen Standard für Sicherheitsbetrachtungen geeinigt, die essentiell für das Cloud Computing sind: die Recommendation ITU-T X.1600 „Security Framework for Cloud Computing“. Bisher ist dafür eine erste Freigabe erfolgt und der derzeitige Status lautet ‚determined‘. Im Moment wird der Standard final überprüft. Er beschreibt die Sicherheitsbedrohungen, die das Cloud Computing mit sich bringt und stellt ihnen im Rahmen einer Methodologie spezielle Sicherheitsfähigkeiten gegenüber, die sie entschärfen. ITU-T X.1600 wird eine Art Handbuch sein, das die künftige Standardisierung von identifizierten Sicherheitstechniken lenkt. Zusätzlich dient es als Implementierungsreferenz für System Level Cloud-Sicherheit.

Storage Networking Industry Association (SNIA)

Die Storage Networking Industry Association (SNIA), eine Non-Profit-Organisation mit eigenem unabhängigen Technologiezentrum, hat eine offene Management- und Storage-Schnittstelle entwickelt, das Cloud Data Management Interface (CDMI). Das CDMI ist eine spezifizierte Schnittstelle zwischen unternehmensinternen Speichersystemen, die sich in Private Clouds befinden, und Speichersystemen aus den Public Clouds. Die CDMI-Schnittstelle ist gleichermaßen in allen Cloud-Computing-Konzepten einsetzbar – auch in hybriden Cloud-Umgebungen – und ermöglicht ein durchgehendes Management aller Datenbestände auf allen Service Levels.

Cloud Security Alliance (CSA)

Auf die Cloud Security Alliance (CSA) geht das Certificate of Cloud Security Knowledge (CCSK) zurück. Dieses umfasst Richtlinien für die Cloud-Sicherheit und stellt eine solide Basis für Cloud-Sicherheitsprobleme und Best Practices zur Verfügung. Unternehmen, die sich daran halten, sind hinsichtlich ihrer Cloud Computing-Investitionen gut aufgestellt. Außerdem unterstützt das CCSK Unternehmen bei der Auswahl der richtigen Mitarbeiter für Cloud-Sicherheit über CCSK-Zertifizierungen.

MODAClouds

Das Verbundforschungsprojekt MODAClouds soll mehr Interoperabilität zwischen proprietären und heterogenen Cloud-Lösungen ermöglichen. Es soll die Einschränkungen hinsichtlich der Implementierung, Übertragbarkeit und Reversibilität von Cloud-Diensten für Endanwender beseitigen. Aufgabenfelder des Projekts sind ferner die Problematik der Herstellerunabhängigkeit beim Cloud-Computing, Standards hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität von Cloud-Diensten sowie die Unterstützung bei der Auswahl von Cloud-Anbietern durch Standardkriterien. Das MODAClouds-Projekt wird teilweise von der Europäischen Kommission finanziert. Außerdem wirken Softwarehersteller, IT-Dienstleister, Universitäten und Forschungseinrichtungen an dem Projekt mit.

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